Der "Wittekindskreis"

liegt eingebettet zwischen dem Wiehengebirge im Norden, dem Weserbergland im Osten und dem Teutoburger Wald im Süden und zahlreichen gut verstreuten Wasserschlössern.
Die freiheitliebenden sächsischen Stämme der Westfalen, Ostfalen und Engern, geführt durch Sachsenherzog Wittekind, mussten sich nach drei erbitterten Kriegen in den Jahren 772 bis 804 dem Franken Karl dem Großen beugen.
Die Erinnerung an Wittekind wird unter anderem durch das Wappen des Kreises Herford wachgehalten. Es zeigt das schwarze, springende Ross, das Wittekind vor seiner Taufe geritten haben soll. Der Legende nach schenkte ihm Karl der Große nach seiner Taufe ein weißes Pferd - nobel? demütigend? Wie erzwang man die Taufe? Wappentier von Westfalen ist ein weißes Pferd.
Zentrum der europäischen Küchenmöbelindustrie, traditioneller Maschinenbau und Metallwarenherstellung im leistungsstarken Branchenmix

Bünde

Zigarrenstadt mit etwa 45.000 EW (2002) auf 5.930 ha in der Ravensberger Mulde zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge.
vielfältiges Spektrum von Wirtschaft, Arbeiten, Einkaufen, Wohnen, Bildung, Sport, Freizeit, Gastlichkeit, Naherholung und Kultur.
853 erste urkundliche Erwähnung einer Ansiedlung Buginithi in Verbindung mit König Ludwig dem Deutschen. Im 11. Jh. bildete sichaus dem Dorf und 15 Bauerschaften das Kirchspiel.
1719 Erhebung zur Titularstadt duch Friedrich Wilhelm I.
1842 wird mit Gründung einer Zigarrenfabrik zur weltberühmten Zigarrenstadt. Im Tabakspeicher am Bahnhof wird auch heute noch Tabak gelagert. Vor dem Rathaus erinnert ein Denkmal an die Gründer Steinmeister und Wellensiek. Prachtvolle Villen in der Innenstadt vermitteln anschaulich den Gewinn aus schädigender Produktion. Aber es entstanden auch weitere Betriebe: Druckereien, Kartonagen- und Zigarrenkistenhersteller.
Die alte Stadt Bünde wurde mit rund 10.500 EW mit den bis dahin 10 selbständigen Gemeinden des Amtes Ennigloh und einem Teil der Gemeinde Bustedt zusammengeführt.
Heute dominieren eine Vielzahl von Handwerks-, Service-, Groß-, Einzelhandels- sowie Dienstleistungsbetrieben, aber nach wie vor Landwirtschaft und der Landschafts- und Gartenbau.
Die fahrradfreundliche Einkaufsstadt bietet auch Kuren und Naherholung in Randringhausen und wird gern alsTagungs- und Veranstaltungsstätte genutzt.

Enger

Widukindstadt mit etwa 21.000 Eneranern und Engerlingen (2004) mitten in der Ravensberger Mulde, eingebettet zwischen Wiehengebirge im Norden und dem Teutoburger Wald im Süden.
Ortsteile: Belke-Steinbeck, Besenkamp, Dreyen, Enger, Herringhausen (West), Oldinghausen, Pödinghausen, Siele und Westerenger
sagenhaft:
Widukind soll nach seiner Taufe (785) in Enger eine Kirche gegründet haben und in der Stiftskirche begraben liegen. Eine Grabplatte hinter dem Altar (um 1100) ist eine der ältesten frühmittelalterlichen Grabplastiken in Deutschland. Nur wenige Sätze frühmittelalterlicher überlieferung und mündliche Berichte bildeten den Urstoff für vielfältige Legendbildung um den Sachsen Widukind, wobei der Ort Enger immer sehr bedeutsam war.
Bedeutsam auch die Sattelmeierhöfe - heute große landwirtschaftliche Betriebe:
Von ehemals 7 gibt es noch 5 dieser stolzen Denkmäler bäuerlicher Baukunst in Enger. Der Hof im Ortsteil Oldinghausen, ein Zweiständer-Fachwerkhauptgebäude, ist laut Inschrift am Deelenbogen 1715 errichtet worden. Um 1900 fügte man ein quergestelltes Wohnhaus an. Zusammen gelten alle Hofgebäude als erhaltenswertes Ensemble.
Ein schmucker Fachwerkbau ist der Ebmeyersche Sattelmeierhof. Ein springendes Pferd ziert die Fassade dieses Hofes, ähnlich jenem Rappen auf silbernen Grund, der heute das Wappentier des Wittekindkreises Herford ist. Als Widukinds tapfere Mitstreiter im Kampf gegen die Franken nehmen Sattelmeier alljährlich an der Begräbniszeremonie teil, die als Timpkenfest in Enger am 6. Januar gefeiert wird.
Ob die Sattelmeier einst ihrem Landesherrn für Botendienste und im Kriegsfall ein gesatteltes Pferd bereitstellen und Geleit zu bieten mussten? Vermutlich.

