Lustkreis zwischen Elbe und Elde

Die Gegend südliche von Ludwigslust wird auch Griese genannt. Wer griesliches Wetter kennt, ahnt auch die Bedeutung - "grau". Vielleicht war einst die ärmlichgraue Bekleidung der Bauern namensgebend? Die Landschaft jedenfalls ist eher bunt: flaches, sanft gewelltes Heideland mit Kiefern, dazwischen sandige Äcker im Wechsel mit Wiesen und kleinen Mooren, weiträumig und somit auch abgeschieden, dünn besiedelt.

Speziell im Naturpark Mecklenburgisches Elbetal trifft man auf eine biovitale Flurlandschaft aus Auenwäldern, Heidegebieten, Wanderdünen - besonders um Dömitz - und Talebenen.

Rüterberg

Dorfrepublik von 1961 bis 1989

Eldena

7.000 EW (1985), Schloss (1571), Stadtkirche (13.Jh.) - und nicht verwechseln: das Kloster E. liegt bei Greifswald!

Glaisin

aus roten Backsteingehöften zusammengewürfeltes schmuck dörfliches Dorf im Herzen der Griesen Gegend; mustergültig restaurierter Forsthof mit Gaststätte, reetgedeckte Scheunen und Stallungen sowie ein Ziehbrunnen... Und gewitzte Leute, deren Namen gern auf "witz" enden

Lassahn

schöne Dorfkirche, Moorberg mit Blick auf den Schaalsee. Auf der breit im See liegenden Insel Kampenwerder ist die Stintenburg mit gräflichem Schloss der Familie von Bernsdorf. Dort muss man nicht unbedingt nach geräucherten Maränen fragen, vielmehr beim Fischerhof

Lübtheen

Kleinstadt mit 4.370 EW (1998) 35 m ü.NN. an nahe der einstigen innerdeutschen Grenze;
slawischer Ursprung des Ortes und der lindenreichen Ortsbezeichnung, 1363 erstmals urkundlich genannt, 1822 Marktflecken; 1830-1916 Kalibergbau und Gips; 1938 Stadtrecht;
einziger städtischer Sakralbau Mecklenburgs im Klassizismus (1817/20); mehrere schön schlichte, klassizistische Wohnhäuser um 1820/50, Post- und Hauptpostamt

Neuhaus Elbe

Amt mit den Orten:

Bandekow, Bitter
Bleckederwerder
Bohnenburg, Brahlstorf, Haar, Herrenhof, Hinterhagen,,Dammereez, Darchau, Dellien,Groß Kühren, Groß Timkenberg, Gülstorf, Gülze, Konau, Kaarßen, Krusendorf, Laake, Laave, Langenheide, Melkof, Neu Bleckede, Neu Wendischthun, Neu Garge, Niendorf, Pinnau, Popelau, Preten, Privelack, Rassau, Rosien, Schleusenow, Stapel, Stiepelse, Stixe, Strachau, Sückau, Soltow, Teldau, Tripkau (Dünengebiet), Viehle, Vockfey, Vorderhagen, Wehningen, Wilkenstorf, Zeetze

Neu Kaliß

an der Müritz-Elde-Wasserstraße mit historischer Korn-Wassermühle

Alt Kaliß

liegt hochwassersicher am Rand der Sanderflächen über der Elbeniederung. Die gut erhaltene Klappbrücke ist heute ein technisches Denkmal.

Malliß

ehemaliger Bergbauort. Bis ins 20. Jh. wurde hier in kleinen Gruben Salz, Kalkmergel, Alaunton, Ziegelton und Kies gefördert, Braunkohle sogar bis 1960. Die verschiedener Bodenschätze sind auf Ein Salzstock in der Tiefe drückte hier junge geologische Schichten on nach oben und ließ eine markante Geländeerhebung - reich an Bodenschätzen - entstehen.

