kreisfreie Stadt mit 159.000 EW (2002); 64m ü.NN., an der Hase
Die Siedlung am Knotenpunkt alter Handelsstrassen wurde durch Karl den Großen
758 zum Bischofssitz erhoben. Ab 780 forcierte Entwicklung zur Stadt, als
solche 1147 erstmals erwähnt.
Inzwischen aber hat Osnabrück weiter Bedeutung als Universitäts-
und Industriestadt. Als eine Stadt des Westfälischen Friedens (evangelischer
Teil, katholischer Teil in Münster) von 1648 zur Beendigung des 30jährigen
Krieg fühlt sich Osnabrück der Förderung des Friedensgedankens
verpflichtet - Friedensgespräche, Osnabrücker Friedenstag.
Im Zweiten Weltkrieg wurde auch Osnabrck stark zerstört, der Wiederaufbau erfolgte wohl mit einigen kontroversen Ergebnissen
.1970 wurde die Stadt Sitz einer Universität. Uni Osnabrück FH Osnabrück
historische Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern, auch Giebelhäuser aus Renaissance und Klassizismus. Frauen sollten sich vor Nachwächtern ohne Laterne hüten.
[M] Markt
[R] Rathaus,
[1] Hasetor
[2] Vitischanze
[3] Bocksturm
[4] Bürgergehorsm
[5] Hegertor
[6] Museum
[7] Dominikaner-Kirche
[8] Kirche St. Marien
[9] Herz Jesu Kirche
[10] Dom
[11] Hirschapotheke
[12] Schloss
[13] St. Katharinen
[2] Vitischanze im nördlichen Altstadtkern mit 3 Kanonenrohren war Bestandteil
der mittelalterlichen Verteidigungsanlage.
Stadtmauerreste:
sieht man vor allem am nahen viereckigen Pernickelturm im Norden, auch an
der Ostseite mit ihrem deutlichen begrünten Wallverlauf (Straßenbezeichnungen!).
[1] Hasetor an der Hase nahe der Pernickelmühle
[3] Bocksturm, der älteste Turm der Stadtbefestigung - wie der zu seinem Namen
kam?
[4] Bürgergehorsam, ein "vielsagender" Turm.
[5] Hegertor 1817 klassizistisch umgestaltet, unweit das Kulturgeschichtliche
Museum [6].
[7] Dominikaner-Kirche - gotische Klosterkirche, 1803 profaniert, restauriert,
beherbergt heute die Kunsthalle.
[8] Kirche St. Marien (13./15. Jh.) mit zierlichem Turmhelm, Antwerpener Flügelaltar,
Triumphkreuz, Madonna des Meisters von Osnabrck; alte Grabmler nahe Rathaus
[M] Markt umringt von Giebelhäusern im alten Stil.
[R] Rathaus, 1487 bis 1512 erbaut, Freitreppe und Kaiserfiguren neugotisch,
Friedenssaal. Schatzkammer; Stadtwaage mit Stufengiebel.
Um ins Rathaus zu gelangen, muss man vielleicht eine Türklinke drücken und hat dann eine Taube in der Hand. Teilnahme an einer Führung lohnt sich bestimmt. Im Friedenssaal wurde der evangelische Teil des Westfälischen Friedens geschlossen. Der Brunnen vor dem Haus geht dialektisch beachtlich weit.
[10] Dom, Basilika mit 3 unterschiedlichen Türmen, im Inneren unter anderem eine hochinteressante Gittertür. Vieles aus dem 13.Jh., z.B. Bronzetaufbecken (1225), Triumphkreuz (1230), Apostelstatuen aus dem 16.Jh. Daneben das Diözesanmuseum mit Domschatz und vor allem Werken des Meisters von Osnabrck. An der Großen Domfreiheit befindet sich auch eine Gymnasial-Kapelle und ein Museum.
[11] Hirschapotheke, klassizistisches Bürgerhaus an der Große
Straße. Auf der anderen Seite (westlich) das Nikolaizentrum - mit sehenswerter
Architektur und Einkaufsmeile.
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