Ansbach und viel markgräflicher Barock

Herrieder Tor im Ansbacher MarkgrafenbarockAnsbach Dicker Turm mit Gasüberbau für Gymnasium

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Kreisfreie Stadt mit rund 40.000 EW (um 2000) und die Regierungshauptstadt Mittelfrankens am Flüsschen Rezat.

Um 700 erfolgte die Erstbesiedlung unter dem Urfranken Onolda, nach dem dann der Onoldasbach benannt wurde. 748 wurde Ansbach erstmals urkundlich erwähnt, weil der heilige Geist eines gewissen Gumbert den Flecken wie eine Keimzelle befruchtete, woraus 748 ein Benediktinerkloster geboren wurde (ab 11. Jh. Chorherrenstift);

1221 erste Erwähnung als Stadt

1331 im Besitz der Hohenzollern, zwischen 1456 bis 1806 markgräfliche Residenz. Nach dem Schönbrunner Frieden zu Königreich Bayern.

Eine Industrialisierung erfolgte forciert erst nach 1945 (Kunststoffverarbeitung, Elektronik, Ernährungs- und Textilindustrie). Noch heute sind rund 50% in Verwaltung, Handel, Banken und anderen Dienstleistungen tätig.

Gut entwickelte sich der Fremdenverkehr.

sehenswerte Innenstadt

Ansbach ist eine Mixtur aus Markgrafenbarock, Rokoko und mehreren beachtenswerten Renaissancehöfen.

Herrieder Tor im Ansbacher Markgrafenbarock

[B] Bahnhof/Busbahnhof
[K] Karlsplatz mit Karlshalle und Kulturzentrum
[R] Rathaus (1623) mit Wappen zur Geschichte der Stadt
[m] Markgrafenmuseum

[1] Herrieder Tor, Unterbau 15. Jh., Toranlage um 1750 in Barock durch Johann D. Steingruber, Glockenspiel

Johann David Steingruber aus Wassertrüdingen war ein weltoffener bescheidener Bürger, der Engagement, Kunstsinn und Sachverstand in die Architektur einbrachte, die als Markgrafenbarock viele Stadtbilder in Mittelfranken mitprägt: das Herrieder Tor (175O) ebenso wie viele Bürgerhäuser und Kirchenumbauten.


Sehenswertes in der Ansbachs Alt- und Neustadt

[2] Synagoge (1744/46), Barock, Rosenbadstraße
[3] St. Johannis (15.Jh.), dreischiffige Staffelhalle
[4] Stadthaus (1532, Sixt Kornburger), ehem. Landgericht


zur Kirche St. Gumbertus in Ansbach

[5] St. Gumbertus, barocke Saalkirche mit noch gotischen Anbauten (15. Jh.), dreitürmige Westfassade

[6] Beringershof, ehem. Stiftsküsterei, Treppenturm (16.Jh.)
[7] Markgräfliches Residenz-Schloss (18. Jh.) mit 27 Prunkräumen, u.a. Kachelsaal mit 2.800 Kacheln der ehemaligen Ansbacher Fayencemanufaktur, Promenade 27
[8] Hofgarten nach französischem Vorbild mit Orangerie (1726/28, Carl Friedrich von Zocha), fuchsiger Kräuter- und Rosengarten
[9] Kirche St. Ludwig


wissbegierig FH Ansbach

event
persönlich
Kommen und Gehen des Kaspar Hauser
Kaspar Hauser Denkmal in Ansbach

Als er erstmals am 26.5.1828 in Nürnberg auftauchte, hatte er einen vermutlich gefälschten Brief bei sich und nur einen Wunsch: Er wollte auch solch ein Reiter wie sein Vater werden. 3 Monate war er vorerst inhaftiert.

Sein Ansbacher Mentor, der Jurist Anselm Ritter von Feuerbach, Vater des Philosophen Ludwig Feuerach, starb dann unter mysteriösen Umständen. War man dem Geheimnis der Herkunft des Mannes etwa dicht auf der Spur? Denn kurz darauf und nach seiner Konfirmation wurde auch Hauser in den Hopfgarten gelockt und mit einem gezielten Messerstich so verletzt, dass er drei Tage später (am 17.12.1833) verendete.

5 Jahre reichten dem Jüngling, der mit Sicherheit kein Hochstapler war, in Literatur und Film Eingang zu finden, zig Denkmale zu erhalten und ermordet zu werden. Ein überzeugendes Denkmal ist an der Platenstraße.

Stadtteile/Eingemeindung

Einige Orte im Stadtgebiet von AnsbachAnsbach, Bernhardswinden, Brodswinden, Claffheim, Dautenwinden, Deßmannsdorf, Dombach im Loch, Dornberg, Egloffswinden, Elpersdorf, Eyb, Geisengrund, Gösseldorf, Hennenbach, Höfen, Höfstetten, Kaltengreuth, Kammerforst, Katterbach, Kurzendorf, Käferbach, Liegenbach, Meinhardswinden, Mittelbach, Neudorf, Neuses, Oberdombach, Obereichenbach, Schalkhausen, Scheermühle, Steinersdorf, Strüth, Untereichenbach, Wallersdorf, Wasserzell, Wengenstadt, Windmühle, Winterschneidbach, Wüstenbruck