Stadt mit rund 194.300 (2004) auf 107 km² in 163 m ü. NN, 615 m ü.NN, am Hohen Gras
Kassel schrieb sich bis 1926 amtlich "Cassel".
Die Einwohnerzahl der Stadt Kassel überschritt um das Jahr 1899 die 100.000-Grenze, wodurch sie zur Großstadt wurde. Kassel liegt im sog. "Kasseler Becken", einer Senke, die von der Fulda und den im Stadtgebiet mündenden Nebenflüssen und Bächen (Ahne, Drusel, Geile, Döll, Losse, Nieste und Wahle) durchflossen wird. Die Senke wird am linken Ufer der Fulda von den Ausläufern des Habichtswaldes im Westen und Süden und von den Ausläufern des Reinhardswaldes im Norden sowie am rechten Ufer vom Kaufunger Wald und der Söhre umrandet. Damit befindet sich die Stadt zwischen zwei Naturparks.
Kassel ist die Hauptstadt der Deutschen Märchenstraße e.V. und seit März 1999 documenta-Stadt. Seit 1955 findet hier alle 4-5 Jahre für 100 Tage die Kunstausstellung documenta statt
Sie ist geprägt durch den Neuaufbau nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges und der Stadtplanung der Nachkriegszeit. Nur noch wenige historische Gebäude blieben erhalten.
[R] Rathaus an der Oberen Königsstraße, Neobarock
[1] Überrest der Lutherkirche mit umgebenden Grabdenkmälern,
[2] Martinskirche (1462 beendet) mit recht markanten Türmen, innen Alabastergrab 12m hoch
[3] Brüderkirche - gotische Hallenkirche, mit Renthof und Rondell nahe der Fulda
[4] Druselturm am [K] Königsplatz
[5] Fridericianum (1769/79), erste öffentliche Kunsthalle Europas, Zwehrener Turm, ducumenta
[6] Ottoneum - ältestes Deutsches Schauspielhaus (1779); nun Naturkunde-Sammlung, Baumbibliothek, Goethe-Elefant
[7] Orangerie (1701/11, Museum Astronomie, Technik), Marmorbad, barocker Park Karlswiese
[8] Bellevue-Schlösschen (Rokoko/Klassizismus) mit Brüder-Grimm-Museum.
In der Neuen Galerie werden seit 1750 Malerei und Plastik ausgestellt.
[9] Karlskirche, 1700 für Hugenotten erbaut, nach Zerstörung vereinfacht
wiederaufgebaute
außerdem:
Marstall, Ruine des Zeughauses, Karlshospital, Ruine der Garnisonkirche, Altan des ehemaligen Roten Palais
weiterhin
Wilhelmshöhe
Schloss Wilhelmshöhe im frühem Klassizismus, zu erreichen über die westlich vom Rathaus beginnende Wilhelmshöher Allee. Das frühklassizistisch geformte Schloss - heute Gemälde alter Meister und Antikensammlung - ist ein architektonisch-botanisches Gesamtkunstwerk, in dem Neptun Besucher gern mit kaskadierenden Wasserspielchen neckt und Herkules Männer provoziert.
Auf moderne Weise kann man sich auch in der Kurhessen-Therme berieseln lassen bei 32/36 °C Solewasser. Trockener Salznebel ist grottengut für Großstadtbronchien.
Löwenburg - zwar als Ruine konzipiert (1795), erhielt sie dennoch eine Kapelle mit gotischer Glasmalerei
An innerstädtischer Architektur der 50er Jahre des 20. Jh. ist zu nennen:
Kopfgebäude des Hauptbahnhofs, ehem. Hotel Hessenland, Haus der Jugend (1953)
Im so genannten Vorderen Westen von Kassel finden sich eindruckvolle Jugendstil-Gebäude, zumeist Mietswohnhäuser mit vielfältig gestalteten Fassaden.
An den Stadtrandlagen wachsen die Wohnbebauungen der umliegenden Gemeinden (insbesondere Vellmar, Kaufungen, Lohfelden und Baunatal) immer näher an das Stadtgebiet heran.
fachlich:Uni Kassel Diploma Kassel BA Hessen
Bad Wilhelmshöhe
Bettenhausen, Brasselsberg, Fasanenhof, Forstfeld
Harleshausen: Ahnatalstraße - Fachwerkhaus mit massivem Erdgeschoss (spätes 16. Jh.), oberhalb daneben ein Wohnhaus, wohl um 1970
Jungfernkopf, Kirchditmold, Mitte, Mulang, Niederzwehren Nordshausen, Nord-Holland, Oberzwehren, Philippinenhof, Rothenditmold, Süd, Süsterfeld-Helleböhn, Unterneustadt, Waldau, Warteberg, Wehlheiden, Wesertor, West, Wolfsanger-Hasenhecke