Jahrhundertelang waren Wind- und Wassermühlen fester Bestandteil des ländlichen Wirtschaftslebens, bis die maschinelle Kornverarbeitung den Mühlenbetrieb unrentabel machte. Mühlen des 12. bis 19. Jh. wurden im Kreis zu einer weiten Mühlenstraße zusammengereiht. In Aschwarden inmitten der Wesermarsch steht ein stattlicher, doppelstckiger Hollnder (1850). Im Dorf Meyenburg wurde bereits im 14.Jh. an den reichlich wasserfhrenden Quellbchen eine Wassermühle eingerichtet, die zusammen mit dem Mühlenteich altdörfliche Idylle vermittelt.
Kleinstadt an der Schwelle zu Bremen; Der ergab sich mit Gründung eines Zisterzienser-Nonnenklosters im Jahr 1232, das sich nach der weißen Lilie, dem Symbol der Jungfrau Maria, benannte. Erhalten ist von diesem Kloster im Tale nur noch die ehem. Klosterkirche, ein stattlicher Backsteinbau mit einem schönen Chorgiebel und einigen bemerkenswerten Stücken der ursprünglichen Ausstattung. Im Chor sind Wandmalereien des frühen 15. Jh. zu sehen. Hinter Lilienthal beginnt das Gebiet der Moorkolonien, die in der zweiten Hälfte des 18. Jh. unter Leitung des Moorkommissars Jürgen Christian Findorff angelegt wurden. Mit ihren schnurgeraden Hauptstraßen, die oft kilometerweit neben Kanälen verlaufen, gehören diese am Reißbrett geplanten Siedlungen zu den interessantesten Dorfformen Deutschlands.
Die griesen Grauen - so wegen ihres mit dunklen Eichenschindelung genannt - ist eine der wenigen noch betriebenen Mühlen im Kreis. Eine Besonderheit ist die Durchfahrt unter dem Mahlwerk. Be- und Entladen kann man so auch bei Regen.
Gemeinde mit rund 20.000 EW (2008)
hat die älteste Künstlerkolonie Deutschlands und allein im Ortskern über 40 Baudenkmale und Objekte;
auffällig:
expressionistischer Holz- und Backsteinbau (um 1925)
Weyerberg: die Käseglocke, ein hölzernen Kuppelbau mit kreisförmigen Grundriss