an der Waldnaab mit Hessenreuther Wald und Kulm

Der Oberpfälzer Wald ist für geologisch interessierte Naturliebhaber ein ideales Wandergebiet. Wer dazu das Glück hat, auf diesem Forschungsgebiet zu arbeiten, der ist fast schon zu beneiden.

Altenstadt a.d.Waltnaab

Stadt mit rund 4.700 EW (2012) an der historischen Goldenen Straße und der Waldnaab. Damit hatte A. eine zentrale Bedeutung. Kaufmannszüge des Kaisers wechselten hier ihre den Zug schützenden Soldaten (Geleitswechsel). Das brachte Geld ins Stadtsäckel.
Der weithin sichtbare Parkstein ist gern besuchtes Geotop. Oft wird er als schönster Basaltkegel Europas bezeichnet. Oben sieht man noch Mauerreste einer Burg nebst Kapelle.

Eschenbach i.d.OPf

Städtchen mit rund 4.000 EW (2012) ist schön an einer kleinen Teichplatte gelegen, hat hier auch das größte bayrische Strandmoorbad.
An dem im Mittelalter angelegten Stadtplatz findet man - naheliegend - das Rathaus (16. Jh.);
besuchenswert:
das Ackerbürgerhaus "Beim Taubenschuster" (Geschichts- und Kulturzentrum)
zugehörig:
Apfelbach, Breitenlohe, Eschenbach, Eschenbachermühle, Großkotzenreuth, Hammermühle, Hotzaberg, Kleinkotzenreuth, Netzaberg, Runkenreuth, Schmierhütte, Stegenthumbach, Thomasreuth, Trag, Weidlberg, Witzlhof

Eslarn

Markt und Erholungsort mit rund 2.700 EW (2012) in 550 m ü.NN. im Loisbachtal nahe der tschechischen Grenze;
1983 wurde Eslarn staatlich anerkannter Erholungsort
sehenswert: barocke Pfarrkirche;
natürlich:
- Naturpark mit grandiosen Landschaft
- Wildpark, Walderlebnisbühne, Kurpark
- Freibad am Atzmannsee
sportlich:
Minigolf, Tennis, Wander- und Radwege, Panoeuropa-Radweg nach Tschechien
Kommunbrauhaus mit Zoiglbier

Floss

Marktgemeinde mit rund 3.500 EW (2012)
948 frühe Nennung in den Annalen des Klosters St. Emmeram in Regensburg, als der bayerische Herzog die Ungarn bei "flozzun"besiegte
1280 erstmals als Markt bezeichnet
Von den Hussiten fast vernichtet und dann schwer vom bayerisch-pfälzischen Erbfolgekrieg betroffen, kamen erst durch die Regentschaft der Neuburger Herzöge (1519) Handel und Gewerbe wieder in Gang.
1813 brannte Floß nieder. Bezirksamtmann Karl Reisner Freiherr von Lichtenstern baute den Markt wieder auf.
- Marktplatz, Marktbrunnen mit Fratzengesicht und Adler, Wahrzeichen von Floß
- Goldener Löwen, altes historischesLandhotel
- Altes Pflegschloss
- Judenberg

Flossenbürg

Gemeinde mit rund 1.600 EW (2012), kleinen Erholungsort nahe der Grenze zu Tschechien
Ruine der Hohenstaufenfeste Burg Flossenbürg (11. Jh.) auf dem Schlossberg mit deutlicher Granitformation die, Wahrzeichen des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald.
KZ-Gedenkstätte

Grafenwöhr

Stadt mit rund 6.500 EW (2012)
1937 wurde der Truppenübungsplatz Grafenwöhr erweitert und damit auch zahlreiche Ortschaften der Umgebung beerdigt. Militärgeschichte speziell des am Stadtrand liegenden größten NATO-Truppenübungsplatzes kann man hier in den schillerndsten Farben genießen. Sicher gäbe es Demos, falls eines Tages die Aufhebung des Sperrgebietes erwogen werden sollte. Die Wirtschaft des schönen Städtchens läge dann vielleicht brach.
Heute ist der im fränkischen Baustil errichtete Wasserturm vom Wahrzeichen der Stadt zum Eingangsportal in eine andere Welt geworden.

