Barßel
Gemeinde mit rund 12.400 EW /2005) auf 84,34 km²
1330 erstmals urkundlich erwähnt, grundherrenfreie bäuerliche Siedlung
mit Schafzucht und Fischereirecht und räuberischen Unternehmungen (1522)
rund um die Schnappenburg.
Nach 1538 konnten die Loher und Harkebrügger Nachbarn weiter ihre bäuerlich
Existenzen kultivieren, den Barßeler Bauern ab hatte man ihrer Existenzgrundlage
systematisch entzogen. Daehal kamen sie auf den beträchtlich lukrativeren
Torfhandel. Der rasch sich verdichtende Ortskern brannte immer wieder ab - 1638
(durch hessische Truppen), 1817, 1824 und 1825.
Ab 1760 wurde das Barßelermoor durch Bauern aus Barßel, Altenoythe und Holland
besiedelt, ab 1834 waren auch Flächen für Neubauern verfügbar
- Ortsteil Neuland entstand.
Auf den ehemaligen großen Loher Markenflächen wurden ab 1900 die Siedlungen
Loher Ostmark , Lohe und Carolinenhof geschaffen.
Nach dem 2. Weltkrieg kam es zur Neuansiedlungen und größeren Entwässerungsprojekten.
Die Soeste war ab 1957 eingedeicht, zuvor fast regelmäßig im Herbst und im Frühjahr
überschwemmtes tiefliegendes Land war reif für die Besiedelung.
sehenswert:
Angela von Barßel, eine 1896 gebaute Tjalk, transportiert heute kein Torf aus
den hiesigen Mooren zu den großen Städten und den Ziegeleien. könnte es
aber.
Elisabethfehn - 1857 entstand der Fehnkanal, der später nach Elisabeth
Pauline Alexandrine von Sachsen-Altenburg benannt wurde, die sonst nicht viel
mit Kanälen zu tun hatte. Sie war nur die Frau des regierenden Großherzogs
Nikolaus Friedrich Peter. Der Kanal mit seinen typischen sieben Klappbrücken
und vier handbetriebenen Schleusen ist der einzige noch voll schiffbare Fehnkanal
Deutschlands und einprägsames Event. Das Kanalwärterhaus (1896) und ein
typisches Fehnhaus, Moor- und Fehnmuseum, Moorlehrgarten, lebendes Hoch- und
Niedermoor, ein Buchweizenfeld, Bohlenwege, Torfgroßgeräte lassen etwas von
den Mühen vergangener Generationen ahnen.
Friesoythe
nördlichste Stadt im Oldenburger Münsterland mit rund 20.500 EW (2005)
auf 247,14km²
Garrel
Gemeinde mit 12.577 EW (2006) auf 113,23 km²
Löningen
Stadt und staatlich anerkannten Erholungsort mit rund 13.000 EW (2005)
auf 143,21 km² im Hasetal, umgeben von bäuerlicher Kulturlandschaft mit
verführerischen Radwegen.
erholsam:
Wellenfreibad und Wasserwandern auf der Hase, Flusskrebse streicheln, Kräuterführungen,
unwiederbringliche Wanderungen ins Hahnenmoor
St. Vitus-Kirche - Wahrzeichen, größte pfeilerlose Saalkirche Deutschlands.
Schutenmühle - Mitte 18. Jh. mit benachbartem Heimathaus.
Molbergen
stark angewachsene Gemeinde ohne "alte oder undynamische" Einwohner
in zentraler Lage des Oldenburger Münsterlandes mit den Ortsteilen Dwergte,
Ermke, Grönheim, Peheim, Resthausen und Stalförden.
Cloppenburg
Stadt mit rund 31.500 EW (2005) auf 70,62 km², gegründet vor 1297
als Burganlage des Grafen von Tecklensburg, der damit die von Lübeck nach
Brügge führende Flämische Handelsstraße zur Hansezeit kontrollierte.
Das Verwaltungszentrum wurde 1393 erobert, war ab 1400 Teil des Fürstbistums
Münster, erhielt 1435 Stadtrecht, blieb aber nach schweren Zeiten im 16.
und 17. Jh. nur Ackerbürgerstadt.
Unter Herrschaft der Oldenburger ab 1803 wurde Cloppenburg 1814 Amtsstadt.
1855 folgte der Anschluss von Krapendorf (Kirche vor 855).
Landwirtschaft und Gewerbe brachten um 1900 einen gewisser Aufschwung.
sehenswert:
Museumsdorf (1934) zur bäuerlichen Kultur Niedersachsens
weiter
im Kreis: Bösel Cappeln
Emstek Essen Lastrup
Lindern Löningen