Großstädte:Landessprache: Französisch, Niederländisch, Deutsch
Bevölkerung: überwiegend Flamen und Wallonen
natürlich
Norden und Westen gehören zum großen Teil zur europäischen Tiefebene. An der Küste erstreckt sich ein ausgedehntes Poldergebiet. Es wurde dem Meer im Laufe der Jahrhunderte durch Deichbauten abgewonnen. Der SO wird von der durchschnittlich 400 m hohen Ebene der Ardennen eingenommen. Höchste Erhebung ist der Botrange mit 694 m. Die Flüsse Schelde und Maas und ein ausgedehntes Netz von Kanälen durchqueren das Land.
klimatisch:
gemässigtes, vom Seeklima beeinflusstes Klima: Die Sommer sind kühl, die Winter mild.
wirtschaftlich
abgesehen von den nicht mehr so bedeutungsschweren Steinkohlevorkommen kaum eigene Bodenschätze.
Industrie, vor allen Maschinenbau, Schiffbau, Fahrzeugbau, Textilindustrie, chemische Industrie; hoch entwickelte Landwirtschaft
Lüttich
alte Bischofsstadt (Fürstbischof Notgers) an der Maas, wallonisches Wirtschaftszentrum
mit besonders temperamentvollen Bürgern. Stadtteil Outremeuse ist noch
urig verwinkelt.
Laecken bei Brüssel
Residenz (1874 Baubeginn) überragt von einer
König Leopold II.
Zur 1865 Thronbesteigung sagte er: "Ich wünsche mir nur eines - Belgien mal größer, stärker und schöner zurück zu lassen. Und später weitsichtig: "Ein großer Mann muss nicht unbedingt auch ein guter Mensch sein."
Er liebte exotische Pflanzen und sich selbst und fürchtete Bakterien. Menschen waren ihm eher gleichgültig. Der Architekt Alphonse Balat schuf ihm 1874/76 seine von Brüssel abwegige Residenz mit Bankettsaal, Theater und Empfangshallen, und einen ganz besonderen Wintergarten, ein filigranes Gitterwerk von 57 m Durchmesser aus dünnem Eisen und Stahl, das schwerelos über dem Betrachter zu schweben scheint. König Leopold II. ließ sich dafür Pflanzen aus fernen Gegenden der Welt liefern: Madagaskar, Tasmanien, Tahiti, China, Arabien, Peru und legte mit diesem Palast aus Glas und Blüten den Grundstein für eine der größten und schönsten botanischen Sammlungen der Welt.
Seiner Familie erfuhr nicht die gleiche Aufmerksamkeit. Und im Kongo zwangen seine Statthalter die Eingebohrenen, wildwachsende Kautschukbäume anzuzapfen . Sie setzten den Einheimischen eine fast unerreichbare Quote und hielten ihre Familien als Geiseln, bis sie erfüllt wurde. Wer sein Soll nicht erreichte, wurde verstümmelt: Hand ab, zweite Hand ab und so weiter. Mark Twain schrieb einen Report darüber.