Er grenzt im Westen an die kreisfreie Stadt Oldenburg und an die Landkreise Ammerland und Friesland, im Norden hat der Kreis eine Küste entlang dem Wattenmeer (UNESCO-Weltkulturerbe) der Nordsee, im Osten bildet die Weser die Grenze zu den Landkreisen Cuxhaven und Osterholz sowie zur Stadt Bremen und im Süden grenzt er an den Landkreis Oldenburg.
Fläche: 85,2 km² EW: 7.256 (31. Dezember 2003) Bevölkerungsdichte:
85 EW je km² Höhe: 6 m ü. NN
Zwischen Bremen und Oldenburg (Oldb.), an Unterweser und Hunte als Teil der Wesermarsch mitten im Stedinger Land, dort liegt Berne. Viel Grün, noch mehr Wasser, weißer Strand, weites Land, Werften, schmucke Höfe, viele Störche und übersichtlich kleine Dörfer.
Bauwerke St. Aegidius-Kirche, Berne (um 1240): Dreischiffige gotische Hallenkirche,
Arp Schnitger-Orgel, Altar aus der Werkstatt Ludwig Münstermanns.
Halbinsel und Gemeinde mit 6.580 EW (2003) auf 129,02 km² bei 0 m ü.
NN; recht dünn besiedelt bei 51 EW/km².
Namensbildung aus "buten" (niederdeutsch: außerhalb, jenseits) und "Jade"
ab - also Land jenseits des Jadebusens. Im Osten/ Nordosten grenzt es allerdings
an die Weser und im Norden an das Wattenmeer (Nordsee) grenzt.
Die Halbinsel hat sich erst im Mittalter nach verheerenden Sturmfluten mit intensiven
Küstenverformungen gebildet. Nach der Zweiten Marcellusflut 1362 war Butjadingen
zeitweise eine Insel. Viele Orte versanken für immer in den Fluten - Tedlens,
Langemehne, Bär, Alt-Waddens, Aldessen und weitere. Ein schlimmes Weihnachten
gab es 1717, als fast ein Drittel der Bewohner ihr Leben liessen. Natürlich
waren auch die wirtschaftlichen Folgen katastrophal.
Im Mittelalter war Putjadingen übrigen noch lange
eine Art freie Bauernrepublik. Getreu ihrer Losung "Lewer dod as sklav" verteidigten
sie lange ihren Status und konnten erst nach verlustreichen Schlachten von den
Ostfriesen, Bremern und zuletzt von den Oldenburgern einverleibt werden.
Landwirtschaft, Tourismus und etwas Fischerei auf Garneelen (die man hier für
Krabben hält) sind die dominierenden Ertragsquellen.
zugehörig zur Gemeinde unter anderem Waddens, Stollhamm, Langwarden, Ruhwarden
und Eckwarden, die Fremdenverkehrsorte Tossens, Burhave, Eckwarderhörne.
touristisches Kleinod:
der Hafen von Fedderwardersiel. Hier unterhält der Nationalpark Niedersächsisches
Wattenmeer ein Informationszentrum. Das Putjadingen vorgelagerte Wattenmeer
erstreckt sich zwischen den Mündungen von Jade und Weser etwa 23 km nach
Nordwesten bis über die Insel Mellum hinaus.
Fährverbindungen bestehen über die Weser von Nordenham nach Bremerhaven
und in den Sommermonaten über die Jade von Eckwarderhörne nach Wilhelmshaven.
Von Nordenham gibt es eine Bahnverbindung nach Bremen
Stadt mit 9.200 EW (2002) auf 115,15 km² in etwa 6 m ü. NN.,
am Westufer der Weser an der Einmündung der Hunte, im Südwesten an
Oldenburg grenzend;
um 1220 erste urkundlichen Erwähnung - E. ist somit einer der ältesten
Orte an der Unterweser. Möglicherweise geht die Ortsgründung auf das
9. Jh. zurück.
1856 Stadtrechte
persönlich:
Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Oels, der "Schwarzen Herzog", kämpfte
gegen Napoleon Bonaparte, schiffte sich hier 1809 auf tapferer Flucht nach England
ein und erhielt dafür ein Denkmal (1859) am Hafen.
Graf Anton Günther führte den Weserzoll ein, wovon auch die Stadt
ein reichliches Jahrhundert reichlich profitierte. Wer profitierte konkret und
auf wessen Kosten?
sehenswert:
Segelschulschiff Großherzogin Elisabeth
Huntesperrwerk,
vor Elsfleth: Flussinsel "Elsflether Sand" zwischen der Hunte und der Weser
- klingt zumindest recht halbedel.
Gemeinde mit rund 7.400 EW (2004) auf 36,38 km² in etwa 1 m ü. NN im Süden der Wesermarsch auf der linken Weserseite gegenüber von Bremen-Vegesack
zugehörige Ortsteile:
Altenesch, Bardewisch, Deichshausen, Lemwerder
Stadt mit rund 27.000 EW (2009) im Südosten der Halbinsel Butjadingen
5.757 EW (2003) auf 123,81 km² in 4 m ü.NN. an der deutschen Sielroute;
Ovelgönne besitzt eine sehr naturbelassene Umgebung nahezu frei von jeder
Industrie, mit viel Weideland und die für die Wesermarsch typischen Bewässerungsgräben.
Als einziger Industriebetrieb ist das Milchwerk Botterbloom in Strückhausen
zu nennen, welches durch seine Speiseeisproduktion weit über die Grenzen
hinaus bekannt ist. Erwähnenswert ist vor allem das Hochmoor in Rüdershausen,
welches aus einer Zeit stammt, in der der Jadebusen noch eine Moorlandschaft
war. Die Gemeinde bezeichnet sich selber als das "Grüne Herz der Wesermarsch".
Großenmeer, Oldenbrok, Strückhausen, Ovelgönne und Ovelgönner
Pferdemarkt (nds. Ovelgunner Peermaart)
Strückhauser Kaltblutrennen
museal:
Norddeutsches Handwerksmuseum, Puppenmuseum