tatsächlich stark von der Ems geprägtes Land

besonders was die bis zur wirksamen Eindeichung der Ufer regelmäßig wütenden Überflutungen anbelangt. Bis weit ins 17. Jh. glich ein großer Teil des Emslandes einem riesigen tropfnassen Schwamm. Mit der Trockenlegung der Hochmoore und Beackerung begann man 1788. Durch eine Vielzahl von Entwässerungskanälen teilte man das Moorland in Quadrate auf - Fehn oder Veen genannt - und verloste es an Bauern, die dafür ab dem zehnten Jahr eine jährliche Erbpacht entrichteten und dabei arm blieben.
Wat den einen sin Ul, is den annern sin Nachtigall - besagt ein emsländer Sprichwort. Will besagen, es ist alles Jacke wie Hose, jede Madaille hat zwei Seiten und wie man's macht ist es eh falsch, weil Glück und Unglück oft nahe bei einander liegen.

Börger

ein imposantes Hünengrab und ein Opferstein am Wegesrand und ein Wacholderhain in der Nähe, wo sonst Kiefern, Eichengruppen und zerzauste Büsche überwiegen.

Dörpen

Wer mehr über den Transrapid wissen möchte, findet(?) in Dörpen ein Informationszentrum...

Esterwegen

einstiges Rittergut, heute staatlich anerkannter Erholungsort, auf einem Geestrücken inmitten feuchten Moorlandes gelegen. Das Moor lässt sich trockenen Fußes über gut angelegte Wege erkunden. Am Brink 14 gibt es Informationen zum naturverträglichen Tourismus und über die Enstehung von Mooren.
An der B 401 trifft man auf einen Friedhof der Emslandlager. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden in diesen Lagern vor allem politische Häftlinge gefangen gehalten. Sie mussten unter unmenschlichen Bedingungen im Moor arbeiten und nannten sich "Moorsoldaten". Unter den Gefangenen des Emslandlagers Esterwegen war auch Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky, an den auf dem Friedhof ein Gedenkstein erinnert. Er starb 1938 in Berlin an den Folgen der Haft.

Fresenburg

Eine kleine klassizistische, typisch norddeutsche Kapelle (achteckiger Grundriss) markiert die Stelle, die einst Mittelpunkt der Fresenburg war. 1796 ging dieser Besitz der verschuldeten Adelsfamilie von Schwenke in die Versteigerung und kam dann einschließlich Kapelle konkret unter den Hammer. 1824 rekonstruierten die Fresenburger die Kapelle und erhielten somit ihrem Ort ein Schmuckstücken mit neugotischem Altar und ein Kruzifix aus dem 18. Jh.

Haren

alte Schifferstadt an der Ems mit rund 23.000 EW (2008),
- Schifffahrtsmuseum
- Mersmühle (1825)
- "Emslanddom" Sankt Martinus,
- Gut Düneburg (1823/50) - nach dem klassischen Vorbild westfälischer Wasserburgen erbauter Herrensitz, umgeben von stattliche Eichen und Linden, mit Gastronomie und kleiner Ferienhaussiedlung; schöne Geestlandschaft mit bewaldeten Dünen;
- Haus Landegge - nördlich in einem weiten Auenbogen der Ems gelegen ist eine barocke Anlage zum Wohnen und Arbeiten, eine gediegene Mischung aus bescheidenem Bauernhof und Vorzeigeschloss mit deutlich niederländischem Einfluss.
- Schloss Dankern - westlich, Wasserburg, Ferienhaus und ein Abenteuerparadies
Tinner Loh - östlich von Haren, von Mischwald geprägtes Naturschutzgebiet mit besonders vielen alten Buchen und Eichen
Bourtanger Moor - es lehnt sich beidseits der Grenze zur Niederlande. Der Veenpark (Fehnpark) bei Barger-Compascuum hat gewaltige Dimensionen. Hier kann man selbst Torf stechen oder nach Moorleichen suchen - im Museum.

Heede

Wer 1000 Jahre Zeit hat, kann sich an den dicken Stamm (Umfang 15 m) von "Heer Lindenbaum" lehnen und auf eine weitere Marienerscheinung warten. Wen man ihn lässt.

Haselünne

mit berühmten Korn- und Hansemarkt

Hüven

einzigartig in Europa ist die Wind- und Wassermühle in Huven: Damit auch bei Wassermangel gemahlen werden konnte, wurde auf die im Jahr 1532 erbaute Wassermühle auf festem Fundament aus mächtigen Findlingen des Hümmling1850 gekonnt eine Windmühle aufgesetzt.
Die tonnenschweren Granitblöcke türmen sie sich an der Straße in Richtung Berßen zu einer 10 km langen Grabstätten.

Langen

Städtchen mit rund 18.500 EW (2009) mit permanentem Wachstum. Seltsam positiv.

