Kreis im saftigen Wendland

In der Jeetzelniederung herrschte bereits in der frühen Steinzeit reges Begängnis. Zu Beginn unserer Zeitrechnung siedelten hier Langobarden, später ließen sich hier ab 8. Jh. bis ins 12. Jh. Wenden aus dem ostslawischen Raum nieder. Daher die noch heute wirkende Bezeichnung als Wendland. Hier besteht ein in Deutschland einmaliges Rundlingsgebiet. Diese Rundlingsdörfer weisen Bauernhäuser in einheitlicher Fachwerkbauweise auf, die um einen zentralen Dorfplatz gruppiert sind. Im Idealfall wird die Runde durch nur eine einzige Zufahrt unterbrochen. Nach außen erweitern sich die Hofstellen (Hufen) keilförmig. Kirche, Schule, Gasthof liegen – sofern vorhanden – vor dem Dorf. In Lübeln wurde ein Rundling zum Freilichtmuseum ausgebaut.
Gehäuft findet man Rundlinge im Niederen Drawehn, z.B. in mit den Dörfern Schreyahn, Lübeln und Satemin.

Der Naturparks Elbufer-Drawehn bietet reine Luft und Ruhe. Der Drawehn ist ein teils bewaldet, teils landwirtschaftlich genutztes Hügelland, vom westlichen Kreisgebiet her ansteigend. Kolkrabe und Wiedehopf dohlen hier um die Wette. Die Natur erholt sich gemeinsam mit dem behutsamen Wanderer..

Bergen

Fremdenverkehrschwerpunkt

Clenze

Fremdenverkehr

Damnatz

Gartow

gepflegter Luftkurort mit 1.400 EW 2002; 20m ü.NN. in der Elbtalaue, Thermalbad,
barockes Schloss der Grafen Bernsdorff und barocke Kirche St. Georg nahe am 2km langen See, Wassersport, Campingplatz
Gewerbestandort
event: Schlosskonzerte, Seefest

Göhrde

Örtchen, benannt nach dem dichten Waldgebiet, in die es seine wenigen Gebäude versteckt. Einst beliebtes Jagdrevier der Fürsten, Könige und Kaiser, woran das ehemalige Jagdschloss erinnert. Es war einst der größte und stilvollste Barockbau im Herzogtum Lüneburg, mit mehreren Nebengebäuden, in denen große Jagdgesellschaften untergebracht werden konnten, sowie verschiedenen Forsthäusern. Eines beherbergt jetzt ein kleines Waldmuseum mit Greifvogelgehege, das einen interessanten Einblick in die Geschichte der Jagd und der Waldnutzung in der Göhrde vermittelt.
Bei Drethem mündet die Route auf die Elbuferstraße ein. Bei der Baumgruppe etwa 200m hinter dem Ortsausgang liegt einer jener rätselhaften Schälchensteine versteckt, ein Findling, in den wahrscheinlich während der Bronzezeit walnuss- bis pflaumengroße Vertiefungen gebohrt worden sind.

Gorleben

Nicht jeder und schon gar nicht jeder Gorlebenern wird der vor Jahren ergangenen Verlautbarung folgen, die da in etwa lautete:
Zur nuklearen Entsorgung erfüllt die Region eine wichtige nationale Aufgabe, durch die auch neue qualifizierte Arbeitsplätze entstanden sind. In einem Zwischenlager werden leichtradioaktive Abfällen aus den verschiedensten nuklearen Anwendungsbereichen in abgeteuften Salzstock-Schächten großer Mächtigkeit idarauf hin geprüft, ob es auch für die Endlagerung von radioaktiven Abfällen geeignet ist. - Zwischenlager? Prüfung? Schlussfolgerung? Wer profitiert davon nichts wissen zu wollen?

Neu Darchau

Der Kniepenberg (86m) direkt an der starken Hangkante der Elbe bei Drethem, versehen mit Aussichtsturm: Hier kann man bis nach Mecklenburg schauen und auf die Klötzie, dieses von tiefen Kerbtälern zerfurchte Steilufer der Elbtalaue zwischen Drethem und Hitzacker. Eine Achterbahnfahrt entlang der Elbuferstraße mit rasanten Kurven, Steigungs- und Gefällstrecken ist "geil", weil man selbst lenken darf und muss.

Lemgow

Zwölf Dörfer gibt es im Lemgow, der flachen, von feuchten Niederungen umgebenen Geestinsel im Südosten des Wendlands. Meist besitzen sie nur eine kleine Kapelle; die Hauptkirche der Lemgowdörfer steht einsam und allein inmitten der Feldmark.
Lemgow-Predöhl

Trebel

Dorf im Wendland mit über 1.000 EW (2005) auf 66,31 km² und stattlicher Feldsteinkirche, fast 20 m breit, aus bunten Findlingen gemauert, innen prächtige Barockorgel;
Nemitzer Heide:
erst nach großen Waldbrand von 1975 entstanden, inzwischen zum beliebtes Ausflugsziel entwickelt. Schlingnatter, Steinschmätzer und Schwarzkehlchen fühlen sich hier wohl wie in uraltem Heidegebiet.
event: Heideblütenfest
Schloss Marienburg:
malerisch auf dem Bergkegel des Schulenburgs gelegene Schloss mit herrliche Aussicht, 1867 erbaut als Sommerresidenz und Geschenk Georg V. für seine Frau Marie.

Schnackenburg, Gewerbestandort

Schnega

hat rund 1.400 EW (2007) auf einer Fläche von 53,96 km² in 38m ü. NN.

Watz

Woltersdorf

Wustrow

Ist vielleicht der schon lange gesuchte Gewerbestandort?

Zernien

Fremdenverkehr - sieh mal einer an!
im OT Riebrau an der Göhrde Fachwerkkirche (Heidekirche)
weiter zugehörig:
Bellahn, Braasche, Breese an der Göhrde, Fließau, Glieneitz, Gülden, Keddien, Middefeitz, Mützingen, Prepow, Reddien, Redemoißel, Riebrau, Sellien, Spranz, Timmeitz, Zernien

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