Vor 947 gründete Königin Mathilde, zweite Gemahlin Heinrichs I. und Nachfahrin des Sachsenherzogs Widukind, in Enger das Dionysiusstift für weltliche Kanoniker.
948 der Ort erstmals in einer Stiftungsurkunde Ottos des Großen als Angeri (Ort am Anger, an Wiesenflächen wie am Bolldammbach) erwähnt. Nach dem Tod von Mathilde im Jahre 968 übertrug Otto I. das Stift dem Erzbistum Magdeburg und nahm ihm so die selbständigkeit. Im unbefestigten Enger blieb von den Gebäuden keines erhalten. Die Bevölkerung nahm nur langsam zu. Erst 1719 erhielt Enger Stadtrechte, 1734 die Berechtigung zur Erhebung der Akzise. Noch Mitte 18. Jh. zählte Enger etwa 650 EW.
attraktiver Wirtschaftsstandort mit Schwerpunkt im verarbeitenden Gewerbe, zudem Firmen der Möbel-, Textil-, Chemie und Kunststoffindustrie

Hiddenhausen

Gemeinde 21.071 EW (2001) auf 23,87 km², 12/1968 aus den Ortschaften Lippinghausen, Eilshausen, Schweicheln-Bermbeck, Hiddenhausen, Oetinghausen und Sundern gebildet.
Zwar fanden sich hier 68 Brandschüttungsgräber aus den ersten Jh.en, auch genügend Hinweise auf frühsteinzeitliche Vorfahren. Kontinuierliche Besiedlung folgte aber erst nach dem Ende des Sachsenkrieges (um 800).
Die Ortsteile bestanden wohl bereits als kleinere Bauernschaften, die dann zu Dörfern durchschnittlicher Größe entwickelt wurden. Die Gründung der ältesten Kirche in Hiddenhausen dürfte im frühen 10. Jh. erfolgt sein. Bedeutendster Grundherr war zu dieser Zeit das älteste Damenstift auf sächsischem Boden, die Reichsabtei Herford. Ihr gehörten auch der Sundern, ein großes Waldgebiet. Schutzherren waren zunächst die Edelherren von Köln. Ihre nachfolgenden Grafen von Ravensberg ließen um 1415 durch Ritter Heinrich Ledebur die Burg Bustedt erbauen. Im Ergebnis einer Fete musste der auf die Wehrburg bei Spenge weichen.
Um 1556 war die Landeshoheit der Grafen von Ravensberg soweit befestigt, dass alle Ortsteile zur Grafschaft Ravensberg gezählt wurden. 1614 erbten die Kurfürsten von Brandenburg diese Grafschaft. Durch Förderung des Anbaus von Flachs und seiner Verarbeitung zu Garn und Leinen, Zuteilung gemeinsam benutzten Wald- und Heideflächen an die angrenzenden Bauernschaften kam Bewgung in die Wirtschaft und in die Landschaft: Der Wald wurde zurückgedrängt, aus geschlossenen Dörfern wurden Streusiedlungen. Spinnen und Weben waren nur Nebenerwerbsquellen, Haupterwerb war bis Mitte des 19. Jh. die Landwirtschaft. Erste Impulse zur Industrialisierung kamen um 1860, als Zigarrenfabrikanten aus Enger und Bünde Filialbetriebe nach Hiddenhausen verlegten. Um 1925 hatte Hiddenhausen "mehr" Zigarrenfabrikäntchen als EW. Die neuen Industrien lockten mit höheren Verdienstmöglichkeiten Arbeitskräfte herbei: 1878 entstand die Brauerei Felsenkeller, 1894 das Margarinewerk Meyer-Lippinghausen, fes profilierten sich einige Möbelfabriken. Mit verkehrsmäßiger Erschließung, Bahnanschluss, Siedlungsverdichtung, erfolgte die Verstädterung. Zwischen 1818 und 1978 wuchs die Zahl der EW auf das Neunfache.
Ein neues Zentrums mit entsprechenden Einrichtungen wurde nach der Gebietsreform im Ortsteil Lippinghausen geschaffen, auch ein neues Rathaus (1974).
interessant:
Wasserburg Gut Bustedt in Hiddenhausen mit Biologiezentrum

