Auf 1.168 km² bietet der Kreis ausreichend landschaftliche Vielfalt: im Westen den Steigerwald, im Osten die von Tälern der Fränkischen Schweiz durchbrochenen Jurahochflächen, im Norden schon die Ausläufer der Haßberge. Und mitten drin Bamberg, Treffpunkt von Main-Donau-Kanal, Main und Rednitz.

Bischberg

Gemeinde dicht an Bamberg gelegen, deutet der Ortsname auch auf die Nähe zu den Bischhöfen;
Badesee
Ortsteile:
Tütschengereuth, Trosdorf und Weipelsdorf

Burgebrach

vielleicht von "wo die Burg brach liegt"? In Richtung NW bei Ampferbach findet sich in 342 m ü. NN. eine Ruine mit gedenkendem Hinweis auf die im 12. Jh erstmals genannten Ministerialen von Windeck. Der letzte von Windeck hieß Ursula, starb 1475 und somit aus.
Hügelgräber und Goldberge findet man auch nicht alle Tage.
erbaullich:
Pfarrkirche St. Vitus: Der älteste und schönste Teil ist der aus dem Jahre 1454 stammende gotische Chor. Auf der äußeren Ostseite befinden sich zwei Reliefs (1490). Auf dem Kirchplatz steht ein spätgotischer Ölberg, ein sechseckiges offenes Häuschen mit Maßwerk und Netzgewölbe.

Burgwindheim

ehemaliger Wallfahrtsort, in dem heiliges Blut nur so in Strömen floss. Daran erinnert auch ein Brunnen und die Blutprozession, größtes Wallfahrtsfest im Steigerwald.
- ehemalige Amtshaus des Klosters Ebrach, schlossartig
- Barockschloss, 1720-25 von Balthasar Neumann gebaut.
- Wallfahrtskapelle zum Heiligen (1591/97), nachgotischer Massivbau mit barockem Hochaltar
- Heilig-Blut-Brunnen (1730) von von Johann Leonhard Dientzenhofer
- Pfarrkirche St. Jakobus (1748/51), Bauleitung W. v. d. Anwera (Hauptaltar und Kanzel), mit Seitenaltären von Balthasar Neumann, Deckenstuck im ital. Rokoko um drei Fresken.
Da gibt es vielleicht nichts Weltliches?

Buttenheim

kleine Gemeinde: Levi Strauss wurde 1829 hier geboren. An den Erfinder der Jeans erinnert das www.levi-strauss-museum.de

Ebrach

Gemeinde im nördlichen Steigerwald an der B22, staatlich anerkannter Erholungsort mit viel altem Buchenwald
Hier erfolgte 1127 die gewaltige Anlage des ersten rechtsrheinischen Zisterzienserklosters. Als Stifter des Klosters werden gern Berno und Richwin angenommen. Mit dem ersten Staufenkönig Konrad III. entwickelte es sich zu einem fränkischen Machtzentrum.
Der Ort entwickelte sich erst nach Auflösung des Klosters 1804, das in wichtigen Teilen (z.B. Kaisersaal, erstaunliche Rosettenfenster) erhalten blieb, wohl auch, weil es als Strafarbeiterhaus und Jugendstrafanstalt diente. Die Klosterkirche (1200/85), frühgotischer Bau, wurde im 18. Jh. innen frühklassizistisch umgestaltet. Die ehemalige Abtei wurde barock verändert unter J. L. Dientzenhofer und J. Greising (1686-1735).
Im Zisterziensermuseum ist unter anderem eine Dauerausstellung zur Abteigeschichte in der ehemaligen Abtswohnung zu sehen.
Der Ebracher Musiksommer im prächtigen Konventgebäude und Orgelkonzerte in der Abteikirche sind kulturelle Höhepunkte, das beheizbare Freibad ein nasses Vergnügen.
Ortsteile:
Winkelhof, Schmerb, Neudorf, Kleingressingen, Kleinbirkach, Hof, Großgressingen, Großbirkach, Eberau, Buch

Frensdorf

Landwirtschaftlich strukturierte Wohngemeinde mit rund 4.000 EW (19991) auf 44km² am 371m überragenden Mainberg
mit den Gemeindeteilen Abtsdorf, Birkach, Frensdorf, Ellersdorf, Herrnsdorf, Hundshof, Lonnershof, Obergreuth, Rattelshof, Reundorf (mit Waldbierkeller), Schlüsselau, Untergreuth, Vorra, Wingersdorf
sehenswert:
- Bauernmuseum: ländliches Wohnen im regionaltypischen Bauernhof um 1920
- Barockkirche in Frensdorf

Hallstadt

historischer Marktort, ehemaliger Königshof Karls des Großen Der Kreuzberg ist bereits ein Ausläufer der Hassberge; beheiztes Freibad, rekultivierter Baggersee

Lisberg

Gemeinde mit mächtiger Burg Lisberg und Burgmuseum: Führungen nach vorheriger Anmeldung. Bewirtung und Absprache mit dem Burgherrn.
Dreifaltigkeitskirche (1729/56), 1866 erweitert. Die Kirche ist in eine Werktags- und Sonntagskirche geteilt. Der Altar der Werktagskirche ist neuromanisch, die überlebensgroße "Lisberger Madonna" für Schwärmer madonnenhaft
Gemeindeteil Trabeisdorf: - St. Michaelskirche (1737) im Rokokostil vom Grundherrn Marschalk von Ostheim. Sehenswert sind die Epitaphien der verschiedenen Adelsfamilien - wieso eigentlich?

