Kragenkreis um die verregnete Burg

In der Talaue der Weißen Laaber siedeln seit etwa 1985 wieder Biber. An der Schwarzen Laaber reihen sich leuchtende Siedlungsperlen. Stilles Land voller Romantik von den Tälern bis über die Jurahöhen - ein Geheimtip für Wanderfreunde.

Beratzhausen

Marktgemeinde mit rund 5.350 EW (2012), leuchtende Perle im Tal der Schwarzen Laaber, 450m ü.NN.,
Erholungsort in schöner Juralandschaft;
erste Besiedlung um 900 (?)
sehenswertes Ortszentrum:
- Schlosshof
- Zehentstadel, heute Sitzungssaal, Bibliothek, Ausstellungen, ein Konzertsaal
weiterhin:
Burgruine Ehrenfels auf dem stark bewaldeten Schlossberg. Im Jahr 1567 verkaufte der letzte Stauffer die Herrschaft Ehrenfels an das Fürstentum Neuburg. Der Fürst richtete ein Pflegeamt in Beratzhausen ein, das bis zur Auflösung des alten Reiches (1806) bestehen blieb. Es war im Schlosshof untergebracht.
literarisch:
- Gottfried Kölwel, Dichter. Sein Geburtshaus ist heute das Kölwelhaus
- Wanderweg mit Gedichten des Heimatdichters Franz Xaver Staudigl
. Literaturtage "Oberpfälzer Jura"

Donaustauf und die Walhalla

Marktgemeinde mit rund 3.800 EW (2012) an der Donau
Die Walhalla (1841) östlich Regensburg steht etwas weltfremd auf dem Bräuberg. Der scheinbar antiker Tempel ist über 358 Stufen zu erreichen.

König Ludwig I. brachte hier seine Sammlung rühmlich ausgezeichneter Teutscher Köpfe unter, darunter sogar einige rebellische Denker wie Einstein. In seinem Testament vermachte der König seine Walhalla Deutschland, seinem großen Vaterlande, trotzdem ist sie in Besitz Bayerns. Grundlage dafür ist eine Festlegung in der Weimarer Verfassung. Im Interesse der deutschen Einheit bot der diplomatische Bismarck Bayernkönig Ludwig II. einige Zugeständnisse, verschenkte auch die Walhalla und vermutlich sogar ein Trinkgeld. Immerhin wurde so nach dem rasch und überlegen erzielten Sieg im Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 dem Mitverlierer Bayern nicht nur Milde, auch noch milde Gaben dargeboten.

Hemau

Gemeinde in 520m ü.NN. - mehr nicht?

Kallmünz

kleiner eingezwängter Marktort mit rund 2.800 EW (2012) an der fischreichen Mündung der Vils in den Regen, 341m ü.NN..
Schon die Kelten hatten hier eine Fliehburg. Aber auch sich neu inspirierende Kunstmaler entflohen hier gern dem Alltäglichen, begannen dann plötzlich blaue Pferde malen, die sich wundervoll ab vom kräftigen Orange der saftigen Wiesen und Wälder abhoben.
983 wurde „Calminz" erstmals in einer bischöflichen Urkunde genannt.

Spätestens 1188 war Kallmünz Vogtei der wittelsbacher Herzöge. Sie bauten um 1230 die Burg zur Sicherung des Handels weiter aus. Außerden wurde Kallmünz Sitz von Landgericht und Pflegamt. 1329 wechselte es an die Münchner Linie der Wittelsbacher.

1455 Verleihung des Marktwappens durch Pfalzgraf Albrecht III.
1505 kam Kallmünz mit dem "Kölner Spruch" zur Jungen Pfalz.

sehenswert:
Um 1900 entdeckten Münchener Künstler wie Charles J. Palmie, Wassily Kandinsky und Gabriele Munter die dyllische Lage des Marktes an zwei Flüssen mit seinen mittelalterlich engen Gassen.
- steinerne Brücke (1549/58), mit schöner Stadtansicht
- Alte Rathaus (1603) mit Zwiebelturm
- Vilsmühle (1622), einst auch Münzstätte
- Pfarrkirche St. Michael (1751-58), Rokoko, Malerei von Georg Hämmerl und Mathias Zintl
- Burgruine - 1259 erbaut, 1641 durch schwedische Truppen zerstört - weit oben auf 110 m aufragendem Kalkfelsen, etwas weiter unten einige Häuser ohne Dach, in Dolomitfelsen gebaut
beachtlich: Naturschutzgebiet Eicher Berg
events
- jährliches Oldtimertreffen,
- Theatertage
- Kunst- und Kunsthandwerkeraktionen
- Brückenfest im Juli.