Kirchlengern

Gemeinde mit 16.335 EW (2001) beiderseits der Else;
archäologische Fundstätten aus der Römerzeit; kleindörflicher Siedlungen des Sachsen vor Einfall der Franken um 800;
1147 erste urkundliche Erwähnung - vermutlich hat der Bischof von Osnabrück das Monasterium zu Quernheim als Augustiner-Nonnenkloster gegründet, von der Familie von Quernheim vermutlich fundiert. Die Stiftskirche (12. Jh., Basilika), mehrfach umgebaut, hatte aber bereits einen sakralen Vorgängerbau. Im frühen 17. Jh. folgte die Umwandlung in ein freiweltliches Damenstift. 1815 fielen die Besitzungen an den preußischen Staat, wurden schließlich Rittergut.
Gutsbesitzer und Ortsbürgermeister Wilhelm Bacmeister parzellierte den ehemaligen Stiftsbesitz und verkaufte seit 1860 an Privat. So entstand durch Neusiedler seit 1860 die Gemeinde Stift Quernheim mit kleinen Wohnhäusern und bäuerlichen Kleinbesitz.
Die heutigen Ortsteile Häver, Kirchlengern und Quernheim werden in der ältesten Herforder Heberolle um 1150, Südlengern 1151 und Rehmerloh am Ende 12. Jh. erwähnt.
Im Zeitraum 1847 - 1850 wird aus wirtschaftlicher Notlage eine Tugend gemacht und die Chaussee von Herford über Kirchlengern nach Lübbecke ausgebaut. Auch der Eisenbahnbau der Strecke Löhne-Osnabrück im Jahre 1855 verschaffte notwendige Arbeitsmöglichkeiten.
erbaulich:
Wasserschloss Oberbehme

Löhne

Stadt mit 41.580 EW (2001) an der Werre
Freizeit und Erholung mit Wandern und Radeln sind hier angesagt. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Staatsbad

Oeynhausen mit Kuranlage Löhne. Synergien für den Fremdenverkehr.

wichtig:
Standesamt der Stadt Löhne, die Villa Meyer
zahlreiche Bauernhöfe und Mühlen (Mühlenmuseum Kemena) mit schönen alten Türen und Giebeln
Löhne-Bahnhof mit original Löhner Kunstwerken im Empfangsgebäude, einst bedeutendsten Güter- und Umsteigebahnhöfe.Gut Haus Beck (12. Jh.), zuerst Lehensgut der Abtei Herford

