Hochtaunus - wo der Wind über tiefe Täler haucht

Hochtaunus Großen Feldberg © Oliver Erdmann

Im Mittelalter bis ins 19. Jh. noch allgemein als Höhe (Heyrich) bezeichnet, war dieses Mittelgebirge bereits den Römern als Taunus bekannt. Begrenzt wird der Taunus von Rhein, Lahn, Wetterau und Main. Höchster Berg und südöstlichster Eckpfeiler des Rheinischen Schiefergebirges ist der Große Feldberg (881m ü.NN.). Über den Feldberg - besonders entlang seiner Nordflanke, verlaufen Abschnitte des Obergermanisch-Raetischen Limes. Im Südwesten stößt man auf Reste eines römischen Kastells.
Am nördlichen Rand des Plateaus soll die sagenhafte Brunhilde einmal in den Schlaf versetzt worden sein soll, am Brunhildisfelsen...

Der Taunus mit dem etwa 120.000 Hektar großen Naturpark Hochtaunus.gehört zu den beliebtesten Naherholungsgebieten in Hessen. Obstwiesen mit Speierlingsbäumen gibt es noch viele im Vordertaunus. Deren Produkte sind echte Spezialitäten und genießbar.

Friedrichsdorf - wo das Pferd keinen Gurkensalat frisst

Stadt mit rund 24.400 EW (2008) entstand in der Zeit der Hugenottenansiedlung als neues Homburger Wohngebiet und ist inzwischen selbstständige Stadt.
Die Spuren des hugenottischen Erbes sind in Friedrichsdorf noch gegenwärtig. Die typischen, historischen Hofreiten reihen sich entlang der Hugenottenstraße aneinander und verbinden sich harmonisch mit neueren Gebäuden.
museal:
Stadtmuseum, u.a. Geschichte der einstigen Hugenottensiedlung und Ausstellung über Philipp Reis, Erfinder des Telefons.
Heimatmuseum im Stadtteil Seulberg mit Ausstellung Arbeitswelt vergangener Zeiten.
Fachwerkhäuser und malerische Winkel in den Ortskernen aller Stadtteile.
kulturell:
• Kabarett, Musik, Stars zur Friedrichsdorfer Kulturzeit
• Freibad beheizbar
• ausgezeichnete Wanderwegenetz

Glashütten

Stadt mit rund 4.900 EW (2009). Zwischen dichten Wäldern, vom Großen Feldberg geschützt, am Heilklima-Park Hochtaunus, bietet sich ein idealer Ausgangspunkt für Touren durch den Taunus zu allen Jahreszeiten.
action?
Schwimmen, Angeln, Tennis, Kegeln oder Segelfliegen
erbaulich:
• Reste des Kastell Maisell und des römischen Limes mit Portal am Limes-Erlebnispfad
• Ausgrabungen mittelalterlicher Glashütten. Hier wurde also Glas hergestellt.
• Kirche in Schalenbauweise, ein herausragendes Beispiel der Kirchenarchitektur
• ehemalige Befestigungsanlage. Letzter Rest ist ein Turmstumpf - einsam stummer(?) Zeuge
Ortsteil Oberems - historischen Dorfbrunnen

Grävenwiesbach

Gemeinde im Naturpark Hochtaunus.
In der Ruhe liegt die Kraft Grävenwiesbachs und ihrer sechs ländlichen Ortsteile. Um die scheinbar unberührte, erholsame Landschaft machte die moderne Zeit aber keinen Bogen. Auf gut markierten Wanderwegen kann man rund um die Gemeinde die märchenhafte Landschaft erkunden und darf dabei tief durchatmen.

Grävenwiesbach fachwerkhaus Hessenpark © fotoproGrävenwiesbach Marktplatz Hessenpark Fachwerk © fotopro

getippt:
• Freilichtmuseum Hessenpark mit ganz unterschiedlichen Fachwerkhäusern
• Römerkastell Saalburg
• Freizeitpark Lochmühle, vergnüglich und lehrreich, familienfreundlich
• imposante Barockkirche in Grävenwiesbach

