Gliederung: Kraj (Bezirke)
einige Städte:
Praha (Prag), Hauptstadt
Brno (Brünn)
Ostrava (Ostrau)
Plzen (Pilsen)
Olomouc (Ölmütz)
Hradec Kralove (Königgrätz)
Padubice (Pardubitz)
Ceske Bedejovice (Budweis)
Liberec (Reichenberg)
Usti nad Labem (Aussig)
Cheb (Eger)
Karlovy Vary (Karlsbad)
Fläche 78.866 km²
rund 10,273 Mio EW (2000)
Hauptstadt: Prag
Landessprache: Tschechisch (Westslawisch)
natürlich
Höchste Erhebung ist das Riesengebirge (Krkonose) mit der Snezka (1602 m). Die wichtigsten Flüsse sind die Moldau (Vltava) mit 433 km, Elbe (Labe, 357 km) und Oder (Odra, 136 km). Elbe, Moldau und Donau haben für die Schifffahrt eine große Bedeutung.
künstliche Stauseen:
Der Lipno See (1960) ist mit rund 50 km Länge und bis zu 4 km Breite größtes tschechisches Binnengewässer, eingebettet in die sanfte Berglandschaft südlichen Böhmerwaldes in rund 800 m ü.NN.
Berühmt ist auch der Mácha-See (Máchovo jezero, bereits 1272 angelegt) und Rozkoš, das "Ostböhmische Meer" ...
Das Klima trägt Übergangscharakter von maritimen Einflüssen mit mässigen Temperaturschwankungen bis zu kontinentalen Einflüssen mit härterem Winter und heißen Sommern.
viele sehenswerte Orte, z.B.
Usti nad Labem
Stadt mit rund 100.000 EW in einzigartige Szenerie um das Elbtal. Hier berühren sich die unterschiedlichen Reliefs aus böhmischem Mittelgebirge, Nordböhmischen Becken, Erzgebirge und Elbsandsteingebirge, gehen fast nahtlos ineinander über: mächtigen Felsen, tiefe Schluchten, Wasserfälle, romantische Burgen.
Als Handels- und Zollsiedlung am Zusammenfluss von Elbe und Biela gegründet, wurde Usti 1056 erstmals in der Stiftungsurkunde des Leitmeritzer Kapitels genannt. Unter König Vclav I. (um 1249) wurde sie in den Status einer Königlichen Stadt erhoben. Bekannt wurde Usti vor allem durch den Weinbau und als Geburtsort des in Europa berühmten Malers Anton Raphael Mengs (1728-1779).
Die günstige Verkehrslage - Wasser, Bahn, Straße - prägte das Leben der Stadt. Es entwickelten sich recht unterschiedlicher Stadtteile, ländliche oder eher industriell geprägte, auch großstädtische. Die Industrie der Stadt war im 20. Jh. von der Braunkohleförderung, der Chemie-, Glas- und Textilproduktion geprägt. Bigotterie ist angesagt.
Es war vor allem die steigende Kohlegewinnung, die in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg den Ausbau der Verkehrswege vor allem des Elbe-Schiffverkehrs erforderte. Diese Entwicklung ebenso wie der dringliche Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg führten zur Vernachlässigung historischer Gebäude, auch zum Abriss vieler Kulturdenkämler.
Karlovy Vary (Karlsbad)
rund 56.000 EW (1999), bedeutendster Kurort des Landes, Bad (13 Thermalquellen). 1604 und 1759 vernichtende Stadtbrände, daher im Kurviertel entlang Tepla (die hier in die Eger mündet) vorwiegende viel historiesierende Architektur, allerding gelungen miteinander verbunden und somit zu Recht unter Denkmalschutz gestellt. Die Liste berühmter Kurgäste ist lang. Sehenswert sind die Moser-Glasbläserei, die sich am Stadtrand befindet, und die Brezova-Porzellanfabrik (Museum). Besorgt man sich einen Keramikbecher und begibt sich an eine der Quellen, kann man sich rasch und preiswert einen echten Becherovka einlassen.