Moraas

Bauerndorf, gegründet wohl Mitte 13. Jh., baulich interessante alte Kapelle

Redefin

Angerdorf in südlichen Picherschen Heide, von ausgedehnten Kiefernforsten umgeben.
bemerkenswert:
uralte Lindenallee, die zum Landgestüt Redefin führt. Es wurde von Herzog Franz I. von Mecklenburg-Schwerin gegründet. Die recht großzügige, klassizistische Anlage mit Wohn- und Verwaltungsbauten, Ställen und herausragenden Portalbau der Reithalle mit Pferdestatue wurde 1820 nach Plänen vonCarl Heinrich Wünsch erbaut.

Sülstorf

Altes Torfstecherdorf mit Bahnhof.

viel unberührte Natur am See in Sültstorf Süls könnte auf die Ortsgründer hinweisen, die vor langen Reisen vorsorglich mit Presssackköpfen eindeckten. Hier war allzeit schlecht Wegkommen, Böden sumpfig wie an einigen nahen Biotopen - nicht ganz ungefährlich, aber gesäumt mit seltenen Pflanzen. Naturgemäß findet man hier noch Häuser mit Reetdächern, durchaus wetterfest, ökologisch unbedenklich und haltbar. Kultureller Mittelpunkt Sülstorfs ist die Bauernstube, die allerdings nicht nur für Bauern zugänglich ist, vielmehr für jeden Geselligen.
schöner Weg ins GeheimnisvolleSachsen fragt man hier gern, ob sie aus Berlin kommen - was auf eine besondere Form heimischen Humors deutet. Der weltberühmte Karnevalsverein des Ortes war für viele Sprungbrett für eine zweitberufliche Karriere. Städter kommen gern hier her um sich mal richtig auszuschweigen, während die Einheimischen, die im Kleinstädischen etwas duckmäusern, sich hier lebhaft und arteigen verständigen. Hier sagt man nicht ständig "Moin Moin", sondern verschickt auch gleichlautende SMSen.

Vielank

in der südlichen Griesen Gegend am Rande der Heide;
- www.vielanker-brauhaus.de
Alt Jabel etwa 2 km nördlich, ein traditionsreiches Heidedorf mit der Ruine einer Feldsteinkirche aus 13. Jh. etwas erhöht auf einer Düne, daneben eine neugotische Kirche (19. Jh.) und vielen alten Eichen.

Warlitz - Käffchen zwischen Hagenow und Lübtheen

Warlow - wichtiger Ort nahe beim Kummer

Wittenförden

im neuen Wohngebiet von Wittenförden bei Schwerin

Zarrentin

Stadt mit 2.340 EW (1997) am tiefklaren Schaalsee (71m), entwickelte sich um 1250 in Verbindung mit der Gründung des Zisterzienserklosters, das bis 1555 bestand. Die ehemalige Klosterkirche, Ostflügel und Klausur blieben davon erhalten.
Stadtrecht erhielt der dörflich gebliebene Ort erst 1938.
Im Ortskern überwiegen Häuser aus dem 18. und 19. Jh.
Biosphärenreservat mit Flachmoor.

weiter im Kreis:

Alt Krenzlin Alt Zachun Balow Bandenitz Belsch Besitz Blievenstorf Bobzin Brahlstorf Brenz Bresegard Brunow Dambeck Dersenow Dümmer Fahrbinde Gallin Gammelin Göhlen Gorlosen Grebs-Niendorf Gresse Greven Groß Krams Groß Laasch Holthusen Hoort Hülseburg Karenz Karstädt Kirch Jesar Klein Bengerstorf Klein Rogahn Körchow Kogel Kremmin Kuhstorf Kummer Lehsen Leussow Lüblow Lübesse Lüttow-Valluhn Malk-Göhren Milow Möllenbeck Muchow Neu Gülze Nostorf Pampow Pätow-Steegen Picher Prislich Pritzier Rastow Rodenwalde Schossin Schwanheide Setzin Steesow Stralendorf Strohkirchen Teldau Tessin Toddin Uelitz Vellahn Warsow Wiebendorf Wittendörp Wöbbelin Zierzow Zülow

infomail an tourbeenach oben