Alles gehopft wie gehügelt in der Hallertau

Mehrere beschilderte Routen erschließen den Landkreis auch für auswärtige Radtouristen. Erlebnistouren für die ganze Familie auf flachen, wenig befahrenen Feldwegen oder Nebenstraßen und anspruchsvolle Strecken mit starken Steigungen für Ambitionierte sind einen Abstecher wert. Denn von Jetzendorf bis Vohburg führt die Ilmtal-Tour, durch das Schrobenhausener und Pfaffenhofener Spargelland die Paartal-Tour von Hohenwart nach Manching. Beide Routen münden direkt in den Donau-Radwanderweg.

Gerolsbach

Skulpturenpark im Gerolsbachtal, idyllisch und kunstfreundlich

Geisenfeld

Kleinstadt mit rund 10.000 EW auf 88 km² in wald- und seenreichen Landschaft
Klostersiedlung im nördlichen Landkreis Pfaffenhofen a.d.llm. Hier finden sich alle Einrichtungen eines Unterzentrums, wie Kindergrößten, Grund- und Hauptschule, Förderschule, Realschule, Hallenbad, Sportanlagen, Tennisplätze, Tennishalle, Reitsportanlagen und ein gut ausgebautes Radwegenetz.
erbaulich:
- Rathaus Rathausstraße 11 (1626), Renaissance, Giebel mit Justiciafigur (Balthasar Stoll). Hierin ist das besuchenswerte Hallertauer Hopfen- und Heimatmuseum. Einen Besuch wert ist für Heimat- und Geschichtsfreunde das liebevoll gestaltete . Es zeigt den Hopfenanbau bis hin zur Bierbrauerei, die Seilerei, das Schäfflerhandwerk, traditionelle Hallertauer Tracht und mehr. Geisenfeld gilt als Geburtsstätte des Hallertauer Hopfenanbaus. www.heimatmuseum-geisenfeld.de
- einstige Klostergebäude um die Stadtpfarrkirche St. Emmeram, ursprünglich romanisch
- romanische kleine Kirche von Ainau, beachtliches Portal
natürlich:
Baden im Naturerholungsgebiet Feilenmoos, einer durch Kiesabbau geschaffenen, künstlichen Seenlandschaft zwischen Geisenfeld und Manching. An einem der vielen Baggerseen wurde ein Freizeitzentrum mit Gaststätte, Grillplätzen, Kinderspielplatz und sanitären Anlagen geschaffen. Ein Spaziergang in der Wald- und Heidelandschaft im Feilenforst oder im Naturschutzgebiet Nöttinger Viehweide ist beeindruckend.

Hohenwart

Ein imposantes Baudenkmal ist hoch über dem Paartal das Kloster Hohenwart. Das im Jahr 1074 gegründete Benediktinerinnenkloster wurde nach einem Brand Ende des 19. Jahrhunderts neu aufgebaut. In dem ehemaligen Kloster sind heute beschützende Werkstätten und Betreuungseinrichtungen, vorwiegend für hör- und sprachbehinderte Menschen, untergebracht. Die Klosterkirche beherbergt zahlreiche Kunstschätze, darunter ein wertvolles Holzrelief der Heiligen Drei Könige von Philipp Dirr.

Manching

Markt mit 11.200 EW;
Bereits zum Beginn unserer Zeitrechnung bestand hier eine große keltische Siedlung mit Ringwall - Stammeshauptstadt der keltischen Vindeliker und erste Großstadt Bayerns.
Das prädistiniert Manching zum Hauptort der Keltenforschung und Anziehungspunkt für Archologen und geschichtlich Interessierte. An der Staatsstraße Manching-Geisenfeld hat der Keltisch-Römische Freundeskreis ein Tor der Wallanlage der Keltenstadt rekonstruiert.
Keltisch-Römisches Museum, Ingolstädter Straße 2
Im Keltisch-Römischen Museum in Manching erfährt der historisch Interessierte mehr über die einstige Kelten-Hauptstadt und kann zahlreiche Ausgrabungsstücke wie Waffen, Keramik und Schmuck bewundern. Auch Funde aus dem ehemaligen Römerkastell Oberstimm sind hier aufbewahrt.
gelüftet: deutsches Luftfahrtzentrum-Süd
natürlich:
Landschaftsschutzgebiete, Naherholungsgebiet Feilenmoos mit seinen zahlreichen Seen und Badeweihern
Reitstall am Anger

Pörnbach

ländliche Gemeinde den Ortsteilen Puch und Raitbach
geprägt vom Hopfen- und verstärkt auch Spargelanbau, der Prnbach weit über die Grenzen der Hallertau hinaus bekannt gemacht hat. Von Prnbachs Geschichte als kndet noch heute das ehemalige
Schloss mit Schlossgarten, ehemals Sitz des Ministerialgeschlechts der Wittelsbacher, 1622 durch die die Grafen von Toerring erworben Die Grafen zu Toerring errichteten hier eine noch heute tätige Brauerei, auf deren Mälzereikamin fast jeden Sommer ein Storchenpaar nistet.