Aqua Magica - der Park der Magischen Wasser, 1997 von den französischen Landschaftsarchitekten Henri Bava und Olivier Philippe entworfen. Ihr in Paris ansässiges Planungsbüro Agence Ter ging als Gewinner aus einer freiraumplanerischen Entwurfswerkstatt hervor, deren Ziel die Neuanlage eines Parks zur Landesgartenschau im Jahr 2000 war, die gemeinsam von den beiden NachbarStädten Bad Oeynhausen und Löhne ausgerichtet wurde. Die aus der Tiefe aufsteigenden solehaltigen, warmen Heilquellen erfahren auf der Aqua Magica in einer Synthese aus Natur, Technik, Gesundheit und Kultur eine sichtbar erlebbare Darstellung. Mit diesem ca. 20 Hektar großen Landschaftspark im Grenzgebiet von Bad Oeynhausen und Löhne ist für die EW und Besucher beider Städte ein ideales Naherholungsgebiet entstanden. Von Fachleuten wird der Park bereits heute als Park des 21. Jh. bezeichnet.
abwegig:
der Alte Salzweg in Mennighüffen mit zwei alten Mühlenstümpfen
Ulenburger Heide in Obernbeck, der Katzenbusch zwischen Gohfelder Schweiz mit dem Naturfreundehaus, den Teichen und Rürupsmühle
Wasserschloß Ulenburg (15./16. Jh.), Weserrenaissance, mit interessanter Parkanlage - zu erreichen über die berühmte Ulenburger Allee mit schönem Baumbestand. Das Wasserschloss ist eine diakonische Einrichtung, aber weitgehend und höflich zu begutachten.

Rödinghausen

Gemeinde 10.214 EW (2001), seit 1980 staatlich anerkannter Luftkurort, seit 1969 aus fünf Ortschaften bestehend, die zuvor selbständige Gemeinden waren, und zwar
Bieren:
1350 erstmalig erwähnt, nach "beara", Wald mit fruchttragenden Bäumen, liebevoll gepflegtes ländliches Outfit mit dem denkmalgeschützten Wasserschloss Rittergut Böckel als Hohelicht.
Bruchmühlen:
Der Name Bruchmühlen stammt von dem jenseits der Grenze zu Niedersachsen gelegenen Gut Bruchmühlen. Der Süden mit Autobahn- und Eisenbahnanschluss ist gewerblich-industriell geprägt.
Westkilver:
Noch sehr ländlich geprägtes Bauerndorf, nach dem im Jahr 851 erstmalig erwähnten Herrensitz Haus Kilver abgeleitet.
Ostkilver:
östlich und südlich von Haus Kilver. Der Süden ist stark durch Industrie und Gewerbe geprägt. Das Gelände einer ehemaligen britischen Kaserne ist 1997 in Gewerbegebiet umgewandelt worden.
Rödinghausen:
Gemeindezentrum und Zentrum des Kurgebietes mit Rathaus, Bartholomäuskirche (9. Jh.), mit Kurpark und Haus des Gastes
Schwenningdorf:
Sportstätten, Schule, Gymnasium, Gewerbegebiet am Bahnhof mit mehreren Küchenmöbelhersteller

Spenge

junge kulturvolle Kleinstadt mit 15.796 EW (2001) auf Siedlungsraum grauer Vorzeit. Funde aus der Steinzeit, bronzezeitliche Grabhügel, Siedlung aus vorrömischer Eisenzeit (Lenzinghausen) unterstreichen das.
1969 wurde aus den Gemeinden Wallenbrück, Hücker-Aschen, Spenge, Bardüttingdorf und Lenzinghausen (dem Amt Spenge) im Zuge der kommunalen Neugliederung die Stadt Spenge gebildet.
1096 älteste urkundliche Erwähnung Spengens. Die anderen Spenger Ortsteile wurden im 12. bzw. 13. Jh. zuerst erwähnt.
Vermutlich geht ein Vorgängerbau der Spenger St. Martinskirche bis ins 9. Jh. zurück. Der jetzige Bau ist eine Eigenkirche der bis 1220 genannten Edlen von Spenge. Sehenswert ist in dieser Kirche der holzgeschnitzte Martinsaltar (1470).

Spenger Schlacht:
tätliche Auseinandersetzung zwischen Sozialdemokraten und Konservativen Vertretern am 9.8.1891.

