an der Kahl, um 1000 erstmals urkundlich erwähnt, vor Erbauung der Burg Alzenau (vor 1400) Wilmundsheim genannt, mittelalteriche Gerichtsprivilegien (Freigericht);
erbaulich:
Höhenburg Alzenau, Pfarrkirche St. Justinus (1760) mit Ausstattung im späten Rokoko
Michelbach - Weinbau mit denkmalgeschütztem Wingert
Kälberau - kleinster Stadtteil mit Wallfahrtskirche "Muttergottes vom rauhen Wind"
Schon im Mittelalter war der wertvolle Eichenwald im Hochspessart, wie hier
im NSG Rohrberg, als Jagdrevier vor Rodungen geschützt.
Oberwintersbach - Geißhöhe (520m), herrlicher Femblick vom Ludwig-Ketter-Turm.
Staatlich anerkannter Luftkurort im Hochspessart, seit 1927 zunehmender Fremdenverkehr
hoch im Spessart umwaldete Siedlung, als Glashüttensiedlung im 16. Jh. entstanden; restaurierte historische Glashütte
Kahl bleibt Kahl - sollte man meinen. Aber der Ort Kahl an der Kahl liegt inzwischen
auch am Main und hat kahlaufwärts (östlich) Namensgeschwister: Kleinkahl,
das kleine Großkahl und Kahl Mühle.
So Kahl ist Kahl aber nicht. 1282 erstmal urkundlich erwähnt, bebaut mit sehenswertem Rathaus (ehemals Zollhaus), Schloss Emmrichshifen, Kahler Backes (?), Wasserturm, umgeben von der Kahler Seenplatte mit Campingplatz am Badesee, Waldseebad, Tennis- und Kleingolfanlage - die Ferienlandschaft vor der Haustür
Wasserschloss Mespelbrunn (15., 16. Jh.) - das abgefahrenste Fotomotiv. Wenn sich erst das berühmte Schloss der Grafen Echter von Mespelbrunn im Teich spiegelt, sieht man mehr als doppelt. Das reicht aber noch nicht: Mal den Blick auf die bekannte Fassade richten und erst recht neid- und huldvolle Blicke ins Innere senden, in verschwenderisch ausgestattete Räume wie den entwaffnenden Rittersaal, in den Chinesische Salon - 1750 mit ostasiatischem Porzellan und Mobiliar angereichert, den apetitlichen Speisesaal oder den Gobelinsaal.
Höllhammer - der muss in Betrieb einen Höllenlärm erzeugen. Teiche
und Gräben sogten auch bei Trockenheit für ausreichende Wasser- und Energiezufuhr, um mehrere Mühlräder in Bewegung zu setzen, die u.a. die Schmiedehämmer mit bis zu 500 kg Schlagkraft bewegten.
lang gestrecktes Straßendorf mit einer hübschen Rokokokirche.
Um das Jahr 1300 wurden entlang der Elsava landlose Bauern angesiedelt. Sie erhielten jeweils einen Streifen Land, der sich die Talhänge hinaufzog und den sie bewirtschaften durften. Dafür mussten die Einwohner dieses Jagdfrondorfs den Kurfürsten von Mainz bei ihren Hofjagden in den Wäldern des Spessarts
zu Diensten sein.
20 km nw von Aschaffenburg; Wasserschloss
große Gemeinde im Kahlgrund; 12. Jh. erste urkundliche Erwähnung,
als Freigericht 1309
sehenswert:
Ölmühle an der Kahl (17. Jh.), kleine Wegekapelle "Hellchen"
bzw. "Pesthäuschen" (1619)
insgesamt 18 Ortsteile, unter anderem Schimborn, Königshofen
Eine deutlichste Besiedlungsspur hinterließen die Kelten mit dem Ringwall
auf dem Reuschberg. 1325 kam der Ort unter Oberhoheit der Mainzer Erzbischöfe;
Zehntscheuer 12. Jh.; Lukaskapelle (1523) mit kleinem Saalbau mit Tonnengewölbe;
zweiflügliges Schloss aus dem späten Mittelalter
Der nahe Wallfahrtsort Hessenthal wird von einem Kirchentrio von über dem Ufer der Elsava beherrscht. Für das kommende Jahrhundert sind weitere Blutwunder zu erwarten und Architekten werden sich an Ausschreibungen beteiligen, weitere Kirchen und Kapellen harmonisch in die Grupierung zu projektieren. Aber Hessen trift man kaum noch imn Tal.
Erholungsort, ehemaliges Glasmacherdorf, laut überlieferung im 17. Jh.
von französischen Handwerkern gegründet;
Ortskern mit Kirche (1864), beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen durch
den Hochspessart, zum alten Grenzpfahl (Echterspfahl) und zum Schweinfurter Kreuz.
Wiesbüttmoor - urwüchsiges Hochmoor Wiesbüttmoor, ein buntes Mosaik von Moosbeeren, Glockenheide und Flechten an den etwas trockeneren Stellen und Torfmoose, Seggen und Wollgräser in den feuchten Senken und Moortümpeln - zu entdecken nur auf dem dazu vorgesehenen Beobachtungssteg.