mit Seen, Moore, Heide, Dünen, Marsch und Geest - abwechslungsreicher als
die Flussniederung der Wümme vor den Toren Bremens ist kaum eine Landschaft
im Hinterland der Nordsee.
Und die Oste...?
Stadt mit rund 19.000 EW (2009)
Dorf nahe Wolfsgrund mit bemerkenswerter klassizistischer Kirche (1848) mit ungewöhnlich großen Fenstern und eleganten Emporen. Der verschieferte Glockenturm stammt von einem älteren Gotteshaus aus dem 17. Jh., auch die Kanzel wurde von dort übernommen.
Wahrzeichen des beschaulichen Geestdorfes ist die dem hl. Bartholomäus
geweihte Kirche. Der romanische, mindestens 800 Jahre alte Feldsteinbau beherrscht
mit seinem mehrfach gestuften Dach und dem hohen pyramidenförmigen Turmhelm
die Silhouette. Im Innern birgt das Gotteshaus ansehnliches rustikal barockes
Inventar aus der zweiten Hälfte des 17. Jh., darunter eine geschnitzte
Kanzel. In einer Ecke des Kirchhofs sind große Findlinge zu einem stilvollen
Ehrenmal für die Gefallenen der Weltkriege angeordnet. Vor fast 300.000
Jahren wurden die Granit- und Gneisblöcke von den Gletschern der Drenthe-Eiszeit,
die das gesamte Gebiet der Würnme-Niederung formten, aus Skandinavien nach
Norddeutschland verfrachtet.
wässrig:
etwa 5 km nördlich die Bullenseen. Die beiden Moorseen, der als Badesee
viel besuchte Große Bullensee und der ursprünglichere, von tückischem
Schwingrasen gesäumte Kleine Bullensee, sind wesentlich tiefer, als dies
für Seen in der Geest normalerweise üblich ist. Der größere
See ist bis über 11m tief; die Badelustigen spüren es am kalten Wasser,
das gelegentlich mit Strömungen aus der Tiefe an die Oberfläche steigt.
Möglicherweise stellen sie überbleibsel eiszeitlicher Seen dar, die
unter dem Gletschereis ausgewaschen wurden. Ein schmaler Waldstreifen trennt
die Bullenseen vom NSG Großes Moor, einem der letzten noch weitgehend
naturnahen Hochmoore Niedersachsens. In dem kaum zugänglichen Moorgebiet
brüten verschiedene bedrohte Vogelarten wie die Wiesenweihe oder der Große
Brachvogel.
Uraltes Dorf an der Wümme mit Heimathausgelände mit sehr unterschiedlichen
Fachwerkäusern und einer Sammlung von Volkstrachten (18./19.Jh.) und ältester
Blaudruckerei Norddeutschlands;
schlichte St. Lukas mit barocken inneren Werten.
In dem Dorf fallen die beiden historischen Speicher aus dem Jahr 1754 links der Durchgangsstraße kaum auf. Die Gebäude, die wie Miniaturausgaben von Fachwerkhäusern wirken, sind jedoch Kleinode der Fachwerkarchitektur mit ihren winzigen weißen Fenstern, dem nach allen Regeln der Handwerkskunst gezimmerten braunen Gebälk und den bunten Ziegelmustern in den Gefachen.
An der Durchgangsstraße kann man die beiden kleinen Fachwerkhäuseln mit ihren Minifenstern leicht übersehen, auch bei buntem Zeigelmuster. Es sind historische Speicher aus 1754 bestes Kunst-Hand-Werk.
Bei Spaziergängen durch die erikafarbene Landschaft des Heidegebiets sind Einheimische im Spätsommer fast unter sich, da man es außerhalb der Ahauser Geest kaum kennt. Auch wenn die Heideflächen deutlich kleiner sind als diejenigen der Lüneburger Heide, ist die Pflanzenwelt hier vielfältiger. Neben der auf trockenem Sand wachsenden Besenheide gedeihen in den feuchten Mulden auch Glockenheide und Wollgräser sowie dichte Eichen- und BuchenWälder am Everser Bach.
noch oder Lebste schon?
Kleinstadt in der Zevener Geest mit schönem Skulpturenpark, Kloster Zeven mit Klosterkirche St. Vitus (1150) mit eigenwillig barocker Haube (18. Jh.), städtische Galerie in Fachwerhaus (17. Jh.) mit sehenswert modernem Skulpturen- Park hinter dem Haus.