Marianske Lazne, Frantiskovy Lazne und Lazne Jachymov (Joachimsthal) sind weitere Kurstädte dieser Region.
Cheb (Eger) - mittelalterlichen Marktplatz mit Roland und Stadthaus
(Museum), in dem 1634 Albrecht von Waldstein ermordert wurde; mittelalterliche
Befestigungsanlage.
riesiger vietnamesisch dominierter Markt - aufpassen: Wer ausgerechnet hier böhmische Küche genießen will ist völlig fehl am Platze, denn hier ist fast alles nur kopiert.
Tabor - einst Hochburg der Hussiten
Burg Kost im Ostböhmischen Bezirk
Obwohl sie auf einem Felsen steht, ist sie doch in der Landschaft des böhmischen Paradieses nordöstlich von Mlada Boleslav bezaubernd versteckt und von majestätischen Schönheit.
Über die Entstehung der Burg gibt es verschiedene Ansichten. Sie wurde auf einem Sandsteinblock im Tal des Baches Planknek erbaut. Der Kern, wie er heute erhalten blieb, wurde wahrscheinlich Ende 14. Jh. von Petr von Vartemberk aufgebaut. Er gab der Burg auch den Namen Kost (zu deutsch: Knochen): Sie sollte so fest wie ein Knochen sein! Das Bauwerk überstand auch alle Anstürme, Belagerungen, Verheerungen und Wechsel seiner Besitzer. Nach beträchtlichen Erweiterungen im 16. Jh. begann die Burg allmählich zu verfallen, wurde ab 1950 wieder saniert.
Prager Dombauhütte - sie bestach seit 1344 unter Matthias von Arras,
später besonders mit P. Parler durch gekonnte Wölbetechniken und
dekorativ figürliche Plastik
Böhmischer Barock (Dientzenhofer, Peter J. Brandl)
literarisch:
Karel Capek "Krieg der Molche", sehr pikant menschlich, ein hypermodernes
SF
Jaroslav Hasek "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk", letzte
Hoffnung für Pazifisten
Franz Kafka - ein deutscher Jude, mit dem man in Prag unbedingt Kaffee trinken sollte.
malerisch:
A. Mucha - brillierte durch seine in Paris geschaffenen Jugendstilwerke -
progressiv³ !
"Gruppe der Acht" in Prag (Kubismus)
1918 Zerfall der Donaumonarchie, Ausrufung der Tschechoslowakischen Republik, gebildet aus Böhmen, Mähren, Teilen von österreichisch Schlesien, dem Hultschiner Ländchen, der Slowakei und der Karpato-Ukraine. Danach Besetzung der sudetendeutschen Gebiete
1938 Münchener Abkommen: Angliederung der Grenzgebiete Böhmens, Mährens an Deutschland
1939 - Völlige Okkupation von Böhmen und Mähren.
1945, 5. Mai - Aufstand des tschechischen Volkes.
1945, 9. Mai - Befreiung der Tschechoslowakei durch die Sowjetarmee.
1948 kommunistische Machtübernahme unter Klement Gottwald, KPTsch
1960 neue Verfassung, Staatsbezeichnung CSSR (Tschechoslowalkische Sozialistische
Rep.)
1968, 21. Aug. - Einmarsch von 5 verbündeten Armeen zur Sicherung des
etablierten Systems
1989 Ablösung des bisherigen kommunistischen Systems
1992 Aufhebung der zweistaatlichen Förderation aus Tschechien und der
Slowakei

Der Spitzberg in Bozi Dar (Gottesgab) ist mit 1.115 m .NN. höchste Basaltkuppe Mitteleuropas.

Oblati Oblata - das ist cracy in Karlovy Vary.
In die munter historisierende Architektur des Kurbades ordnet sich das älteste
Haus Petr (1706-09) ganz ungezwungen ein.