Laaber, Markt an der Laaber

Ruhiger Marktort mit rund 5.000 EW (2009) im Tal der Schwarzen Laber, einem Wanderparadies
1118 urkundlich erstmals erwähnt, wurde er bekannt(?) durch den Minnesänger Hadamar III. Was hat er denn gleich gesungen? Hat er vielleicht nur huldigend gelabert? Die Geschichte des Marktes wurde tatsächlich Jahrhunderte durch die Herren und vielleicht auch Damen "von Laber" bestimmt.
Ein Parkplatz an der Münchsmühle ist idealer Ausgangspunkt für unterschiedlichste Wanderungen.
Hartlmühle - mit herrlich gelegenem Campingplatz

Lappersdorf

Marktgemeinde mit rund 13.000 EW (2012)

Neutraubling

Stadt mit rund 13.000 EW (2012).
1945/46 wurde die Vertriebenenstadt Wahlstedt gegründet.
1986 erfolgte die Verleihung der Stadtrechte.

Nittendorf

Marktgemeinde mit rund 9.000 EW (2012)

Pentling

Gemeinde mit rund 5.800 EW (2012)
1790 gründete der Regensburger Apotheker Hoppe eine Botanische Gesellschaft, weltweit die erste dieser Art. Zum Schutze der Pflanzen im hier von mächtige Felswände begleiteten Donautal richtete er einen so genannten Schutzfelsen nahe dem Hof Unteriradfing 1 ein. der heute als einer der schönsten Geotope Bayerns gilt.

Pielenhofen

Gemeinde mit rund 1.400 EW (2012) in waldreicher Umgebung romantisch an der Naab gelegen
Im Zisterzienserinnen-Kloster (1237) ist seit 1981 die Internats-Volksschule der Regensburger Domspatzen untergebracht. In der Klosterwirtschaft mit historischem Gewölbesaal werden aber auch profane Spatzen beköstigt

Regenstauf

Marktgemeinde mit rund 15.000 EW auf 100 km² im unteren Regental im Gebiet des Naturparks Vorderer Bayerischer Wald mit großen Waldgebieten und romantischen Flusslandschaften.

1505 kam Regenstauf zum neuen Fürstentum Pfalz-Neuburg. 1569 bis 1614 war Pfalzgraf Philipp Ludwig regierender Fürst der Jungen Pfalz. Zuletzt sicherte er Regenstauf die Rechte zu, die es schon seit 1326 besaß. Ein Rückschritt?

Der eigentliche eng verschachtelte Marktflecken am 430m hohen parkigen Schlossberg mit Resten der mittelalterlichen Burg ist allein schon sehenswert. Vielleicht aber erfähr, erwandert oder erfindet man auch die
- Schlösser in Ramspau, Hirschling, Karlstein, Spindlhof
- Burgruine Forstenberg
- Geisterburg Stockenfels, Bannort der Bierpantscher
- Ruine der Burg "Stauff am Reng" zwischen tiefen Brunnen und hohem Aussichtsturm.
Für Angler sind die Möglichkeiten dagegen grenzenlos.
festlich:
- Regenstaufer Volksfest Ende Juli
- Gartenkonzerte, Konzerte

Schierling

Marktgemeinde mit rund 7.500 EW (2012)

Wolfsegg

Gemeinde mit rund 1.500 EW (2012) in 400m ü.NN.; Burg Wolfsegg mit wuchtiger Ummauerung und gruseligen Kellergewölben, in denen die Weiße Frau Männer und Kinder begeistert. Die Burg Wolfsegg eignet sich bestens für historische Studien, denn sie blieb baulich unverfälscht. Eine Ausstellung "Leben auf einer Oberpfälzer Burg" ist dabei hilfreich.

Wörth a.d. Donau

Stadt mit rund 4.600 EW (2012)

Städte und Gemeinden im Kreis, evtl. mit Einwohnerzahl (geschätzt)
Alteglofsheim 3.200, Altenthann 1.500, Aufhausen 1.750, Bach a.d.Donau 1.800, Barbing 5.200, Beratzhausen Bernhardswald 5.500, Brennberg 1.900, Brunn 1.400, Deuerling 2.000, Donaustauf Duggendorf 1.600, Hagelstadt 2.000, Hemau Holzheim a. Forst 1.000, Kallmünz Köfering 2.400, Laaber Lappersdorf Mintraching 4.800, Mötzing 1.500, Neutraubling Nittendorf Obertraubling 7.800, Pentling Pettendorf 3.300, Pfakofen 1.600, Pfatter 3.000, Pielenhofen Regensburg (kreisfrei), Regenstauf Riekofen 800, Schierling Sinzing 6.800, Sünching 2.000, Thalmassing 3.300, Tegernheim 5.000, Wenzenbach 8.300, Wiesent 2.500, Wolfsegg Wörth a.d. Donau Zeitlarn 5.800