Halbinsel Wittow weit im Norden von Rügen

Putgarden Arkona Steilküste © Uwe Kantz

Die unbewaldete Halbinsel ist eben, die Sandwege sind gut per Rad befahrbar. Klippen, Leuchttürme, Fischerdörfer laden zur Erkundung ein.
Wo das vom Hochufer abgebrochene Material durch die Strandversetzung wieder anlandet, wie am Bug im Nordwesten der Halbinsel, finden sich ideale Sandstrände.
Die Schaabe ist eine weitläufige Nehrung mit licht angelegten Kiefernholzungen zwischen den Halbinseln Wittow und Jasmund vor dem Großen Jasmunder Bodden.

Altenkirchen

Städtchen mit der ältesten Kirche Rügens. Die dreischiffige romanische Basilika wurde von den Dänen erbaut, nachdem sie 1168 Slawengott Svanstevit verbrannt und die Jaromarsburg zerstört hatte, um christliche Nächstenliebe zu predigen. Der Taufstein aus der Zeit um 1250 stammt von der Insel Gotland.
Juliusruh am Hochuferweg. Prächtig ist der Blick vom Steilufer übers Meer. Kleine Pfade führen hinab zu einsamen Badestellen. Links am Weg - wenn man Richtug Nord geht - tauchen mächtige, in Reih und Glied stehende Granitblöcke auf: Das bronzezeitliche Großsteingrab Nobbin wurde vor ca. 5.000 Jahren aufgerichtet.

Vitt - ganz kleines Fischerdorf, für den Autoverkehr gesperrt, mit denkmalgeschützten reetgedeckten Häusern. Am Hafen befindet sich eine Fischräucherei.
sehenswert: achteckige Kapelle. Das "Uferbethaus" wurde 1816 für die Heringsfischer erbaut. Um die damals noch Jahr für Jahr eintreffenden Heringsschwärme nicht zu verpassen, was ja beim Betgang nach Altenkirchen leicht passieren konnte, verrichteten sie ihre Gebete in dieser Kapelle. Der Innenraum ist spartanisch maritim in Weiß-Himmelblau gehalten, weist auch einige Utensilien mit direktem Bezug zum Meer auf. Leicht kann man hier in die Haut der einstigen Fischer fahren, voller Mut, Demut und Hoffnung auf glückliche Wiederkehr.

Kap Arkona - nördlichster Punkt Rügens mit zwei recht ungleichen Leuchttürmen. Der kleinere, fast 20 m hohe, besteigbare Turm ist der ältere, 1827 erbaut nach Entwurf von Karl Friedrich Schinkel. Der andere Leuchtturm wurde 1902 erbaut und erhebt sich 35 m empor.
Wenig weiter die Reste der slawischen Jaromarsburg, der um 800 erbauten Tempelanlage mit dem Heiligtum des Svanstevit. Die Hälfte des 8 bis 10 m hohen Ringwalls ist noch sichtbar, der Rest rutschte im Lauf der Jahrhunderte ins Meer.

Dranske mit Bug

Am wachsenden Bug südlich von Dranske wird vom Hochufer abgebrochene Material durch die Strandversetzung wieder angelandet.

Putgarten

Gemeinde

Breege

Breege auf Wittow wurde im 19. Jh. durch den Handel mit England reich. Was blieb von diesem Wohlstand? Die kleinen Kapitäns- und Schifferhäuser und eine recht alte Scheune.
Juliusruh erfreut immer noch mit seinem Kurpark, 1795 als französischer Landschaftspark angelegt.
weiter zugehörig zur Gemeinde:
Schmantevitz-Kammin, Lobkevitz

Wiek - Fischerort am Wieker Bodden, mit kleiner Backsteinkirche St. Georg (15. Jh.)

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