Neubörger

Im Freilichtmuseum des Ortes lässt sich die Siedlungsgeschichte Neubörgers gut nachvollziehen. Im Straßenverhältnis 1:2 sind hier die wichtigsten Gebäude nachgebaut, z. B. die so genannte Klutenhütte, ein sehr schlichter Bau aus Sudden und Heide, in der die ersten Siedler vor 2000 Jahren lebten. Dagegen erscheint Schuttes Hus, das erste Backsteinhaus Neubörgers, geradezu luxuriös.

Papenburg

Kanal- und Seehafenstadt an der schmalen Ems mit ca. 34.000 EW (2001), älteste Fehnkolonie;
bedeutend:
- Meyer-Werft mit größten überdachten Trockendock der Welt
- Brigg Friederike (Museum), Museumsschiffe
- Van-Velen-Anlage - Moorkultur und Wasserwirtschaft im Emsland
Aschendorf - Gutshaus Altenkamp, einst Sitz des Drosten (adeliger Verwalter)
event: Blumenschau in Papenburg.

Rhede

alter Schifferort am einstigen Überschwemmungsgebiet der Ems nahe der A31. Statt Golfhaus gibt es hier ein Gulfhaus.
Wehrkirche St. Nikolaus (15. Jh.), Gotik
Neurhede
An einem Ausflug ins Nachbarland kommt in der deutsch-niederländischen Grenzregion niemand vorbei. Heute ist das in den meisten Fällen ein Vergnügen und mit keinerlei Gefahren verbunden - doch war dies nicht immer so! Mancher Wanderer fand in früheren Zeiten beim illegalen Grenzübertritt im unwegsamen und für den Ortsunkundigen tückischen Moor den Tod. An eine solche Tragödie, die sich im 18.Jh., ereignete, erinnert ein Steinkreuz am Ortsausgang von Neurhede. Die Gedenkstätte errichteten die Bürger Neurhedes von dem Geld, das der aus dem Moor geborgene Tote bei sich trug.
Borsum: 853 erstmals als brussina" erwähnte Ort liegt auf einer Sanddüne und verwandelte sich früher mehrfach im Jahr in eine von den Fluten der Ems umspülte Insel. Bis in die 30er Jahre des 20. Jh. gab es während der Hochwasserphasen keine Verbindung zu den Nachbargemeinden. Doch gerade diesem Umstand verdanken die Borsumer - Glück im Unglück -, dass ihre kleine Bauernsiedlung den dörflichen Charakter seit Jh.en nahezu unverändert bewahrte. Von Bosum aus bieten sich Ausflüge und Wanderungen in die Borsumer Berge mit ihren Seen und Tümpeln an. Die malerische Landschaft ist ein Erbe aus dem Eiszeitalter, als sich gewaltige Gletscher von Norden her vorschoben und eine sanft gewellte Moränenlandschaft schufen.

Salzbergen

Rittergut Stovern - bezaubernd verklärende, bauliche Anlage.

Sögel

Ort auf dem Hämmerling, einem durch glaziale Gletscher geformten Höhenrücken mit äckern und Wiesen, Wäldern und Heideflächen, der von ausgedehnten Moorlandschaften umgeben ist
beachtlich:
klassizistische Amtshaus mit altem Amtsbrunnen
Jagdschloss Clemenswerth - ein im dichten Buchenwald verborgenes barockes Glanzstück mit acht Pavillons, die sich sternförmig um das zweigeschossige Hauptgebäude gruppieren, 1737/49 von Johann Conrad Schlaun für den Kurfürsten Clemens August von Köln erbaut, seinerzeit Fürstbischof von Münster und Landesherr des Emslandes. Hinter einer Rokoko-Kapelle und dem anschließenden Klosterbau ein Klostergarten.
Ausstellungen zur Kulturgeschichte des Emslandes, Keramikmuseum mit Töpferei
zugehörig:
Eisten

Surwold

waldreiches Erholungsgebiet mit Märchenwald, Waldlehrpfad, Waldmuseum, Waldschwimmbad, Wald-Sommerrodelbahn. und von einem 32m hohen Aussichtsturm kann man auf den Wald sehen.

Vrees

Dorf der 1000(?) Windkraft bremsenden Eichen mit dörflichem Teich und historischem Backhaus. Und frisches Brot?

Werlte

Ort auf dem Hümmling. Noch heute ist für die meisten Besucher des ehemaligen Benediktinerklosters das Holzrelief unter Silberfolie interessant, von dem sie sich die Vergebung aller Sünden erbeten. Unsündige Menschen - und es gibt sie doch! - dürfen die Anlage ganzheitlich und unter landschaftserbaulichen Aspekten betrachten und ins Musum im Verwaltergebäude gehen oder zur Kreutzmannsmühle.

Werpeloh

Attraktion ist das indonesisches Batak-Pfahlhaus mit hinduistischen Ornamenten, das 1978 zwischen rote Backsteinbauten in Hümmlingdorf errichtet wurde. Bauherr war ein vom Fernweh gepeinigter Pater Matthäus. In den Räumen wird die Missionsarbeit der Kapuziner in Indonesien dokumentiert. (Tel. 05952/1203).

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