Aschaffenburg - unterfränkische Mainstadt

Aschaffenburg, Schloss Johannisburg © Henry CzaudernaAufgang zum Schloss Johannisburg

kreisfreie Stadt mit 66.819 EW (1998) mit Carillon-Tradition am Rande des Spessart, idyllisch und mildklimatisch am Mainbogen gelegen

Schon im 5. Jh. gab es an der Mainschleife eine alemannische Siedlung.

957 wurde Aschaffenburg erstmals als "Ascaphaburc" urkundlich erwähnt. In diesem Jahr wurde die Stiftskirche gegründet. Aschaffenburg gehörte derzeit zum Erzstift Mainz.
Wenige Jahre später erbaute man eine Mainbrücke aus Holz. Durch die günstige Lage wuchs Aschaffenburg und wurde reich. Dazu trug auch der Umstand bei, dass die Stadt den Mainzer Erzbischöfen seit dem 10. Jh. als zweite Residenz diente. Ein Burgrest mit Bergfried verweist auf Zerstörung im 12. Jh..

1122 wurde die Siedlung befestigt.
1144 erhielt Aschaffenburg das Marktrecht.
1161 wurden Aschaffenburg die Stadtrechte verliehen.

1814 kam Aschaffenburg mit dem Fürstentum Aschaffenburg an Bayern. König Ludwig I. nannte Aschaffenburg sein bayrisches Nizza. Trotz der Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges ist das historische Zentrum noch recht gut erhalten oder wiederhergestellt.

sehenswerte Innenstadt

[R] Rathaus
[T] Theaterplatz, Stadttheater, Klassizismus

Aschaffenburgs horizontale Sonnenuhr © B. Schuldes

Aus einer Kriegsbrache des Zweiten Weltkrieges, bis Ende der 1990er Jahre als Parkplatz genutzt, entstand der Theaterplatz (2005/12) mit einer begehbaren Sonnenuhr zwischen Theaterfoyer und Stadtloggia. Ihr Liniensystem besteht aus sieben Datumslinien und elf Stundenlinien. Wer die römischen Zahlen richtig liest, kann bei Sonnenschein auf der entsprechenden Bodenlinie Zeit ablesen unter Beachtung der Verschiebung der Sonnenzeit zur MEZ von etwa 1,5 Stunden. Mit kunstvoll verschobenen Zeit hat man von der Plattform der Stadtloggia alle Zeit der Welt.


Aschaffenburg, Häuser am Stiftsplatz © B. Schuldes

Häuserreihe am Stiftsplatz

Haus zum Storchennest, Adelssitz (17. Jh., Hettersdorf/Stromberg) > Erbsengasse


Aschaffenburg, sehenswerte Altstadt am Main, Sehenswürdigkeiten und Schloss Johannisburg

[1] Sandkirche, Rokoko
[2] Schönborner Hof, barockes Palais (17. Jh.) mit Naturwissenschaftlichem Museum > Wermbachstraße 15


Aschaffenburg, Stiftsbasilika Stiftsgasse © B. Schuldes

[3] Stiftskirche St. Peter und Alexander, Stiftsmuseum;
An der Kirche lassen sich mehrere Bauphasen und Erweiterungen ablesen:
- Kreuzgang mit 64 Kapitellen 13. Jh., Romanik
- Hauptportal (um 1220), Sspätromanik, Arkadenhalle
- Westempore (1618) im Hauptschiff ein auf romanischen Säulen eines alteren Baues
Innen viel kirchliche Kunst wie Kruzifixus (10. J.h), Werke von Matthias Grünewald, Tafelbilder aus der Werkstatt Lucas Cranachst.

[4] Muttergotteskirche
[5] Stadthalle mit 12 Saal- und Raumeinheiten


[6] Schloss Johannisburg am Mainufer, 1605 bis 1614 von G. Ridinger für die Mainzer Fürstbischöfe als zweite Residenz errichteter Renaissancebau (1605) aus Rotsandstein, mit 48 Glocken - erste Schlossanlage in Deutschland überhaupt, Umbau im 18. Jh., Zerstörung im 2. Weltkrieg
1964 Neubau und seither mit bedeutender Sammlung von Gemälden und Hof- und Staatsbibliothek mit Gutenbergbibel.

[7] Kapuzinerkloster: Neugotik/Neubarock, 1908 erbaut

Aschaffenburg, Pompejanum

[8] Pompejanum, Reko nach dem Vorbild einer pompejanischen Villa 1840/48 errichtet an einer leichten Mainschleife

[9] St.-Agatha-Kirche
10 Herstallturm
11 Ruine im Park Schöntal

weiterhin:
Schloss Schönbusch (1778/82) mit dem ältesten englischen Landschaftspark Deutschlands

naheliegend:
Sailauf (5 km): Weyberhöfe, Restaurant

museal
parkig bis gärtnerisch
event

FH Aschaffenburg

persönlich

Matthias Grünewald, um 1475(?) hier geboren, bedeutender Maler der Spätgotik

Stadtteile/Eingemeindung:
Aschffenburg Stadtteile

Damm, Leider, Gailbach, Nilkheim, Obernau, Schweinheim, Strietwald