Reichertshausen

Gemeinde im sanfthügelig idyllischen oberen Ilmtal, Siedlungsursprung bereits um 800;
zugehörig:
die ehemals selbständigen Ortsteile Steinkirchen, Pischelsdorf, Paindorf, Langwaid.
Wasserschloss (1840)

Reichertshofen

Markt und Metropole des Paartales mit etwa 7.400 EW (2007)
Paarhalle, einer Mehrzweckhalle mit laufenden Veranstaltungen.
zugehörig die ehemaligen Gemeinden Gofteshofen, Häg, Langenbruck und Winden am Aign;
Das Ensemble der Wallfahrtskirche St. KastI mit einer über tausendjährigen riesigen Linde steht unter Denkmalschutz.
Reizvoll ist das Paartal in Richtung Hohenwart mit seinen naturbelassenen Uferzonen

Rohrbach

Gemeinde im Ilmtal, bereits 869 erstmals urkundlich erwähnt.
sehenswert:
alter Ortskern mit baulichem Ensemble aus Schloss, alter und neuer Kirche (1961, Architekt Alexander von Branca)
persönlich:
- Johann Andreas Schmeller, der Schpfer des Bayerischen Wrterbuches,
- Rohrbach Franzel, vor rund 100 Jahren nach Böhmen aus- bzw. zugereist
event:
alljährliches Hopfazupfafest am 15. August

Scheyern

verlockende Weiher-Gemeinde
Benediktinerkloster Scheyern - 1120 gegründet auf einer Anhöhe am Rande der Hallertau - war Stammburg der Grafen Schyren-Wittelsbach und damit des späteren bayrischen Königshauses. Einige Jahrzehnte später kam wie durch ein Wunder durch die Grafen von Dachau eine große Kreuzreliquie nach Scheyern, durch die das Kloster zu einem viel besuchten Wallfahrtsort wurde.
Seit 1990 steht das Klostergut der Benediktinerabtei als Versuchsstation der Technischen Universität München und der Gesellschaft für Umwelt und Gesundheit zu Forschungszwecken zur Verfügung.

Schweitenkirchen

Gemeinde mit rund 5.000 Einwohnern auf einer Anhöhe, eingebettet zwischen Wiesen und Hopfengärten
Gründung eventuell bis in die Zeit der Stammesbildung der Bajuwaren zurück reichend, also bis um 550 n.d.Z..

Vohburg

Städtchen zwischen Donau und Ilm;
Oberwöhr: Altstadt um den aus einem mächtigen Juraausläufer bestehenden Burgberg. Malerische Wege und Gassen führen über durch das einziger Burgtor zum Burghof mit dem alten Schloss, der Pfarrkirche sowie dem erst 1960 errichteten Wasserturm.
Auf der Vohburg heiratete der Wittelsbacher Herzogssohn Albrecht III. im Jahr 1432 die Augsburger Baderstochter Agnes Bernauer. Von der äußeren Stadtbefestigung sind drei Stadttore aus dem Mittelalter erhalten: Im Norden das Donautor, im Süden das Kleine Donautor und im Westen das Auertor
geangelt:
verschiedene Teiche, entlang der Ilm, Höfartsmühle bis Hartacker

St. Kastl, 1447 geweihte Wallfahrtskirche und daneben kleine barocke Kapelle. Hier wird der heilige St. Kastulus - offenbar erfolgreich - zum Schutz vor den berüchtigten Hallertauer Roßdieben und zur Gesundung kranken Viehs angerufen. Im umliegenden Wald lässt es sich schön wandern und spazieren.

Wolnzach mit hopfengrünem Rathaus

und mehr als 10.000 EW;
Hopfenhandelszentrum von weltweitem Gewicht in der sich weiter Richtung Nordosten erstreckenden Hallertau,
bereits 756 geschichtlich erwähnt
Barockkirche St. Laurentius am Markt und viele kleinen, sehr interessanten und geschichtlich wertvollen Dorfkirchen rund um Wolnzach.
süffig:
Bürgerbräu Wolnzach AG, Am Brunnen 2
Hier wird kein Mode- oder Trendbier gebraut, sondern ein naturbelassenes Qualitätsbier mit viel Malz und Hopfen. Das Bier schimmert goldgelb, ist naturtrüb und nur begrenzt haltbar. Monatelange Haltbarkeit im Supermarkt ist nicht das Ziel der Wolnzacher Bierbrauern, sondern Reinheit, Geschmack und Erhalt der im Bier enthaltenen Eiweißpartikel.
- Deutsches Hopfenmuseum, Elsenheimerstr. 2
- Hallertauer Lehrpfad, 4 km Rundweg mit 26 Lehrtafeln über Landwirtschaft, Hopfen, Wald und Landschaft der Hallertau. Der Parkplatz befindet sich am Wolnzacher Ortsausgang in Richtung Rohrbach.
- Hallertauer Volksfest mit der Wahl der Hallertauer Hopfenkönigin.

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