tiefebener Mühlenkreis mit Wiehen-Wesergebirge

Frühe Industrialisierung im Kreisgebiet konzentrierte sich auf Minden, Bad Oeynhausen und Lübbecke.Der Süden war geprägt durch Zigarrenverarbeitung. Ab Mitte 20. Jh. folgte dringende Strukturveränderung durch neue industrielle und gewerbliche Betriebe im gesamten Kreis, die bis heute anhält. Unternehmen der Metall- und Holzverarbeitung überwiegen. Branchenvielfalt und leistungsfähiges Handwerk bieten gute Ansätze für Synergien.
Der Hermannsweg, einer der schönsten Höhenwege Deutschlands, führt auch durch das romantische Silberbachtal und zur höchsten Erhebung der Region, dem 441 Meter hohen Velmerstot.
Wer sich mit dem Westfälische Mühlenstraße verläuft, trifft auf liebevoll restaurierte Mühlen und entdeckt ides Müllers Lust: Wandern durch die Naturschutz. Es gibt auch eine Wellness-Radroute durch Wald, Moor, Heide, Heilbäder, Kurorte, Schlössern.

Espelkamp

Stadt mit 26.883 EW (2001); 8 Ortsteile
Die junge Stadt im Grünen ist hauptsächlich nach dem 2. Weltkrieg aus einer Munitionsanstalt hervor gegangenen, die auch starke Impulse für eine industrielle Erweiterung auf das ganze Gebiet brachte. Heute dominieren Elektrotechnik, Automatenherstellung, Faser- und Kunststofftechnik über Maschinenbau, Geräte- und Anlagenbau bis hin zur Produktion von hochwertigen Möbeln. sehenswert:
Museum Gauselmann - historische Münzautomaten;
Schloß Benkhausen, Neustadtstraße in Gestringen;
Speicher (1900) und Ellerburger Mühle (Wassermühle) in Fiestel
Naherholungsgebiet Große Aue mit Badesee Am Kleihügel (im Norden), Freizeitbad Atoll, Waldfreibad, Tennis- und Badmintoncenter, Rudern (Mittellandkanal), Skating ...

Hille

Windmühlenflügel-Gemeinde mit 16.622 EW (2001) mit tausendjähriger Tradition des Mühlenwesens. Ein 1978 gegründeter Mühlenverein leistet vorbildliche Arbeit zur Erhaltung der Mühlen und Erkenntnissen der Dorf-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte.

Ortschaft Rothenuffeln:
staatlich anerkannter Erholungsort (1977) mit Kurpark, am Nordhang des Wiehengebirges gelegen, Westfalens größstes Torfmoor bei Hille;
Ortschaft Hartum:
Bauernhaus (Denkmal) mit Café "Glasbonbon", Glasbläserwerkstatt mit Ausstellung, auch Porzellan-Puppen, Bunzlauer Keramik, original Blaudruck sowie Möbel aus der Gründerzeit
Fachwerk-Handwerkerhaus (1872, Heimatmuseum);
Ehemaliges Amtsgefängnis Mindener Str. 440(1896), eingeschossiges schlichtes Backsteingebäude mit massiver preußische Kappendecke und hölzernen Dielenfußböden. Die beiden Giebeldreiecke zeigen ein "Deutsches Band" als Horizontalfries. Das Amtsgefängnis lag im östlichen Teil, während der westliche Teil ein Feuerwehrgerätehaus enthielt. Im Inneren ein Querflur mit Wachstube und zwei Arrestzellen. Auf dem Wandputz befinden sich zahlreiche Graffitis von Häftlingen der Zeit zwischen 1941 und 1944 in deutscher, polnischer, russischer und französischer Sprache.
Windmühle (1877)
Ortschaft Hille:
Von-Oeynhausenscher Hof - wehrhafter Adelssitz, auch wenn die heute breite Gräfte fast trocken liegt. Mit 1699 ist der Hof als Besitz des Johann-Ernst-Heinrich von Oeynhausen und seiner Gemahlin Susanne, geb. Pohlmann beurkundet; eingeschossiges Torhaus (1699/1703) mit Krüppelwalmen, Scheunen- und Stallgebäude, zweigeschossiges Herrenhaus mit Krüppelwalm-Dach, 1897 barocke Ansätze vermischt mit dem Ziel, schlichte Klassik in illustre Neorenaissance zu wandeln.
Altes Pfarrhaus (1682), westfälischen Pfarrbauernhof mit einzigartigem Pastoralportal
Brennerei Meyer (1721, technisches Denkmal), Brennereigebäude, Kesselhaus mit Kamin. 1990 wurde angeblich letztmalig Korn gebrannt.
Peperscher Hof (1686).
Viele alte Bauernhäuser (Fachwerk) an der Dorfstraße, speziell Haus Wilhelmy (1695), ein Zweiständerbau mit halbrund gewalmten Reetdach sowie ein Backhaus mit Anbauten (Glinst 27, östlich von Hille)
Das Geheimnis der Matschkuhle
INach Jahrzehnten des Torfabbaus und der Trockenlegung bildete sich am Großen Torfmoorwieder ein Hochmoor. An der Landschaftspflege beteiligen sich rund 500 Moorschnucken. Bis zur geheimnisvollen Matschkuhle führt ein Moor-Erlebnispfad zur .
Oberlübbe:
Backhaus Böhne (1839) aus massivem Sandsteinmauerwerk mit Fachwerkgiebeln, einladend auch rundum durch alten Baumbestand, öffentliche Backtermine und Verkostungen.
Holzhausen
Büntmaas Dorfschmiede (1760) weist Dachbalken mit geschweiften Kopfbändern auf, die Gefache sind mit Backstein ausgemauert, erhaltenes Werkzeug ist an Ort und Stelle zu besichtigen, an Tagen der offenen Tür kann man sich die Hufe beschlagen lassen. Die Durchfahrtsscheune (1815, Scheune des Handwerks) auf dem Hof der Schmiede wurde zu einem Museum mit altem, dörflichen Handwerk umgestaltet.
Rothenuffeln

