1856 begann mit der Abteufung des ersten Schachtes in Ebel die Entwicklung des Bauerndorfes mit rund 4.000 EW zum "größten Dorf Preußens" mit 72.000 EW (1919). Da wurde Botrop schließlich zur Stadt erhoben, war also Bergbaustadt. Diese Tendenz blieb trotz zweier Weltkriege fast ungebrochen. Nach dem Zweiten Weltkriegs liess der Wiederaufbau, verbunden mit dem allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung die Bevölkerung weiter anwachsen, 1953 auf über 100.000 EW.
Seit dem ist Bottrop Großstadt.
Der Ort fing schon früh mit der Rekultivierung von Industrieflächen an, besonders von Halden. So hat Bottrop unter allen Revierstädten den größten Anteil an Grünflächen. Seit 1976 in Zusammenschluss mit der Gemeinde Kirchhellen ist Bottrop kreisfreien Stadt.
[1] Cyriakuskirche (1419/25) am Kirchplatz, 1861/62 Erweiterung der Halle und neugotische Überformung des Baus unter Architekt Emil von Manger. Hübsche Fußgängerzone ringsum.
Alte Apotheke Kirchplatz/Hochstraße, gründerzeitliches, repräsentative Bürgerhaus mit geschickter Gliederung seiner Außenfassade sowie kunstvollen Stuckreliefs.
[2] Quadrat, das Medienzentrum im Stadtgarten mit Museum für Ur-, Früh- und Stadtgeschichte, Mineraliensammlung, Galerie und Dauerausstellung des Malers Josef Albers.
Albers wurde 1888 in Bottrop geboren, emigrierte 1933 in die USA, wo er sich mehr als 40 Jahre lang der Quadratur des Kreises mit künstlerischer Kreativität in Öl näherte.
[3] Heilig-Kreuz-Kirche (1957), modern auf parabelförmigem Grundriss, farbige Glaswand von Meistermann.
[4] Haldenereignis Emscherblick, Ortsteil Batenbrock: 50m hohe begehbare Skulptur
mit schönem Blick auf die Stadtlandschaft.
[5] Wasserschloss Beck in Feldhausen.
weiterhin:
- Ernst-Wilczok-Platz mit spannender Brunnenlandschaft
- Bürgerhäuser in Kirchhellener Straße mit üppigen Stuckfassaden
- Ohrenschm(a)us das Glockenspielhaus in der Hansastraße
- Torbogen (Denkmal) am Ende der Fußgängerzone der Gladbecker Straße - Erinnerung an...?
- Villa Dickmann, Bogenstraße 40, Gebäude der Gründerzeit (1901) im englischen Landhaus-Stil mit Elementen der Neugotik und des Jugendstils. Hinter der Villa ein Park mit dichtem Busch- und Baumbestand, Kinderspielplatz und Feuchtbiotop-Idylle.
Stadtgarten (1921) mit großem Artenreichtum, viel Abwechslung in der Anlagengestaltung, mit großem Abenteuer-Spielplatz, verführerischem Overbeckshof mit Gartenterrasse. Die Ausläufer des Köllnischen Waldes reichen bis an die beiden Stadtteiche mit Kölnisch Wasser
Stadtwald
Fuhlenbrocker Wald und Heide
Kirchheller Heide - Naturschutzgebiet um markante Bachläufe wie den Rotbach und Schwarzbach, mit selten alten Bäumen, glazialen Findlingen, Sanddüne, Heidesee und Heidhofsee
Wochenmarkt auf dem Berliner Platz mittwochs und samstags
Pferdemarkt: erster Samstag im Mai und im September

Batenbrock Boy Ebel Eigen Ekel Feldhausen Fuhlenbrock Grafenwald Hardinghausen Holthausen Kirchhellen, Lehmkuhle Overhagen Vonderort Welheim
Ebel/Welheimer Mark
Im 13. Jh. gründet der Deutsche Ritterorden eine Kommende in Welheim. 1856 wurde der Bergbauschacht "Prosper I" in Ebel niedergebracht.
berühmt:
- Malakoffturm (1872). Nahe der Knappenstraße auf dem Gelände der Zeche Prosper II. steht der Zechenförderturm, ein Industriedenkmal.
- Gartenstadt Welheim (1913/23) in Ausprägung einer Bergarbeitersiedlungen
Kirchhellen-Feldhausen
Münsterländisch bäuerlich geprägter Ort, 1977 eingegliedert nach Bottrop
sehenswert:
Das Wasserschloss Haus Beck - Am Dornbusch 1766/77 als Herrensitz für Friedrich Florenz Rhaban von der Wenge errichtet - ist eines der wenigen noch bestehenden Bauwerke nach Entwurf des Architekten des Spätbarock Johann Conrad Schlaun. Als der Kaufmanns Karl Kuchenbäcker das Schloss 1966 erwarb, war es nahezu ruinös. Er restaurierte das denkmalgeschützten Gebäude und ließ um das Schloss einen Freizeitpark mit Märchenwelt entstehen. Im recht frühklassizistisch ausgestatteten Schloss ist auch eine Galerie eingerichtet und es finden kulturelle Veranstaltungen statt.