Kirchenthumbach

Marktgemeinde mit rund 1.300 EW (2012)
Ortsteile:
Burggrub, Bärmühle, Dammelsdorf, Ernstfeld, Grünthanmühle, Görglas, Göttersdorf, Haselmühle, Haunzamühle, Heinersberg, Heinersreuth, Höflas, Kirchenthumbach, Knittlhof, Krücklasmühle, Lenkenreuth, Luisenhof, Metzenhof, Metzenmühle, Metzlasreuth, Neuzirkendorf, Oberaichamühle, Oberlenkenreuth, Obertreinreuth, Pechhaus, Penzenreuth, Pfaffenstetten, Putzmühle, Rothmühle, Röthenlohe, Sassenreuth, Sommerau, Sorg, Straßenhäusl, Tagmanns, Thieroldsreuth, Thurndorf, Treinreuth, Unterraichamühle, Wölkersdorf, Zinnschacht

Kohlberg

Marktgemeinde mit rund 1.300 EW (2012)

Leuchtenberg

Marktgemeinde mit rund 1.200 EW (2012), Marktflecken mit malerischem Ortskern. Eine der imposantesten und schönsten Burganlagen der Oberpfalz erhebt sich hier auf bewaldetem Hügel. Gegründet durch die Landgrafen von Leuchtenberg ( 1124 erstmals erwähnt), wurde sie mehrfach zerstört. Bis 1646 war die Burg Stammsitz der Landgrafen von Leuchtenberg. Erst ab 1903 wurde sie teilweise wieder aufgebaut. Zu besichtigen sind Rittersaal und Schlosskapelle.
spektakuläre Events zur Sommerzeit als Kulisse für Burgfestspiele

Luhe-Wildenau

Marktgemeinde mit rund 3.400 EW (2012)

Mantel

Marktgemeinde mit rund 2.900 EW (2012)

Moosbach

Marktgemeinde und staatlich anerkannter Erholungsort mit rund 2.450 EW (2012) im Pfreimdtal
- Wieskirche (Mitte 18. Jh.), Barock, am Teich gelegen - nicht zu verwechseln mit der Rokoko-"Wies" auf der Wiese bei Steingaden, trotzdem sehenswert.
- Schloss Burgtreswitz, 1283 bereits erwähnt, im Dreißigjährigen Krieg zerstört, danach wieder aufgebaut, heute mit Ausstellung zur Heimatgeschichte
- Freilichttheater
- Naturpark Infostelle

Neustadt am Kulm

Neustein am Rauhen Kulm

Die Kleinststadt mit nur 1.400 EW (2000), natürlich trotzdem mit Marktplatz - ist schon wegen seiner Winzigkeit einen Besuch wert.

Zwischen zwei erloschenen Vulkanen gelegen, sind die Bewohner vorwiegend Vulkanier. Eine Wanderung zum Rauhen Kulm - seit 1909 Naturdenkmal - führt bis in 682m Höhe und belohnt mit einem herrlichen Rundblick auf das Oberpfälzer Hügelland.


Der Kleine Kulm, ein Geotop vulkanischen Ursprungs aus tertiärem Basaltgestein mit einer Ummantelung aus Tuff in Neustadt am Kulm nahe dem Rauhen Kulm. Auch er ist eine der höchsten Erhebungen in der Fränkischen Schweiz, mit Aussichtsturm, Ausgangspunkt zahlreicher Rundwanderwege.

Parkstein

Marktort mit reichlich 2.400 EW (2008) am "schönsten Basaltkegel Europas" (nach A. v. Humboldt), dessen deutlich ausgeprägten Säulen aussichtsreich bis auf 696 m ü.NN. reichen

Kirchlein auf dem ParsteinUm 1000 entstand die Burg Parkstein auf dem Basaltberg.
1053 wurde sie erstmals als Burg Paracstein schriftlich erwähnt, nachdem sie Weihnachten niedergebrannt wurde.
1278 kam der erste Landrichter nach Parkstein.
1329 wurde Parkstein Landgerichtssitz mit Halsgerichtsbarkeit.