neugotisches Hochkreuz aus Sandstein für Landrat Freiherr Carl von Schlotheim, der verantwortlich für den Chausseebau war (1857). Die Krabben mit ihren Scheren symbolisieren weise den nachfolgenden Nutzen (Finanzschere) aus Straßen-, Kfz- und Benzinsteuer. Immerhin war er königlicher Kammerherr und Landrath sowie Ritter des St. Johanniter- und Ritter des Rothen-Adler-Orden. Und seine Melanie war eine Nichte von Napoleon I. Bonaparte.
Heuerlingshaus (1836), im Kurpark wieder errichtet, bietet in ursprünglicher Raumaufteilung Einblick, wie unter einem Dach auf engstem Raum Wohnung, landwirtschaftliche Nutzung und Viehhaltung eine Einheit bildeten. Tipp: durchaus aktuelll - Wohnen und Arbeiten auf engstem überbelegten Raum spart Wohngeldanträge und Bearbeitungskosten.

Hüllhorst - Gemeinde 13.687 EW 2001

Jössen ein guter Ort für Störche - sei kein Frosch!

Petershagen

Stadt mit 27.103 EW (2001)
1973 mit Zusammenschluss von 29 ehemals eigenständigen Dörfern - unter anderem Neuenknick mit ca. 1.000 EW.
berühmt: die Störche von Petershagen

Porta Westfalica - Stadt am Wesertreff

Stadt mit 36.277 EW 2001 an der Weser, die sich hier zwischen Wiehengebirge und Wesergebirge zwängt, um dann in die Tiefebene zu wuseln, Kaiser-Wilhelm-Denkmal (1892/96) auf dem Wittekindsberg (270 m) an der Porta Westfalica
Die Porta-Rundfahrt mit der Mindener Fahrgastschiffahrt bietet ein dreistündiges Erlebnis mit weiten Weserauen, markanten Hafenanlagen in Minden und zum größten Doppel-Wasserstraßenkreuz der Welt.

Preußisch Oldendorf

Hafenstadt mit 13.417 EW 2001, wo sich Mittellandkanal und Weser kreuzen (Waserstraßenkreuz);

Rahden

Stadt mit 15.856 EW (2001)
- Burgruine
- Museumshof veranschaulicht das einstige Leben der Bauern und Handwerker im Rahdener Land mit Schwerpunkt 19. Jh.. Die Rossmühle (1860) ähnelt einer übergroßen Kaffeemühle, die jedoch von Rössern angetrieben wurde.
Tonnenheide - südöstlich ( 5km) - Großer Stein, einer der größten Findlingen Deutschlands, aus Granit, 10 m lang, 7 m breit und 3 m hoch. Durch Ermittlung der Wasserverdrängung und Messung des Auftriebes wurde ein Gewicht von 350t geschätzt (bhs).
Eine u.a. vollständige Hofanlage mit Bauernhaus (1689), Speicher, Scheune, Wagenremise, Bienenstand und Backstube. Alle Gebäude sind mit altem Mobiliar, Hausrat und Arbeitsgerät ausgestattet. An den Mahl- und Backtagen, die im Sommerhalbjahr mehrmals stattfinden, wird wie im 19. Jh. Korn gemahlen und Brot gebacken. Außerdem werden dann bäuerliche Tätigkeiten wie das Sensendengeln vorgestellt.
Ortsteil Wehe - liegt an der Westfälischen Mühlenstraße, denn hier steht eine der ältesten und sehenswertesten Bockwindmühlen.
OT Ströhen - Naturtierpark, Araber-Gestüt, Tierpark mit Alpakas, Zebras, Tarpan, Schottischen Hochlandrindern und Streichelzoo.

Stemwede

Gemeinde mit rund 14.500 EW (2001); Der südlich gelegene Stemweder Berg hat eine Gipfelhöhe von 178m, nicht eben riesig ober nichtb zu übersehen im weiten Tiefland. Er ist ein lockerer Bruder mit hartem Kern aus mindestens 70 Mio.
Levern - malerischen Dorf südlich von Stemwede auf einem Hügel am Rand einer vermoorten Niederung gelegen, mit makellos erhaltenem historischen Ortskern. Mittelpunkt beldet eine barock ausgestattete Kirche. Sie gehörte früher zu einem Kloster, das nach der Reformation in ein Damenstift umgewandelt wurde. Rund um die Kirche schart sich ein Ensemble schmucker Fachwerkbauten des 17./18. Jh.

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