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Fläche 41.526 km²
rund 15,919 Mio EW (2000);
Hauptstadt: Amsterdam, Regierungssitz: Den Haag
sprachlich:
Niederländisch, Friesisch - zwei niederdeutsche Mundarten (niederfränkisch,
niedersächsisch), im Mittelalter dietsch, duitsch oder duytsch (vergleiche
engl. dutch) benannt. Die niederländische Hochsprache hat sich aus der niederfränkischen
Mundart entwickelt. Sie ist Amts- und Schulsprache im gesamten Land.
Tulpen, Holzschuhe, Käse, Windmühlen - fast schon touristische Klischees, den die Wirklichkeit ist weit interessanter. Ein Besuch des freundlichen Nachbarn lohnt sich
natürlich:
Nur im südlichen Zipfel (Limburg) etwas hügelig, sonst auffällig flach, vorwiegend Marschland, Moore und Geeste. Allein der Name Niederlande verrät viel von der besonderen Situation: Rund als ein Drittel des Landes liegt unterhalb des Meeresspiegels. Ständig muss der Boden entwässert werden. Bereits im späten 14. Jh. setzte man zur Entwässerung windbetriebene Pumpen ein. Inzwischen wurden ganze Windparks auf eingedeichtem Land (polder) errichtet, deren erzeugte Energie vielfältig genutzt wird.
Das Meer und auch die Mündungsgebiete von Rhein, Maas und Scheide in Landesmitte bedrohten das Land durch Sturmflut und Hochwasser permanent. Bei der größten Flutkatastrophe entstand die Zuidersee, das heutige Ijsselmeer. 1932 begann man das Ijsselmeer mit einem 30 km langen Deich von der Nordsee abzuriegeln. Aus dem Meerwasser wurde nach und nach Süwasser, das zur Trinkwasserversorgung genutzt wird. Außerdem schuf man ausgedehnte Polder mit fruchtbarem Marschland, intensiv als Ackerland genutzt.
Nachdem 1953 eine verheerende Sturmflut in Zeeland und Südholland 1.835 Opfer
gefordert hatte, realisierte man systematisch den Deltaplan zur Deicherhöhungen
und Verschluss von Meerarmen. Seit 1987 ist das Delta von Rhein, Maas und
Schelde entsprechend gesichert. Schleusen ermöglichen den Schiffsverkehr.
bedankt:
Stichting Trap'n dak, Initiative 1993 Elst-Amerongen, Fahrradhändler, Sparta, Renault und sportlich engagierter Leute - dafür wurde auch echt trainiert.
empfehlenswert:
Emsland:
Bourtanger Moor - es lehnt sich beidseits der Grenze zur Niederlande. Der
Veenpark (Fehnpark) bei Barger-Compascuum hat gewaltige Dimensionen. Hier
kann man selbst Torf stechen - oder nach Moorleichen suchen, im Museum. Sonntags
fährt auch eine Lok durch das weitläufige Gelände.
Stadt mit rund 90.000 EW (2002) im Gelderland nahe der Grenze. Durch ihre Flulage (an der Maas) konnte Venlo sich zu einem blhenden Handelszentrum entwickeln. 1343 wurden Venlo die Stadtrechte verliehen. Die Stadt blickt auf eine reiche Geschichte zurück. Trotz der zahlreichen Kriege ist viel Historisches erhalten geblieben, wunderschön zum Bummeln und Erkunden.
Landgoed t Loo in Oldebroek de noordelijkste gemeente van de Veluwe
Maastricht
Stadt an der Maas mit rund 22.000 EW (2002), Hauptstadt der Provinz Limburg,
älteste und südlichste Stadt mit dem ältesten Markt (15.Jh.)
des Landes. An diesem besonders mittwochs und freitags umwimmelten Marktplatz
im alten Stokstraat Kwartier trift man unweigerlich auf das Mooswief (Gemüsefrau)
Rathaus (1664 beendet, barock) aus grauem Sandstein, ehemals geteilt und als
Lütticher und Brabanter Residenz genutzt;
St. Pietersberg mit berühmten Mergelgrotten
Dordrecht - war im 14. Jh. wohl wichtigste Stadt in den niederen Landen, zählte rund 120.000 EW (2002)
Amsterdam
eine dynamische Stadt, durch seine Lage am Wasser trditionelle Kaufmannsstadt
und eine Stadt kurzen Wege. Viele Attraktionen, Sehenswürdigkeiten sind nur
einen Steinwurf von einander entfernt. Dicht gedrängt auch die vielen
Geschfte, Galerien, Antiquittenlden, Boutiquen und Märkte. Man muss ja
nicht gleich das Gras wachsen hren. Die großen Kaufhäuser und Boutiquen in
der Kalverstraat, Leidsestraat und P. C. Hofstraat faszinieren ebenso wie
die modi- schen kleinen Lden. Amsterdam ein wichtiges internationales Zentrum
für den Kunsthandel - zwei Auktionshäusern und hunderte Galerien und Antiquariaten
sind im Grachtengrötel aus dem 17. Jh. um die Spiegelstraat im so genannte
Spiegelkwartier zu entdecken. Galerien junger Künstlern finden sich vor allem
im Jordaan - dem ehemaligen Arbeiter- und jetzigen Trendviertel - und rund
um die Handsgracht.
augenfällig: Viele kleine Läden - auf holländisch liebevoll "Winkels"
genannt - sind auf nur ein Produkt spezialisiert: Kaffee oder Bonbons oder
Flugzeugmodelle oder ausschlielich Zahnbürsten - ein Sammelsurium verrückter
Geschfte.