1339 fiel Parkstein an König Johann von Böhmen, der 1340 Ort und Burg seinem Schwager Herzog Rudolf von Sachsen zum Pfand gab und den Bewohnern die Marktrechte verlieh. Von Friedrich von Brandenburg erhielt der Ort 1435 ein eigenes Wappen.
Der 30jährigen Krieg ging spurlos an der Burg vorüber. Die Zeit und schließlich ein Unwetter von 1756 stümten und schleiften die Veste.
Noch bevor Parkstein von seiner erheblichen gerichtlichen Stellung profitieren konnte, ging diese an Neustadt /Waldnaab.
zugehörig:
Frühlingshöhe, Grünthal, Hagen, Hammerles, Neumühle, Niederndorf, Oed, Parkstein, Pinzenhof, Polier, Scharlmühle, Schwand, Sogritz, Theile

Pfreimd

Stadt mit rund 5.500 EW (2012)

Pleystein

Stadt mit rund 2.400 EW (2012) im Zottbachtal. Ob die Lage als malerisch gelten kann, hängt von der Kunstauffassung ab. Wer allerdings als Hobbygeologe am 40m hohen Rosenquarzfelsen herum pickert, nagt am Fundament einer neubarocken Wallfahrtskirche. Also Respekt vor der Natur! Mineralien der Umgebung sind im Heimatmuseum im Rathaus zu sehen, dazu noch das Modell einer Glasschleiferei und andere Schmäckerchen.

Pressath

Stadt mit rund 4.400 EW (2012)
Viele Stadtbrände ließen wenig baukulturell Historisches an altehrwürdiger Stelle übrig. Das muss kein Nachteil sein...

Schwarzenbach

Gemeinde mit rund 1.200 EW (2012) nördlich vom Manteler Wald, in einer vom Kiesabbau geprägten Landschaft;
Dorf Dießfurth. Im Tal der Haidenaab liegt eines der schönsten Hammerschlösser der Oberpfalz

Speinshart

Gemeinde mit rund 1.100 EW (2012), Dientzenhofer Kloster

Tännesberg

Marktgemeinde mit rund 1.600 EW (2012)

Waidhaus

Marktgemeinde mit rund 2.200 EW (2012) und Tor zum Osten an der historischen Handelsstraße Nürnberg-Prag, Straßenübergang von Bayern nach Tschechien, am 23.12.1989 wieder entschärft.

Waldthurn

Marktgemeinde mit rund 2.000 EW (2012)

Weiherhammer

Gemeinde mit rund 3.900 EW (2012)
Entstehung des Ortes 1717 in Verbindung mit Bau eines Hochofens

Windischeschenbach

Marktgemeinde mit rund 5.100 EW (2012)
Zoigl-Gemeinde - bei Freibier hängt der Stern am Haus ;-)
Auffällig der über 80 m hohe Bohrturm, mit dem man versucht, die Bodenschätze des neuseeländer Schelfs anzuzapfen. Über 9000 km sind bereits geschafft. Das nennt sich Forschungsprojekt KTB - Kontinentales Tiefbohrprogramm. Natürlich bringt das Bohren immer wieder überraschende Erkenntnisse - doch was erhofft man sich und wem dient das? Wird vielleicht in der Ausstellung vor Ort deutlich. Ein Blick vom Parkstein mit seinem Basaltkegel in die Ferne lässt tiefer Blicken als ins 9.000m tiefe schwarze Bohrloch und verlockt zum Durchwandern der hügeligen Vulkanlandschaft.
zugehörig:
Bernstein, Bach, Berg, Bernstein, Dietersdorf, Dornmühle, Gerbersdorf, Gleißenthal, Harleshof, Johannisthal, Lindenhof, Naabdemenreuth, Neuhaus

alle Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Altenstadt Bechtsrieth 1.050, Eschenbach Eslarn Etzenricht 1.600, Floß Flossenbürg Georgenberg 1.400, Grafenwöhr Irchenrieth 1.200, Kirchendemenreuth 900, Kirchenthumbach Kohlberg Leuchtenberg Luhe-Wildenau Moosbach Mantel Neustadt am Kulm, Neustadt a. Waldnaab, Parkstein Pirk 1.800, Pleystein Pressath Püchersreuth 1.600, Schirmitz 2.000, Schlammersdorf 900, Schwarzenbach Speinshart Störnstein 1.400, Tännesberg Theisseil 1.200, Trabitz 1.300, Vohenstrauß Vorbach 1.000, Waidhaus Waldthurn Weiden (kreisfrei), Weiherhammer Windischeschenbach