Im ausgehenden 19. und zu Beginn des 20. Jh. prägten die Zigarrenindustrie (auch mit Heimarbeit) und die Holz- und Textilindustrie Spenge. Heute beweist Spenge mit seiner Fußgängerzone, dem Blücherplatz und der Langen Straße modern abwechslungsreichen Charakter und wirtschaftliche Vielfalt. Ansässsig sind zahlreiche mittlere Betriebe, die Möbel und Polstermöbel, Möbelbeschläge, Textilien und Bekleidung produzieren oder Papier verarbeiten. Landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Handwerk und Handel prägen Spenge ebenso. Passend dazu das Neubaugebiet Stiegelpotte mit seiner modernen Nahwärmeversorgung.

erbaulich:
Die Werburg, eine Wasserburg (1468 urkundlich erwähnt) geht wie die einstige Mühlenburg auf die Spenger Adelsfamilie v. Ledebur zurück . Erhalten blieb ein reizvolle Torhaus (1596), ein Bruchsteinbau im Stil der Weserrenaissance mit Hausteingliederung sowie einzelnen Zier- und Spitzquadern. Weiterhin erhalten sind ein Wirtschaftsgebäude mit Fachwerkobergeschoss sowie Fachwerkscheune bildet das Gebäudeensemble bei vielfältigen Anlässen einen besonderen Treffpunkt.
gefusst:
Weg von der Mühle in Hücker-Aschen, einer 1831 erbauten Wall-Holländer-Windmühle, zum Hücker-Moor;
Spaziergang ins Naherholungsgebiet Katzenholz.
rockig:

alljährlich im Sommer - das Spenger Rockfestival in den Anlagen der Charlottenburg!

Vlotho

Weserstadt mit 20.544 EW (2001) auf 7.692 ha, Erholungsgebiet zwischen Weser und Tal des Forellenbaches, zu Füßen des Amtshausberges
Stadtteile: Valdorf, Exter, Uffeln, Vlotho
Einbe Bauern- und Fischersiedlung Flothowe (Flußaue) im Mündungsbereich des Forellenbaches dürfte schon früh bestanden haben.
1185 urkundliche Erwähnung des Bischofs Anno von Minden als Edelherr von Vlotho ein Godefridus de Vlotowe.

erbaulich:
historische Innenstadt mit verkehrsberuhigten Zonen zum Bummeln und Verweilen. Fachwerkhäuser aus 16./17. Jh. prägen das Bild der Stadt: z.B. Zunftstube (1570), Haus Sitte (1652) und Haus Malz (1684). Häuserzeilen der Langen Straße erstrecken sich wie Perlen an der Schnur vom Rathaus ca. 1,5 km in südöstlicher Richtung durch das Tal des Forellenbaches, begleitet von den Hängen des Amtshausberges und des Winterberges.
Es gibt auch recht schöne gründerzeitlich Häuser im Stadtbild.

weitblickend:
Amtshausberg (141m) mit Burgruine, einstige Höhenburg, errichtet unter Heinrich von Oldenburg um 1250 an "prähistorischer" Stelle (Königshof der Karolingerß). 17. Jh. Verfall, 1809 Abbruch der Burg, erhalten blieben Burgmauer und -graben, der 80m tiefe Brunnen und viele Mauerreste erinnern an die Blütezeit der Burg. Am Burgtor sind Wappen der Stadt Vlotho und der Provinz Westfalen zu sehen und eine Gedenktafel, die an den Besuch des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. 1853 erinnert.

natürlich:
Der Teufel habe hier vor Urzeiten versucht, den Weserdurchbruch an der Porta Westfalica mit dem Vlothoer Berg Bonstapel zu verstopfen. Der Versuch misslang, der Bösewicht wurde unter dem Berg begraben.
Der Bonstapel bildet mit 342 m die höchste Erhebung der Stadt Vlotho und des Kreises. Er verneigt sich über ein ausgedehntes naturgeschütztes Waldgebiet mit mehr als 1000 Findlingen aus verschiedenen Eiszeiten. Den Wald aus Buchen und Eichen durchfließt die Linnenbeeke, die am Bonstapel aus 7 Quellen entspringt. Erschlossen wird das Gebiet durch ein Netz von Wanderwegen.

Freizeitzentrum an der Weser - Camping, Badeseen, Spiel- und Liegewiesen, Kinderspielplätzen, Restaurants, Minigolf, Hafen mit Zufahrt zur Weser, Wasserski, Angeln

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