dazu das prägnante Wurster Watt in der Wesermündung und die Wurster Heide, wo manches Dorf vom Meer verschlungen wurde. Der Ochsenturm am Weserdeich nördlich Bremerhaven verweist auf das einstige Lebstedt.
Samtgemeinde mit 5.207 EW (2002) auf 43,17 km², ziemlich tief gelegen in einer schönen und weitläufigen Landschaft des norddeutschen Küstenraumes mit Wäldern, Seen und Mooren;Der Stammsitz der Herren von Bederkesa ist am nördlichen Seeufer in
Holzurburg zu vermuten, wo es noch einen mit Wällen und Gräben umsäumten
Platz gibt. Erste Erwähnung finden die Bederkesa 1159 in einer erzbischöflichen
Urkunde. Im 13. Jh. gründen Herren von Bederkesa die hiesige Kirche.
Zu Burg und Kirche dürfte sich bald eine größere stadtähnlichen
Straßensiedlung gebildet haben, geprägt durch Handwerk und Landwirtschaft
- ein "Flecken". Mit Arndt von Bederkesa stirbt 1499 das stark verarmte Geschlecht
aus. Schon zuvor (1421) wurde die Stadt Bremen Besitzer von Amt und Burg.
Bremen gewährte dem Ort wichtige Privilegien, die einen raschen Aufschwung
von Handel und Gewerbe und zunehmenden Wohlstand im 16. Jh. förderten
- Braurecht, Schankrecht, Gewerberechte, Marktrecht und schließlich
die Gerichtshoheit - 1602 wurde der Roland im Burghof errichten.
Vom Dreißigjährigen Krieg blieb Bederkesa relativ unbehelligt.
Mit dem Westfälischen Frieden (1648 ) wurde das bisherige Erzbistum Bremen
schwedisch. Amt Bederkesa wurde 1661 an General Feldmarschalls Graf Hans-Christoph
von Königsmark verpfändet und kam so in den Genuss der berühmten
Enkelin Aurora (?). Zu Beginn des 18ten Jh. verlor Schweden unter Karl d.
12. im Nordischen Krieg seine europäische Großmachtstellung.
1720 erwarb das Kurfürstentum Hannover die Herzogtümer Bremen und
Verden von Schweden. Danach unter den Preußen wurde der Amtssitz verlegt
und um Bederkesa wurde es ruhig.
Ein Hauptmann Böse, der mit einer eigenen Einheit gegen Napoleon gekämpft
hatte, wurde zum Volkshelden, als er im Brunnenholz seinen Wohnsitz nahm und
den Hadelner Kanal initiierte: bis dahin wurde das reichlich unter dem Meeresspiegel
liegende Land stetig überflutet.
1876 erhielt Bederkesa ein königliches Lehrerseminar am Brunnenhol, das
seit 1927 Internatsgymnasium ist.
sehenswert:
Burg Bederkesa, der Roland, der Bederkesaer See und Kanal, der Kurpark, die
Windmühle, die Moortherme.
Gemeinde mit 3.500 EW (2004) mit Ortsteil Neufeld (Hafen), gelegen zwischen Bremerhaven und Cuxhaven
Dorf im Zentrum einer kleinen Seenplatte mit Flögelner, Dahlemer und Halemer See und dem Ahlenmoor - die Natur arbeiten sehen und zuschauen; imposant steinzeitlicher Steingrab-Hügel
in der Wesermünder Geest am Königsmoor, Burg (16.Jh.), Windmühle, Kapelle mitspätgotischer Malerei und Ornamentik
aufstrebende Kleinstadt mit rund 8.900 EW auf rund 45 km² in einer
weitläufigen grünen Marschenlandschaft mit einem Juraaufschluss (Kreidesee).
Die schilfumrandete Oste schlängelt sich neckig durch die Ebene mit dem
hohen Himmel. Leben die Bürger nur vom Wassersport? Ja wenn man könnte.
