abwechslungsreiche Landschaft mit Heideflächen, Mooren, Wäldern und Flüssen, dazu fast holländisch anmutende Städtchen und Dörfer mit spärlichem Informationsfluss

Georgsdorf

dem Moor abgetrotzte Gemeinde. Pionierarbeit leistete dabei der Holländer Dr. Johann Picardt, der neben kultivieren auch predigen und heilen konnte. 1663 hatte ihm Graf Ernst-Wilhelm zu Bentheim den Auftrag zur Kultivierung des wilden Moores erteilt. Entsprechend wurde auch der geschaffene Coevorden-Piccardie-Kanal benannt, der hier auf den Süd-Nord-Kanal trifft. spezial:
Pfannkuchen aus selbst angebauten Buchweizen, noch selbst in einer alten Mühle gemalen, noch immer gern selbst gegessen - ist einfach gesund.

Hoogstede

Ringsum Wallhecken und eine Dorfkirche, die bis 1819 etwa 16 km nördlich in Emlichheim stand.

Lage - keineswegs aussichtslos

Erst 1803 verlor der Ort am Flüsschen Dinkel seine politische Selbstständigkeit. Von der Macht der Burgherren erzählt die Ruine der Burg aus dem 16. Jh. im historischen Ortskern. Ganz in ihrer Nähe ließ sich einst ein Müller nieder, der auf der anderen Uferseite der Dinkel die Wassermühle errichtete. Der Fachwerkbau beherbergt heute eine Teestube. Nicht weit davon entfernt liegt ein 1686 nach holländischem Vorbild erbautes Herrenhaus mit restaurierten Gesindehäusern. Im nahe gelegenen Wald lohnt es sich, nach oben zu blicken, denn in den Wipfeln der mächtigen Bäume nisten Graureiher.

Neuenhaus

Denkbar, dass die Kerben im Portal der Kirche mit Löffeln aus dem Weichen Bentheimer Sandstein geritzt wurden, weil man dieses Pulver im Mittelalter als wirksames Gewürz gegen Krankheiten hielt. In der Veldhausener Mühle (aus Sandstein) wird noch an Smstag nachmittags Korn gemahlen (2002).

Osterwald

Seit 1904 wurde in der Grafschaft Erdöl gesucht, seit Ende des Zweiten Weltkriegs aus 900 m Tiefe gefördert. Die ölpumpen fallen alls nickende Jasager in der Landschaft auf und werden auf Luftaufnahmen zum Glück nur als solche gedeutet.

Uelsen

staatlich anerkannter Erholungsort am Rande der Itterbecker Heide, mit beheiztem Waldfreibad und Kopie des vermutlich ältesten Goldgefäßes Mitteleuropas, zu sehen im alten Rathaus - und wo ist das Original? Gefunden wurde es jedenfalls in Uelsen.

Wietmarschen

Das Gnadenbild Unserer lieben Frau von Sünte Marienrode, das 1220 geschaffen wurde, machte Wietmarschen zu einem bis heute bekannten Wallfahrtsort. Aus dem ganzen Bundesgebiet kommen Menschen ins ehemalige Benediktinerkloster, um vor der mit Silberfolie beschlagenen Holzplastik zu beten und Hilfe zu erbitten.
Das Verwaltergebäude ist heute ein Museum, im Stiftsdamenhaus befinden sich Altenwohnungen, das Gesindehaus wurde zum Café.

Wilsum

zwischen der Echtelerheide im Norden und der höher gelegenen Itterbecker Heide - Naturschutzgebiet - im Süden, wo verdächtig viele Schafe weiden. Diese sollen die Birken nieder halten und dafür sorgen, dass sich die Heide erneuert. Heideschnucken eben. Ab Mitte August blüht die Heide.


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