Litzendorf

Gemeinde

Memmelsdorf

im oberfränkischen Memmelsdorf lockt das schöne Schloss Seehof mit seine Marquardtsburg

Die Gemeinde mit den weiteren Gemeindeteilen Drosendorf, Kremmeldorf, Laubend, Lichteneiche, meedensdorf, Merkendorf, Schmerldorf und Weichendorf ist vor allem für sein Schloss Seehof bekannt. Erster Besitzer war Fürstbischof Marquard von Stauffenberg. Mitte 18. Jh. entstand hier die Rokoko-Parkanlage, die einst etwa 400 Figuren und Bänke aufwies, die größtenteil angeblich während und nach der Säkularisation verschwanden. Aber war es nicht vielmehr so gewesen, dass bestimmte Kreise sich über die Nacktheit verschiedener Skulpturen empörten, diese entfernten und einlagerten, um sie dann nach und nach zu verschachern oder heimlich im eigenen Geläuf zu installieren? Wenn ein strahlend weißer Herkules den Raub der Proserpina und den Kampf der Giganten begleitet, hebt das keinen mehr an, macht sich aber bei blauem Himmel auf grüner Wiese ganz gut. Die Kaskaden am den Seen erscheinen für sich etwas schwülstig, werden durch den Anblick der Gewässer und Plantscherei aufgewertet. Anlage und deren Gebäude insgesamt sind beachtlich sehenswert. Tritt man durchs Memmelsdorfer Tor zwischen Feigenhaus und Orangerie, geht man gern auf weitere Erkundung.
Ein Rekordbaum mit 84 Apfelsorten (Jakob Lebel, Prinz Albrecht!) wächst vor dem Schloss.

Pettstadt

Hier zwischen sportiven Rasenfeldern und markierten Wanderwegen mit Waldwegen und Sandgrasheide findet man nach Sport und Wandern immer ein gutes "Pett" und kann sich gern im Ortsteil Schadlos aufhalten.
romantische Rarität: Fähre über die Regnitz

Pommersfelden

Schloss Weißenstein (1711-1719) - die glänzend barocke Perle Frankens birgt Gemälde von Rubens, Rembrandt und anderen. Doch dazu muss man erst untertänigst die weit ausladenden fürstlichen Stufen hinauf.
zugehörig:
Limbach, Oberndorf, Pommersfelden, Sambach, Schweinbach, Steppach, Stolzenroth,Unterköst, Weiher, Wind

Scheßlitz

Landstädtchen im Ellertal, oberfränkische Perle mit rotem Angelhaken im Wappen, um 800 erstmals urkundlich ewähnt; 1230 wohl bereits Stadtrecht (Herzog Otto VII.); Eine Bahnlinie nach Bamberg wurde 1908 ziemlich spät eröffnet und bereits 1988 wieder abgebaut. Immerhin interessante Fachwerkhäuser in reizvoller Umgebung.

hoch oben am Giechberg blickt man weit ins Oberfränkische und auf Scheßlitz. Ort und Burg haben Charakter.Der Giechberg (520) war schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Die weit sichtbare Giechburg (1125) blieb lange Zankapfel, den die ostfränkischen Andechs-Meranier nicht freiwillig an die Bamberger Bischöfe verschenkten. Doch 1390 machte das Hochstift Bamberg den Anspruch klar. Eine Blütezeit hatte die Burg um 1600, nachdem sie zur späten Höhenburg umgebaut wurde und so den Schweden im Dreißigjährigen Krieg widerstand. Nach der Säkularisation 1802 sorgte ein bayrischer Bauinspektor dafür, den Eindruck einer Burgruine zu schaffen, was durch Dachentdeckungen gut gelang und erst 1971 mit revitalisierenden Millionen gebremst wurde. Heute ein ruhiger Platz weit oben mit guter Sicht und preiswerter Gastlichkeit.
Gleich nebenan auf dem Gügel (kein Schreibfehler!) die Kapelle des Heiligen Pankratius.

Schlüsselfeld

Stadt nahe der A3 mitten im Steigerwald, gegründet 1336 durch Konrad von Schlüsselberg (Name!);
- Stadtbefestigung blieb nahezu vollständig erhaltener mit Torturm und Zwinger
- Marienkirche (1724/25), barock, wahrscheinlich nach Plänen von B. Neumann
- gotische Pfarrkirche
- Stadthalle, An der Reichen Ebrach 1
- Stadtmuseum, u.a. Geologie und Natur des Steigerwaldes, frühere Lebensweise
Reichmannsdorf: Barockschloss

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Faustkeil und Bronzespeerspitzen - auch auf den äckern an den Bergen um Würgau finden sich immer wieder Spuren Jahrtausende alter menschlicher Zivilisation