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Hohenhof, im 20. Jh. Wohnhaus des Industriellen und Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus (1874-1921). Er entwickelte den Folkwang-Gedanken, der Kunst und Leben miteinander zu verbinden suchte. Ein Museum der Weltkulturen sowie ein Deutsches Museum für Kunst in Handel und Gewerbe in Hagen waren greifbare Ergebnisse als Teil einer sehr komplexen Idee, mit der er einen Knotenpunkt für ein europäischen Kulturnetzwerk andachte. Natürlich sah er auch sein Haus und Museum zum Wohnen und Arbeiten als Gesamtkunstwerk. Immerhin war hier auch der Architekt Henry van de Velde am Werk.
1927 erwarb die Stadt den Hohenhof mit der Auflage, die Anlage als Gesamtkunstwerk zu erhalten. Das war nicht leicht, denn die seit 1933 etablierte Gauverwalterschule der NSDAP passte sicher nicht ins freie Kunstkonzept von Osthaus. Lazarett, Frauenklinik, Pädagogenschule trafen das einstige Anliegen auch nicht so recht. Seit 1976 ist der Hohenhof wieder für die Öffentlichkeit als architektonisches Kunstobjekt zugänglich.
Osthaus überzeugte einige Jugendstilkünstler, in Hagen zu arbeiten. Zu ihnen gehörten Peter Behrens aus Hamburg, Henry van de Velde aus Belgien, Matheus Laweriks und Johann Thorn-Prikker aus den Niederlanden. Sie errichteten einige Gebäude in der Stadt, besonders in der Gartenstadt Hohenhagen. Van de Velde gestaltete das Innere des Osthaus-Museums.
sehenswerte Innenstadt:
[R] Rathaus: 1965 eingeweiht, auf dem Turm eine 1,39 m große vergoldete Stahlkugel. Sie symbolisiert die Sonne. Die Planeten sind maßstabgetreu über das Stadtgebiet verteilt, wobei 1 Million km 1 m entspricht. Die Umlaufbahnen werden von Bronzeplatten auf den Fußwegen markiert.
[1] Karl-Ernst-Osthaus-Museum: innen Jugendstil von Henry van de Velde. Deutsche Kunst des 20. Jh. Daneben das Museum für Stadt- und Heimatgeschichte.
[2] Marienkirche
[3] Stadttheater
[4] Hauptbahnhof: großes Glasbild von Thom Prikker (1911) in der Eingangshalle.
[5] Stadthaus
Gartenstadt und Villenkolonie Hohenhagen, Ortsteil Eppenhausen: von bedeutenden
Jugendstilarchitekten errichtet, unter anderem Haus Cuno und Haus Goedecke, Straße
Am Stirnband.
Schloss Hohenlimburg: großer Komplex aus verschiedenen Epochen, Museum Hohenlimburg
Eduard-Müller-Krematorium: wundervoller Jugendstilbau von Peter Behrens
Westfälisches Freilichtmuseum Hagen; Info Tel. 02331/ 7807- 44
Landesmuseum für Handwerk und Technik,
Selbecke: zahlreiche funktionsfähige Kulturdenkmäler auf 35 ha großem Gelände.
Lange Riege: älteste Arbeitersiedlung Westfalens, für Klingenschmiede in erste Hälfte 17. Jh.
Stadtgarten sw vom Osthaus-Museum
Funcke-Park nördlich vom Zentrum
Orgeltage: September/Oktober
Hasper Kirmesfestzug und Kirmes: Anfang Juli, eine Art Sommerkarneval.
AltenhagenBerchum - Burg Haus Berchum
Hohenlimburg - Schloss Hohenlimburg, Burgruine Raffenberg, KaltwalzmuseumVorhalle - Wasserschloss Werdringen