Königstein

Stadt mit rund 16.000 EW (2008) im Taunus
Wenn irgendwo auf der Welt verwunschene Gassen vergnüglich sind, dann hier in der malerischen Altstadt, über deren Dächern sich die zweitgrößte Festungsruine Deutschlands (Burg Königstein) mit allerhand herumspukenden Touristen erhebt. So werden wahre Zeichen zum Wahrzeichen einer Stadt, eine eindrucksvolle Kulisse für sommerliche Events wie herzzerreißende Opern, dramatische Aufführungen, aufheulende Rockkonzerte, waffenklirrende Ritterrunden - wer nicht dabei ist, verpasst viel zu viel.
1935 Prädikat Heilklimatischer Kurort. Wer gut drauf ist, kann täglich über 180 km leistungsphysiologisch vermessene Wanderwege im ersten deutschen Heilklima-Park durchforsten oder im Kurbad den Panoramablick erhaschen.
Geschäftsreisende buchen gern eine der modern ausgestatteten Tagungshäuser, um sich dann im romatischen Teehaus zur abendlichen Besprechung zu verständigen, wenn die Schatten der Kur länger werden.
weiterhin: Burg Falkenstein, Burg Nuerings

Kronberg im Taunus

Stadt mit rund 17.600 EW (2009)
Villenresidenz mit Ritterburg (13. Jh.)
sehenswerte Altstadt:
- Eichentor, letztes erhaltenes Stadttor der Stadtbefestigung
- Rathaus
- Victoriapark
- Streitkirche

Neu-Anspach

Stadt mit rund 14.800 EW (2009) in waldreichen Hügellandschaft;
sehenswert:
Freilichmuseum Hessenpark mit mehr als 100 Gebäuden und deren traditionellen Interieur
Saalburg, ein unter dem Ersatzrömer Kaiser Wilhelm II. 1898/1907 auferstandenes Kastell
Giessener Zeile am Marktplatz mit Wegweiser ins Museum.
Wem das alles zu langweilig wird, der kann in 30 Autominuten einen Bankberater in Frankfurt am Main konsultieren.

Steinbach

Stadt mit rund 10.000 EW auf 4,40 km² in 166 m ü.NN.
ideale Wohnstadt im Grünen nahe der Mainmetropole, umgeben von Streuobstwiesen und einem Bach, der der Stadt ihren Namen gab und im historischen Brunnens im Stadtkern mit verewigt ist.

Schmitten Taunus

Rund 8.800 EW (2009) zählt die höchstgelegene Gemeinde im Taunus. Die Hänge des Großen Feldberges passen sich malerisch dem Ortsbild an oder umgedreht. Abendlich fallen Winde über den Berg hinweg in die Täler. Da kann man nur noch Einatmen und genießen im Heilklima-Park Hochtaunus.
Wanderwege und Schützhütten sowie Feldbergfeste machten das Gebiet als Reiseziel bereits im 19. Jh. bekannt. Ein erstes Gasthaus auf dem Großen Feldberg bereits 1860. Das beliebte Ausflugsziel gewährt atemberaubenden Ausblicken auf die Landschaft des Taunus - also tief einatmen!
OT Oberreifenberg mit Burg Reifenberg

Usingen

Stadt mit rund 13 317 EW (2009);
Im 17./18. Jh. Residenz. In dieser Zeit bot sie auch zahlreichen Hugenotten eine neue Heimat.
An den Großbrand 1873 erinnert ein vom Schloss übrig gebliebenes Eisengitter.
erbaulich:
Kavaliershäuser am Markt, Fachwerk-Rathaus;
etwa 3 km nördlich die Eschbacher Klippen, die gern bis auf 17m Höhe erklettert werden
zugehörig zu Usingen:
Eschbach, Kransberg, Merzhausen, Michelbach, Usingen, Wernborn, Wilhelmsdorf

Wehrheim

Gemeinde mit rund 9.400 EW (2009). In diesem bekannten "Apfeldorf" geht es anscheinend im Herbst besonders rund und bunt zu.

Weilrod

Gemeinde mit rund 6.200 EW (2009) am Tal der Weil mit vielen malerischen Burgen und Schlössern
Glanzpunkt:
OT Altweilnau mit gepflegten Fachwerhäuseln, am Burgberg Torturm und Burg Altweilnau, dereinst Sitz der Grafen von Diez. Hier züchtet man lieber Eulen statt sie nach Athen zu tragen.
weiterhin zugehörig:
Altweilnau
Cratzenbach, Emmershausen, Finsternthal, Gemünden, Hasselbach, Mauloff, Neuweilnau, Niederlauken, Oberlauken, Riedelbach, Rod an der Weil, Winden

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