sagenumwobenes Harzland

Südlich Goslar erhebt sich der Harz, Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge. Es reicht bis nach Sachsen-Anhalt.

Altenau

heilklimatischer Kurort nahe der Okertalsperre mit Flanierneile

Bad Harzburg

Die klimatisch geschützte Lage am Nordrand des Harzes mit submontanem Reizklima und sieben Heilquellen waren förderlich für die Entwicklung zum Staatlich anerkannten Heilbade und Heilklimatischen Kurort. Zu den im Harz einzigartigen Einrichtungen gehören die große Sole-Therme mit eigener Schwefel-Sole-Quelle, die historische Wandelhalle im Badepark mit dem Heilbrunnen-Ausschank, das neue Kurzentrum, die für den Staatshaushalt wichtige Spielbank, die Großkabinen-Seilbahn zum Burgberg, der herrlich gelegene Golfplatz, das Vollblut-Gestüt mit seinen wunderschönen Gestütswiesen und Deutschlands schönste Natur-Galopprennbahn. Das sollte auch genug sein für die Reichen und Schönen.
Wellness für Normalos bietet die landschaftliche Umgebung. Auf den Burgberg - mit der Harzburg? - kann man mit der Bergbahn schweben, um sich einen verwirrenden überblick über ein urwüchsiges Wandergebiet zwischen Harzvorland und Hochharz zu verschaffen. Wanderwege führen im Natur- und Nationalpark durch eine abwechslungsreiche Gebirgslandschaft. Im Winter führt eine Loipe vom Molkenhaus zum Torfhaus hoch, wo auch alpine(?) Skihänge mit Lift sowie ein weitläufiges Loipensystem zu finden sind.

Braunlage

heilklimatischer Kur- und Wintersportort im Oberharz mit rund 5.500 EW (2003) auf einer Höhe zwischen 600 und 971 m
Für 1227 ist erstmals eine Eisenhütte "casa di brunla" (Haus im braunen Wald) beurkundet, die später auch für den Ort namentlich wurde. Auch im 13. Jh. stand bereits eine Taufkapelle im Süden des Ortes. Vorrangig wurde Bergbau betrieben, hauptsächlich Blei, Kupfer und Zink abgebaut und auch verhüttet. So fanden auch die Urgrosseltern vom Köhlerliesel genug Arbeit, wofür aber Holzfäller viel urharzer Wald opferten. Natürlich gab es auch immer Land- und Viehwirtschaft. 1836 wurde eine Glashütte eröffnet, die auch Arbeitskräfte aus anderen Regionen Deutschlands heran zog.
Um 1900 fand dann eine Entwicklung zum Kur- und Tourismusbetrieb statt. Die für norddeutsche Verhältnisse höhenbedingt günstigen Wintersportmöglichkeiten rechtfertigten die Anlage von Leupen und Pisten, einer Eissporthalle sowie einer Skischanze auf dem Wurmberg.
1934 wurde Braunlage Stadt, war nach 1945 bis 1971(?) gar Kreisstadt.

Clausthal-Zellerfeld

Universitätsstadt mit rund 15.000EW (2007) im Harz mit langer Bergbautradition. Die einst für den Antrieb der Entwässerungspumpen und Wasserräder in den nahen Bergwerken angelegten wohl 70 Seen und Teiche bilden heute das rechte Umfeld für den Kur- und Wintersportort. Dazu schöne Fachwerkhäuser, eine Fratzenapotheke (1674) und die größte Holzkirche Deutschlands.
Zellerfeld - windige Bergstadt auf der Oberharzer Hochfläche mit historischem Stadtkern; Stadtrecht und Bergfreiheit 1532, nach Stadtbrand 1672 über schachbrettartigem Grundriss wiederaufgebaut, Münzhof, ehem. Bergmannshäuser mit Beschlag überwiegend 1672 - 19. Jh., im Randbereich auch älter.
Clausthal - unbefestigte Bergstadt mit Bergrechten 1556
Ab 1636 Sitz des Oberbergamtes und seit 1775 der Bergakademie heute Rathaus, Marktkirche, ehem. Münze, ehem. Zechenhäuser, geschlossener Bestand an ehem. Bergmannshäusern des 17.-19. Jh.,
versammelt:
Mineraliensammlung im Dietzelhaus (am Arkteich), Bergwerksmuseum
alljährlich:
im Februar internationales Schlittenhunderennen
sagenhaft:
Arbeitgeber hatten bereits im Mittelalter ihre Videoüberwachung, hier "Erznase" genannt. Mit ihrer Hilfe entlarvte man Leistungsschwache. Dass Fleißige belohnt würden, ist allerdings eine alte Sage.TU Clausthal

Hahausen

Eventuell nach dem lächerlichen Hauptfeldwebel Haupt - Kosename: HaHa - benannt

Sankt Andreasberg - höchst imposant

Bergstadt mit rund 2.000 EW (2007) auf 9,85 km² in 580m bis 900m ü.NN. im Oberharz;
heilklimatischer Kurort für ambulante Badekuren und Naturheilverfahren.
1487 wurde schon am "sanct andrews berge" privat nach Erzen geschürft. Der heilige Andreas war der Schutzpatron der Mansfelder Bergleute. Interesse und Unterstützung für den Bergbau zwischen Sieber und Oder gab es erst durch die Grafen, als Silberfunde genug Gewinn versprachen. 1521 wurde eine Bergfreiheit nach sächsischem Vorbild erlassen, die Bergleuten weitgehende Vergünstigungen einräumte, wenn sie sich für den Job vor Ort entschlossen. In Zeiten vorherrschender Leibeigenschaft war es schon ein Privileg auf dem Berg frei zu sein. Einige Bergleute kamen aus St. Joachimsthal (Jachymov), wo der Bergbau gerade in einer Krise steckte. Richtig los ging die Harzreise erst 1527 nach einer weiteren Bergfreiheit, die diesmal meist Bergleute aus dem Erzgebirge anlockte, die bis heute für seltsame Lautverschiebung besonders in den 6 Bergstädten des Harzes sorgten. Der Silberrausch brachte Scharen von Menschen in die rauhe Harzwildnis, auch zweifelhafte Glücksritter. Es ging bald zu wie im Wilden Westen.
Mit dem Erlass einer Bergordnung (1528) und Einrichtung eines Bergamtes kam Ordnung auf den Berg. Auch ließ der Landesherr eine Siedlung anlegen, um die täglichen Anfahrwege seiner freien Mitarbeiter kurz zu halten. Die Siedlung wuchs rasch, kletterte verwegen und modern auf die angrenzenden steilen Hänge und erhielt 1537 Stadtrechte verliehen. 1570 wohnten fast 8.000 Menschen in der unbefestigte Bergstadt, weit mehr als heute.
historischer Stadtkern:
Der ältere Siedlungskern wurde im 16. und 18. Jh. mehrfach erweitert. Geblieben sind die recht parallelen steilen Straßen mit vielen ehemaligen Bergmanns-, Bürger- und Zechenhäusern des 17.-19. Jh., bunte Holzhäuser und viel ursprünglicher Charme.
Wandern, vielfältige Sportmöglichkeiten, Hautnahe Infos zum Silberbergbau, Urwald-Visionen und wieder Natur im Naturpark.

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