alte Hansestadt mit 13.000 EW (2008); 18.600 EW (1997), 20.000 EW (1985);
planmäßig um 1200 gegründet,
1243 erstmal urkundlich erwähnt, bald Kaufmannsiedlung - der Peeneübergang bei Anklam war Kreuzungspunkt mehrerer Handelsstraßen;
1283 Mitglied der Hanse;
sehenswert:
- Teile der Stadtbefestigung mit hohem Steintor (14.Jh.); Hoher Stein (1412) und Pulverturm
- bemerkenswerte Wohnhäuser ab 17. Jh. bis Gründerzeit
- Marienkirche (13./15.Jh. Backstein)
- Otto-Lilienthal-Museum, Ellenbogenstraße - Otto Lilienthal wurde hier 1848 geboren
Rarität:
einziges nach dem Zweiten Weltkrieg verbliebenes spätgotisches Haus Frauenstraße 12;
naheliegend:
etwas westlich der Peene Klosterruine Stolpe und Schloss Netzow.
- Otto Lilienthal Museum
Stadt mit 2.860 EW (1998), neben einer Burg des Grafen v. Gützkow gegründet und wohl 1235 mit Stadtrecht ausgestattet, danach gitterförmiges Straßennetzum den Markt; 1729 vernichtender Brand;
Pfarrkirche St. Nikolai (späteres 13. Jh.), Fachwerkhäuser 18./19. Jh.,
davon viele noch mit beachtlichen Originaltüren; klassizistisches ehemaliges
Herrenhaus (19. Jh.) mit Landschaftspark
Gemeinde aus den Ortsteilen Hohendorf, Pritzier, Schalense, Zarnitz
ehemaliges Schloss (1732), unvollendet, barock, bedeutsam weil selten in Pommern, mit schönem Barockgarten
Löwitzzwischen Anklam und Ückermünde nahe B 109
am Landgraben nahe der Burgruine Landskron; ca. 25 km wsw Anklam und östlich Klempenow (B 96)
Örtchen am Stegenbach zwischen Spantekow und dem ca. 10 km sw Anklam, nahe Muggenburg
- etwa 2.230 EW (2004), westlich Greifswald
Ein Tor zum Weltraum wurde hier am 3. 10. 1942 aufgestoßen. Diese 13 Tonnen schwere Rakete erreichte eine Geschwindigkeit von 1.500 m pro Sekunde, schon bald als Wunderwaffe V1 und V2 mit vernichtender Fracht London, Brüssel, Antverpen. Dafür wurde Peenemünde zwar von britischen Bombern 1943 zerstört, der technische Direktor aber machten nach Kriegsende in den USA Karierre. Merke: Es geht selten um Wissenschaft oder Gerechtigkeit, es geht fast immer um Profit und Macht. Prora und Peenemünde sind schon interessante Themen, doch für einen bedenklich hohen Anteil der Besucher eine mythisch germanische Pilgerstätte. Das Historisch-technische Informationszentrum am Bahnhof bietet mehr zum Thema.
Dorfkirche aus Feldstein um 1300, später Ostgiebel aus Backstein und Turm (1861)
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