Auf 1.168 km² bietet der Kreis ausreichend landschaftliche Vielfalt: im Westen den Steigerwald, im Osten die von Tälern der Fränkischen Schweiz durchbrochenen Jurahochflächen, im Norden schon die Ausläufer der Haßberge. Und mitten drin Bamberg, Treffpunkt von Main-Donau-Kanal, Main und Rednitz.
Gemeinde im nördlichen Steigerwald an der B22, staatlich anerkannter Erholungsort mit viel altem Buchenwald
Hier erfolgte 1127 die gewaltige Anlage des ersten rechtsrheinischen Zisterzienserklosters. Als Stifter des Klosters werden gern Berno und Richwin angenommen. Mit dem ersten Staufenkönig Konrad III. entwickelte es sich zu einem fränkischen Machtzentrum.
Der Ort entwickelte sich erst nach Auflösung des Klosters 1804, das in wichtigen Teilen (z.B. Kaisersaal, erstaunliche Rosettenfenster) erhalten blieb, wohl auch, weil es als Strafarbeiterhaus und Jugendstrafanstalt diente. Die Klosterkirche (1200/85), frühgotischer Bau, wurde im 18. Jh. innen frühklassizistisch umgestaltet. Die ehemalige Abtei wurde barock verändert unter J. L. Dientzenhofer und J. Greising (1686-1735).
Im Zisterziensermuseum ist unter anderem eine Dauerausstellung zur Abteigeschichte in der ehemaligen Abtswohnung zu sehen.
Der Ebracher Musiksommer im prächtigen Konventgebäude und Orgelkonzerte in der Abteikirche sind kulturelle Höhepunkte, das beheizbare Freibad ein nasses Vergnügen.
Ortsteile:
Winkelhof, Schmerb, Neudorf, Kleingressingen, Kleinbirkach, Hof, Großgressingen, Großbirkach, Eberau, Buch
Landwirtschaftlich strukturierte Wohngemeinde mit rund 4.000 EW (19991) auf
44km² am 371m überragenden Mainberg
mit den Gemeindeteilen Abtsdorf, Birkach, Frensdorf, Ellersdorf, Herrnsdorf, Hundshof, Lonnershof, Obergreuth, Rattelshof, Reundorf (mit Waldbierkeller), Schlüsselau, Untergreuth, Vorra, Wingersdorf
sehenswert:
- Bauernmuseum: ländliches Wohnen im regionaltypischen Bauernhof um 1920
- Barockkirche in Frensdorf
historischer Marktort, ehemaliger Königshof Karls des Großen Der Kreuzberg ist bereits ein Ausläufer der Hassberge; beheiztes Freibad, rekultivierter Baggersee
Gemeinde mit mächtiger Burg Lisberg und Burgmuseum: Führungen nach vorheriger Anmeldung. Bewirtung und Absprache mit dem Burgherrn.
Dreifaltigkeitskirche (1729/56), 1866 erweitert. Die Kirche ist in eine Werktags- und Sonntagskirche geteilt. Der
Altar der Werktagskirche ist neuromanisch, die überlebensgroße "Lisberger Madonna" für Schwärmer madonnenhaft
Gemeindeteil Trabeisdorf: - St. Michaelskirche (1737) im Rokokostil vom Grundherrn Marschalk von Ostheim.
Sehenswert sind die Epitaphien der verschiedenen Adelsfamilien - wieso eigentlich?
Gemeinde
Die Gemeinde mit den weiteren Gemeindeteilen Drosendorf, Kremmeldorf, Laubend,
Lichteneiche, meedensdorf, Merkendorf, Schmerldorf und Weichendorf ist vor allem
für sein Schloss Seehof bekannt. Erster Besitzer war Fürstbischof Marquard von Stauffenberg. Mitte 18. Jh. entstand hier die Rokoko-Parkanlage, die einst etwa 400 Figuren und Bänke aufwies, die größtenteil angeblich während und nach der Säkularisation verschwanden. Aber war es nicht vielmehr so gewesen, dass bestimmte Kreise sich über die Nacktheit verschiedener Skulpturen empörten, diese entfernten und einlagerten, um sie dann nach und nach zu verschachern oder heimlich im eigenen Geläuf zu installieren? Wenn ein strahlend weißer Herkules den Raub der Proserpina und den Kampf der Giganten begleitet, hebt das keinen mehr an, macht sich aber bei blauem Himmel auf grüner Wiese ganz gut. Die Kaskaden am den Seen erscheinen für sich etwas schwülstig, werden durch den Anblick der Gewässer und Plantscherei aufgewertet. Anlage und deren Gebäude insgesamt sind beachtlich sehenswert. Tritt man durchs Memmelsdorfer Tor zwischen Feigenhaus und Orangerie, geht man gern auf weitere Erkundung.
Ein Rekordbaum mit 84 Apfelsorten (Jakob Lebel, Prinz Albrecht!) wächst vor dem Schloss.
Hier zwischen sportiven Rasenfeldern und markierten Wanderwegen mit Waldwegen
und Sandgrasheide findet man nach Sport und Wandern immer ein gutes "Pett"
und kann sich gern im Ortsteil Schadlos aufhalten.
romantische Rarität: Fähre über die Regnitz
Schloss Weißenstein (1711-1719) - die glänzend barocke Perle Frankens birgt Gemälde von Rubens, Rembrandt und anderen. Doch dazu muss man erst untertänigst die weit ausladenden fürstlichen Stufen hinauf.
zugehörig:
Limbach, Oberndorf, Pommersfelden, Sambach, Schweinbach, Steppach, Stolzenroth,Unterköst, Weiher, Wind
Der
Giechberg (520) war schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Die weit sichtbare
Giechburg (1125) blieb lange Zankapfel, den die ostfränkischen Andechs-Meranier
nicht freiwillig an die Bamberger Bischöfe verschenkten. Doch 1390 machte
das Hochstift Bamberg den Anspruch klar. Eine Blütezeit hatte die Burg um
1600, nachdem sie zur späten Höhenburg umgebaut wurde und so den Schweden
im Dreißigjährigen Krieg widerstand. Nach der Säkularisation 1802
sorgte ein bayrischer Bauinspektor dafür, den Eindruck einer Burgruine zu
schaffen, was durch Dachentdeckungen gut gelang und erst 1971 mit revitalisierenden
Millionen gebremst wurde. Heute ein ruhiger Platz weit oben mit guter Sicht und
preiswerter Gastlichkeit.
Gleich nebenan auf dem Gügel (kein Schreibfehler!) die Kapelle des Heiligen
Pankratius.
Stadt nahe der A3 mitten im Steigerwald, gegründet 1336 durch Konrad von Schlüsselberg (Name!);
- Stadtbefestigung blieb nahezu vollständig erhaltener mit Torturm und Zwinger
- Marienkirche (1724/25), barock, wahrscheinlich nach Plänen von B. Neumann
- gotische Pfarrkirche
- Stadthalle, An der Reichen Ebrach 1
- Stadtmuseum, u.a. Geologie und Natur des Steigerwaldes, frühere Lebensweise
Reichmannsdorf: Barockschloss