Stadt mit rund 46.000 EW (2004) zwischen Reichswald und
Rhein an der Grenze zur Niederlande in abwechslungsreicher Umgebung - Heide und
Torf NSG;
Ortsbezeichnung nach einem felsigen Hgel, einem Kliff. Der Bau eine Burg wurde
im 10. Jh. begonnen. Kaiser Heinrich II. (1002 - 1024) schenkte den flandrischen
Edelherren Gerhard und Rüdiger von Antoing reichen Landbesitz. Von diesem
Geschlecht stammen die Herren von Wassenberg, Heinsberg, Geldern und Krickenberg
ab.
Zum Ende des 14. Jh. war Kleve Sitz der einst mächtigen Grafen und späteren Herzöge
von der Mark. Der Dreißigjährige Krieg führte zur Brandschatzung. Danach wurde
die Stadt barock umgestaltet.
Um 1750 wurde Kleve mit einer Eisenquelle bekannte Badestadt. Die Quelle ist heute
verschüttet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt in zwei Angriffen fast vollständig
zerstört. Was bewahrt werden konnte, zeugt weiter von der einstigen Schönheit
der Stadt.
[1] B.C. Koekkoek-Haus: Palais des bekannten
niederländischen romantischen Landschaftsmalers, gestorben 1862, Haus im Stil des 13. Jh. eingerichtet, Ausstellung von Werken Koekkoeks, seiner Schler und Zeitgenossen, Wechselausstellungen.
[2] Minoritenkirche: 1425 bis 1445, zweischiffige Hallenkirche, reiches Chorgesthl
von 1474.
[3] Schwanenburg: nur wenige Teile erhalten, zum Beispiel der Schwanenturm mit
dem Hever Wappentier, Eckturm mit spitzem Helm, Spiegelturm, im inneren Schlosshof
ein römischer Altar aus dem 1. Jh.; geologisches Museum.
[4] Stiftskirche St. Maria Himmelfahrt: 1356 Weihe des Chores, 1426 fertiggestellt,
1951 wiederaufgebaut, Denkmal für die Gefallenen von Ewald Matare.
[5] Marstall: einst für 200 Pferde gedacht, heute Justizverwaltung.
außerhalb des Zentrums:
Museum Kurhaus nö, zwischen 1846 und 1872 erbaut, zu Beginn der neunziger
Jahre zu einem Museum umgestaltet. Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Gegenwart,
barocke Gemälde von Rembrandt-Schlem, Atelier von Joseph Beuys im ehemaligen
Badehaus. Nachlass des Bildhauers Ewald Matare, Sammlung Ackermans. In der Umgebung
barocke Gartenanlagen. Gegenüber der Tiergartenstraße der Fürstgarten, englischer
Landschansgarten, weiter nordwestlich der Tiergarten.
naheliegend:
Griet - das malerische einstige Fischerdorf
Burg Moyland (Wasserschloss Moy), 6 km sw: ursprünglich aus dem 14. Jh.,
1854 im Tudorstil umgebaut, beherbergt ein Museum mit der Sammlung van der Grinten,
Kunst des 19. und 20. Jh., besonders J. Beuys, sowie das Joseph-Beuys-Archiv
Kleve
Reichswalde
Rindern
Salmorth
Schenkenschanz
Warbeyen
Wardhausen
Materborn
Kleve
Kellen
Keeken