Hemmoor ist eine Samtgemeinde
kleines Dorf mit Holländer Mühle (1857) zwischen flachem Marschland und hügeligeer Geest; Die romanische Kirche St. Pankratius (12. Jh.) wirkt bei betonter Schlichtheit umso imposanter
Hier fand 1524 die Entscheidungsschlacht zwischen Wurster Bauernschaft und den Bremer Erzbischöfen statt. Der Kirchhof auf einer 7m hohen Wurt ist wohl immer noch vom Blut getränkt. Natürlich nicht dem der Erzbischöfe.
Gemeinde mit 1265 EW (2004) auf 9,86 km² 2 m ü. NN., mit malerischem
Hafen an der Oste;
1404 erstmals erwähnt, als der Erzbischof Otto die Burg Neuhaus errichten
ließ. Während einer Flut brach hier 1717 der Ostedeich. 24 Personen
und mehrere tausend Stück Vieh um.
Ferienpark mit Wasserskianlage und eine Bootswerft. Hier verläuft diei
2004 eröffneten touristischen Deutschen Fährstraße.
Der Sea-Airport Cuxhaven/Nordholz wurde am 01. März 2002 eröffnet. Von hier finden neben Frachtflügen auch Ferienflüge in wechselnde Urlaubsgebiete statt. In unmittelbarer Nähe des Flughafens stehen zur Zeit 16,5 ha vollerschlossene Bauflächen (Industriegebiet) für Gewerbeansiedlungen zur Verfügung. Weitere Flächen, auch für die Erweiterung des Flughafens, sind vorgesehen und im gültigen Flächennutzungsplan bereits ausgewiesen.
Fährdorf an der Oste mit Schwebefähre (1909, seit 1974 stillgelegt),
Weithin sichtbar ist der Turm der Dorfkirche, der besonders durch seinen gedrehten Helm auffällt. Im Kirchenschiff sind Wandmalereien aus dem 15. Jh. erhalten. Besonders auffällig aber sind die reich verzierten Grabsteine auf dem umliegenden Kirchhof, die vom Reichtum einstiger Marschbauern zeugen. Gleich hinter dem Badestrand, an dem auch die Fähre ablegt, steht ein historischer Leuchtturm.
Kleinstadt mit 6.800 EW (1999), an der Elbemündung am Flüsschen
Medem;
Die erste urkundliche Erwähnung Otterndorfs stammt aus dem Jahre 1261,
als Godefridus, plebanus (Pfarrer) in Otterentorpe in einer Urkunde vorkommt.
Otterndorf war der Hauptort des Landes Hadeln. Im Jahre 1400 erhielt es von
seinem Landesherrn, dem Herzog von Sachsen-Lauenburg, die Stadtrechte verliehen;
sehenswert:
Altstadt mit viel Fachwerk;
Hadeln - St. Severi, nicht zu übersehender, so genannte Bauerndom, mit
seinen ältesten Teilen aus 12. Jh., älteste Glocke aus 1450. Ein älterer,
runder Kirchturm wurde 1556 abgerissen, auch dessen Nachfolgeturm 1804 wegen
Baufälligkeit. Der heutige Turm stammt aus dem Jahr 1807 und 1876 erhielt
er einen 48 m hohen Turmhelm.
bewaldete Kuppe im fruchtbaren Marschland mit gepfegtem Luftkurort Dobrock (74m)
und berühmten Babyzoo. Im Süden wandert der Balkensee vorbei - bei
geeignetem Standort und etwas Zeit kann man es deutlich sehen.
gut besuchter Badeort, in dem die Krabbenkutter bis auf die Hauptstraße schippern. Ein interessantes Schiffsmodel kann man in der Kirche Sankt Willehadi (frühes 13.Jh.) zu bestaunen, aber auch faszinierend bemalte Holzdecke und weiteres.
Stadt mit rund 7.000 EW (2007) auf 33,54 km² in 2m ü.NN.
Die im 11. Jh. aus einem Fischer- und Handelsplatz an der Elbmündung hervorgegangene Wurtsiedlung erhielt 1400 Stadtrechte.
Der historische mittelalterliche Stadtkern wird von Bürgerhäusern des 16./19. Jh. geprägt.