
Mit Anstau der Roth durch eine Talsperre (Bau 1985-93) entstand der Rothsee. In seinem kleineren Teil Badesee, ist der größere vor allem Seglern und Surfern vorbehalten. Schön umwaldet und nahe der A9 gelegen, wurde er zum attraktiven Erholungsziel entwickelt.
beachtlich: Kulturwanderweg "Rothsee-Naturpark Altmühltal"
kein protziger, dafür schmucker Marktflecken und Erholungsort mit viel
traditioneller Gastronomie, 1254 als Alrsperch als Mittelpunkt einer Pfarrei genannt.
Aus dieser Zeit stammt auch das hübsche Wehrkirchlein am westlichen Markt.
Unter der frühen Herrschaft der Wolfensteiner entwickelte sich der Ort 1323
zum Markt und erhielt 1323 Befestigungsrechte. Dem relativ kleinen Torturm sieht
man seine gewichtige Multifunfktionalität nicht an - in ihm war sogar die
erste Schule von A.
Im Bayrischen Erfolgekrieg wurde die Veste niedergebrannt (1504), 1505 kam H.
zum neu gegründeten Herzogtum Pfalz-Neuburg.
1689 führte der unternehmerische Bürgermeister Johann Georg Heckel den leonischen Drahtzug ein - hört sich unspektakulär an. Der sich daraus ergebende materielle Wohlstand war die Voraussetzung für das weiß-barocke Heckelhaus (1721) am Markt. Das ockerfarbene Schloss am Markt (1723/28) war Sitz der ältesten leonischen Drahtwarenfabrik Deutschlands von Jacob Gilardi, die dann 1756 in den Reichsadelsstand erhoben wurde...
Schloss Appelhof, Rokoko, Privatbesitz
Polsdorf und Grashof liegen schon am Rothsee und laden zum Bade und zur Einkehr
Gemeinde mit etwa 6.000 EW (2000) mit Kernort um Kirche St. Georg, wo die
beiden Rezat zur Rednitz münden, 1304 erstmals als villula Gmündt urkundlich
erwähnt. Der Wasserreichtum brachte frühe Industrialisierung - Eisenschmelzwerk
(16. Jh.), Papiermühlen (18. Jh.). Ab 19. Jh. Hopfenanbau und weitere Industrie
und Ausweitung zu Friedrichsgmünd. Neben dem Dorf Hauslach kamen dann 1811
Oberheckenhofen, 1910 die Hämmerleinsmühle hinzu, zuletzt Mäbenberg,
Mauk, Obermauk, Wernsbach, Untersteinbach, Petersgmünd, Rittersbach, Weinmannshof
und ...
schön: aber wenig Schlösslein ist das Friedrichs-Schlösslein (1666)
mit ockerfarbenem Fachwerk nahe der Brücke über die Fränkische
Rezat, Wasserrad der alten Papiermühle;
unmenschlich:
am Bahnhof sitzen noch immer die 3 sagenhaften Ortsgründer und Brüder
jüdisch:
einer der ältesten jüdischen Friedhöfe in Bayern mit ehemaliger
Synagoge (1735);
brüchig:
bei Wernsbach in den Wäldern östlich der B2 ein stillgelegter Burgsandsteinbruch
ehemalige Bierstadt mit Brauhausgasse im Westteil, benannt nach dem Stammsitz
derer von Heideck (Ritter Hadebrand II. 1192) etwa 2,5 km sw der Stadt = Altenheideck.
1278 wurde erstmals als "neue Stadt" der Herren von Heideck genannt,
die zwar 1419 noch die in vieler Hinsicht bemerkenswerte Frauenkirche als Grabgelege
ihrer Dynastie erbauten, aber bald Macht und Besitz verloren - 1471 Herzogtum
Bayern-Landshut, später Fürstentum Pfalz-Neuburg, dann verpfändet,
königlich, bayrisch.
erbaulich:
Der ovale Grundriss der ursprünglichen Altstadt auf dem Schlossberg blieb gewahrt, die Stadtmauer wurde im 19. Jh. weitgehend abgetragen. Am nördlichen Stadtgraben findet man Reste mit integrierten Häusern und Scheunen.
bemerkenswert:
stattliche Bürgerhäuser besonders in der westlichen Hauptstraße,
darunter Nr. 13 - das graugelbe Sandsteinhaus mit Renaissance-Fassade (1603);
auffällig die vielen hohen Giebel (Hopfenspeicher) im gesamten Stadtgebiet
und den Dorflagen;
Marktplatz: 5 Fachwerkhäusern älter als 1600.
Rathaus Marktplatz 24, Sandsteinbau (1476/81) war ursprünglich Getreidekasten, erhielt mit Umbau 1861 seine Staffelgiebel.Heimatkundliche Sammlung mit Schwerpunkt Landwirtschaft, Schule, Trachten und Hafnerware
Frauenkirche Kapell (15. Jh.)
Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer (15. Jh.)
Schlossberg: auf einem Ausläufer der Fränkischen Alb Rest (Burgstall) der 1278 erbauten neuen Burg der Heidecks - guter Aussichtspunkt.
OT Kreuth: Herrenhaus (18. Jh.) in Privatbesitz mit Reiterhof

Stadt verkehrsgünstig an A9 und Main-Donau-Kanal gelegen, am dicken Ende
vom jungen Rothsee; gegründet um 1280 durch (den Beamten) Heinrich von Stein
und dessen Sohn Hilpolt I., woraus sich der Ortsname ergab. Nach 1385 (kein männlicher
Erbe) kam H. an die Wittelsbacher Herzöge und von Ludwig den Reichen an Georg
den Reichen von Baiern-Landhut, 1505 an die Pfalz Neuburg und wurde vorerst an
Nürnberg verpfändet, als Witwensitz überschrieben (was natürlich
ein jährliches Burgfest wert ist) na und so weiter, bis sich das Finanzamt
mit Einvernehmen des Amtsgerichts der Stadt und der Residenzgebäude (1619/24)
der Neuburger Pfalzgrafen annahm.