26 Märkte (2004) sorgen für Vielfalt und lockeren Schwung im Handeln.
Das größte und bunteste Sortiment bietet der Markt in der Albert Cuypstraat.
Der Flohmarkt auf dem Waterlooplein ist international bekannt, der einzige
auf dem Wasser treibende Blumenmarkt der Welt liegt am Singel, und auf dem
Spui wird jeden Samstag Amsterdams Büchermarkt abgehalten, Briefmarken- und
Münzmarkt ist mittwochs und samstags am Nieuwezijds Voorburgwal.
mehr unter www.visitamsterdam.nl
843 Aufteilung des fränkischen Reiches nach dem Tod Karl des Großen (dem Karolinger) unter dessen Söhne -Vertrag von Verdun: Lothar I. erhielt das Mittelreich (Lotharingien). Nach Teilung des Mittelreiches 855 unter Lothar II., 870 im Vertrag von Meerssen und 880 im Vertrag von Ribemont kam Lotharingien zum östlichen Teil des Frankenreiches, dem späteren Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Das östliche Frankenreich, das Land der teutonica Lingua (Land der teutschen Sprache), blieb allerdings keine politische Einheit. Örtliche Vasallen, Herrscher von Grafschaften und Herzogtümern, verstärkten ihre Machtstellungen gegenüber dem Kaiser.
Das Gebiet der heutigen Niederlande war auf verschiedene adlige Besitztümer verteilt, dem Grafen von Holland, dem Herzog von Geldern und dem Herzog von Brabant, sowie dem Bischof von Utrecht. In Friesland und Groningen im Norden regierte dagegen der niedere Adel. Der größte Teil der heutigen Niederlande und Belgiens wurden unter den Herzögen von Burgund im 14./15. Jh. vereinigt. Diese südlichen Provinzen waren die niederen Lande des Hauses Burgund (Siehe Burgundische Niederlande). Auf dem Höhepunkt der Hausmacht erstreckte sich das Herzogtum von der Schweiz bis nach Holland und spielte eine wichtige Rolle im Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich. Nachdem mit Hilfe von Johanna von Orlans die Englnder aus Frankreich vertrieben worden waren und der letzte Herzog Karl der Kühne auf dem Schlachtfeld am 5. Januar 1477 bei Nancy von den Franzosen gettet worden war, verlor seine Tochter Maria das Kerngebiet Burgund an Frankreich. Es blieben ihr die niederen Lande, die sie zusammen mit ihrem Gatten Maximilian von Habsburg von Brssel aus regierte.
1516 Herrschaft spanischer Könige,
1555 Kaiser Karl V. überträgt Herrschaft seinem Sohn Philipp II.
von Spanien
1568 Aufstand gegen den spanischen Statthalter Herzog von Alba
1579 Bildung der Unionen Arras und Utrecht, somit Spaltung der Niederlande
1581 unter Wihelm von Oranien unabh. Republik der Vereinigten Niederlande
aus 7 Nordprovinzen
1585 erneute Besetzung der Südlichen Niederlande durch Spanien
1606/21 Waffenstillstand der Nördlichen Niederlande mit Spanien
1648 Bestätigung der Unabhängigkeit der N. Niederlande im Frieden
von Münster, Loslösung vom Heiligen Römischen Reich, Entwicklung
zur Handels- und Seemacht und schließlich Kolonialmacht durch Aufbau
der Ost- und Westidischen Handelskompanie
1652/54 - 1. Seekrieg gegen England wegen Cromwells Navigationsakte (1651)
1664/67 - 2. Seekrieg gegen England mit Verlust der Seeherschaft
1795-1813 Französische Herrschaft - Batavische Republik
1815 Unabhängiges Königreich (mit Belgien) nach Wiener Kongress
1830/31 Südliche Niederlande spaltet sich ab, erklärt Unabhängigkeit als Königreich Belgien
1890 Ende der Personalunion mit Luxemburg
1940/45 Besetzung durch deutsche Truppen
1948 Zollunion mit den Niederlanden und Luxemburg
1949 Beitritt zur NATO. Die Kolonie Niederländisch-Indien wird als Indonesien unabhängig
1958 Vertrag über Wirtschaftsunion mit Belgien und Luxemburg; Gründungsmitglied der EWG


