Coburger Land in Oberfranken

Ahorn

kleine Gemeinde nahe der Veste Coburg; zwischen Finkenauer Wäldchen und Hohensteiner Wald liegt das Schloss Ahorn. Eine alte Gutsschäferei (18.Jh.) mit Gerätemuseum gibt es auch - nach Schafkäse fragen! Und schöne Wanderwege, auf denen der fleißige Friedrich Rückert grüßt.

Bad Rodach

älteste Stadt im Coburger Land, urkundlich 899 erwähnt, 1347 Stadtrechte, im Dreißigjährigen Krieg durch Wallensteins Truppen zerstört, Stadtmauer blieb in Resten erhalten; offizielle Bäderstadt seit 1998; Thermalquelle seit 1972 als wärmste Quelle Nordbayerns gepriesen;
Freilichttheater, Stadtmauer mit Pulverturm, Altstadt, Kräutergarten, St.-Georgenberg mit Aussichtsturm - insgesamt blieb ein ländlicher Charakter gewahrt.
B.R-Heldritt - im 13. Jh. erstmals erwähnt, Freilichtbühne im engen Tal

Ebersdorf

traditionelle Holzbearbeitung - von der Büttnerei seit 15. Jh. über Korbflechterei zur Polstermöbelindustrie seit dem 20. Jh.

Lautertal

spektakulär schöne Gemeinde, mit Steinzeitsiedlung in Unterlauter und arthesischer Quelle in Oberlauter. Sensationell.

Meeder

einstige Kornkammer der Coburger Herzöge, als solche wurde der Landstrich auch gern im Dreißigjährigen Krieg geplündert und ist nicht ohne Grund neben Augsburg der einzige Ort in Deutschland, in dem seit 1651 alljährlich ein Friedensfest in Gedenken der Beendigung jener Schreckenszeit gefeiert wird.

Neustadt

verpuppeltes Städtchen. Um eine Zollburg am Rödenübergang entstand diese "neue Stadt", 1248 Marktflecken, 1343 zur Stadt erhoben. Auch hier verwüsteten Brände viel - 1636, 1839...
Industrie: seit 18.Jh. Spielwaren- und Puppenindustrie (Museum), nach 1945 Glasbläserei (Thüringer Handwerker), Herstellung von Christbaumschmuck. Und wie kam der Muppberg zu seinem Namen?

Rödental

atraktives Schloss Rosenau, neugotisch umgebaut, mit englischen Garten und Naturlehrpfad, Orangerie, Museum für Modernes Glas
Porzellanfabrik Göbel seit 1871 (u.a. Hummelfiguren!)

Seßlach

zweitkleinste Stadt Bayerns mit nur rund 1.200 EW (1999)
historischer Stadtkern:
Wir bestaunen ein baugeschichtliches Kleinod in vollständiger Geschlossenheit und Umschlossenheit. Die Befestigungsanlage mit den drei Stadttoren ist vollständig erhalten. Wer hindurch schreitet, möglicherweise nach einem Eimer Bier aus der stadteigenen Brauerei (drittes Augustwochenende), schwebt über Kopfsteinplaster durch verwinkelte Gassen, an Fachwerkhäusern vorbei, meist Bauten aus 17./18. Jh..
beachtlich auch:
- Rathaus (16. Jh.)
- alter Kornspeicher
- wenig südlich im Tal zwischen Rodach und Itz das Schloss Wiesen, nicht unbedingt repräsentativ, dafür viel Sinniges und Geistiges bietend, z.B. Schnapsbrennerei?

Tambach

8 km westlich von Ahorn: Wildpark, Jagdfalkenhof und barockes Schloss (um 1700, Leonhard Dientzenhofer) mit Jagd- und Fischereimuseum sowie Livebeobachtung einer Fledermauskolonie....

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