Rathaus (1473/74, ehemals Handelshaus), schön auf Sandstein gesetztes Fachwerk mitten auf dem Marktplatz, dazu das Brunnenmännlein (1560, Pankraz Labenwolf);
An der südwestlichen Stadtmauer steht der letzte verbliebene Wehrturm. Da sind auch beachtlich alte Fachwerkhäuser zu sehen: Reichlerhaus (1499), Götzhaus (1385) herausragend.
Von der Burg Hilpoltstein blieb neben Bergfried (15.Jh.) und den Ringmauern (11./13.Jh.) nach Umbau und Abriss (Ende 17.Jh.) ein hübscher Flecken für sommerliche Events.
OT Mörlach (1117 urkundlich) mit Rokokoschloss (1775) im Ortszentrum;
OT Hofstetten im Südwesten - eine Idylle für sich
erwandernswert: Rothengrund mit seinen Mühlen
Gemeinde mit Burg (1536) nahe B466 und der östlich verlaufenden mittelalterlichen Burgunderstraße mit berühmten Hohlweg, über den man durch ein mysteriöses Waldgebiet um den Heidenbergnicht nur verwirrende Informationen über Attilas Grab erhält, sondern sich sagenhafr von der Hirschenmirl oder einer weißen Frau verführen lassen darf, um dann Klösse verwandeln zu können (Tipp für das herzhaft-fränkische Gericht Klass mit Soss) und weiter erholsam lehrreiches Wirrniss. Und wer im Ungerthal hängen bleibt, trifft es nicht mal so schlecht.
Gemeinde nahe am Großen Brombachsee, 1195 als Rotinbach und in Besitz des Klosters Weißenlohe genannt; 1250 Besitz des Deutschen Ordens; Straßendorf aus Bauern- und Handwerkerhöfen, dass sich entlang dem Röttenbach und einer Weiherkette erstreckte und wuchs.
Beim Besuch der einzelnen Ortschaften endeckt man viele schöne Details, umwerfend jedoch ist das Kirchlein St. Sebastian in Niedermauk, ein weißgekälkter gotischer Bau aus dem 14. Jh. mit barocken Altären. Hier kann man der Spur des Sahneschleckers folgen.
Stadt im Hügelland. Hopfenanbau ist hier bereits seit 1341 nachweisbar und prägt die Landschaft nachhaltig. 1476 es fast doppelt so viel Hopfengärten wie Weingärten - 43! Verstärkter Anbau erfolgte seit 1538. Da erhielt der Spalter Hopfen das erste Hopfensiegel Deutschlands verliehen. Natürlich verarbeitet die Stadtbrauerei einen Teil. Manche trinken tatsächlich auch Hopfenblüten-Tee - sehr beruhigend und angeblich gesund.
Prägnant hochgieblige Fachwerkhäuser mit bis zu 5 Böden zur Trocknung der Hopfenblüten sind ortstypisch. Speziell das Hopfengut Mühlreisig ersetzt ein volles Semester Hopfenarchitektur.
urig:
Die Stadtmauer ist zum guten Teil erhalten. Im Arrestturm sind nun museale Heimatstuben, im
Oberen Tor Handwerkerstuben. Das Schlenzgerhaus mit Fotogalerie nutzt die Stadtmauer als Außenwand.
Altes Rathaus mit Feuerwehrmuseum
Kornhaus mit Sonderaustellungen
Der südlich gelegene Brombachsee ist in einer guten Stunde zu Fuß erreichbar. Ähnlich weit ist es bis zur Burg Wernfels (12.Jh.) an der fränkischen Rezat (etwa westlich) mit beeindruckendem Waffensaal und Jugendherberge.
Marktort, aus einer bajuwarischen Siedlung im 7. Jh. entstanden; bereits
900 als Talamazzinga genannt, auch fränkisch besiedelt. Es sind aber auch
einige bronze- und eisenzeitliche Wohnplätze der Kelten nachgewiesen - Museum
am Markt und archäologischer Wanderweg mit Keltenhaus und Keltenfriedhof
(550/400 v.d.Z.) bei Landersdorf.
Bei der Kirche St. Marien ist ein aussagekräftiges
Rad der Geschichte abgelegt. Schon beim bloßen Hinsehen erkennt man, wie
leicht es sich zurück drehen ließe, wenn man nur wollte. Aber man sollte
doch nicht.
Kolbenhof - Lindenbaum, in dem man Platz nehmen kann, Grenzstein
Pyras mit Brauerei
Eysölden - Grenzwanderung, markgräfliches Schloss, nur von außen zu beäugen
Dorf Aue mit schönem Wanderweg zum Auer Berg und zum Burschel;
Dorf Stauf mit Dorfmuseum;
Ohlangen - malerisches Dorf
Vor- und frühgeschichtliches Museum, Marktplatz 1; Vom ältesten Fund Süddeutschlands (homo erectus) bis zu den Funden aus dem Frühmittelalter
Archäologischer Wanderweg (10 Stationen), Judenfriedhof (neben der Hauptschule);
Burg Stauf (Privatbesitz),
Ohlangen: Keltenschanze
Landersdorf - Keltenhaus, Grabhügelanlage, Burgstall Landeck
nahe am Autobahndreieck Nürnberg/Feucht