Stadt mit 125.000 EW (2002);
vermutlich karolingischer Siedlungsursprung, 1017 erstmals erwähnt, bestehend aus königlicher, später erzbischöflich-kölnischer Haupthofanlage auf abfallendem Plateau südlich des Vestischen Höhenrückens. Befestigter Burghof stand in Verbindung mit vermutlich ebenfalls karolingischem Urkirchspiel.
Im Hochmittelalter entwickelte sich eine befestigte, rasch expandierende Marktsiedlung (oppidum) mit gitterförmigem Straßennetz.
Ab Ende 12. Jh. Hochgerichtsbarkeit, 1236 steuerrechtliche Privilegien ohne ausdrückliche
Verleihung von Stadtrechten.
Von Ende des 12. Jh. bis 1802 gehört Recklinghausen politisch und rechtlich
zum Erzstift Köln.
Mitte des 13. Jh. entwickelt sich eine Bürgermeister- und Ratsleuteverfassung
mit eigener kommunaler Gerichtsbarkeit. Lange war die Stadt Mitglied der Hanse,
von 1316 bis 1618.
Finanzielle Nöte des Erzstifts Köln führten zur Verpfändung
von Stadt und Vest Recklinghausen 1446-1576.
Seit Beginn des 18. Jh. war Recklinghausen dauerhaft Amtssitz kurkölnischer
Statthalter in der so genannten Engelsburg.
Stadtbefestigung
- nach Zerstörung erneuter Aufbau in 1296 mit erweiterter Ringmauer, mit
5 Toren (Viehtor, Steintor, ...) und 9 Türmen (2 erhalten), weiter ausgebaut
1344-1345, seit 1839/40 nach und nach niedergelegt. Reste der Mauer findet man
am Herzogswall. Der Verlauf der Wallanlage ist noch durch den Kaiserwall und Königswall
vorgezeichnet. Ein Kanzlerwall fehlte noch.
[A] Altstadtmarkt, das Herz Recklinghausens, pulsierender Mittelpunkt; dritter Rathausbau (1847);
[R] Rathaus - Renaissance (1908). Rathausvorplatz Brunnen mit der Figurengruppe "Bürger tragen ihre Stadt". Hinter dem Rathaus der kleine Erlbruchpark.
[1] Am Steintor 5 die ehemalige jüdische Schule. Rechts davon Durchgang zur 1997 eingeweihten Neuen Synagoge
[2] Gymnasialkirche des Gymnasium Petrinum ,
[3] Propsteikirche St. Peter - ältesten Kirche der Stadt
[5] Engelsburg, jetzt Hotel
[7] Alte Apotheke
Kutscherhaus, Die Brücke
Städtischen Kunsthalle nahe Hauptbahnhof im umfunktionierten Bunker
Ikonen-Museum
schulisch
Fachhochschule Gelsenkirchen Abt. Recklinghausen, Schwerpunkte: Wirtschaftsrecht, Ingenieur- und angewandte Naturwissenschaften)
museal:
Museum Strom und Leben (2000 eingeweiht) im ehem. VEW Umspannwerk Recklinghausen.
Bockholt Hochlarmark Röllinghausen Speckhorn Stuckenbusch Suderwich
Schloss Wilbringen (?)