Im Norden an den Ballungsraum Stuttgart reichend, erstreckt sich das Gebiet über eine Fläche von 1.094,2 km² und zählt 277.994 Einwohner. Der Kreis in seiner heutigen Gestalt entstand bei der Kreisreform von 1973. Er wird gebildet aus aus 26 Städten und Gemeinden und ist "zweiteilig": dicht besiedelt und industriell geprägt das Albvorland und dünn besiedelt die Albhochfläche, deren Landschaftsbild durch Wacholderheiden und Hochtäler bestimmt wird. Beliebte Ausflugsziele sind die Klosterkirche in Zweifalten, das Schloss Lichtenstein sowie eine Reihe von Burgruinen vor allem im Lautertal. Ein besonderes Naturdenkmal stellt die auf 271 Metern begehbare Bärenhöhle, eine Tropfsteinhöhle bei Sonnenbühl-Erpfingen dar.

Bad Urach

Kurstadt mit ca. 12.400 EW (2003) am Fuß der Schwäbischen Alb;
Luftkurort und Heilbad

Bereits im 4. Jh. war der "Runde Berg" bei Urach ein befestigter Herrensitz.
Im 12. Jh. erfolgte die Gründung durch Graf von Hohenurach, 1260 kam Urach an die Grafen von Württemberg und war 1442 bis 1482 deren Residenz.
1443 Schlossbau unter Grafen Ludwig, in dem bis 1482 residiert wurde. Im Palmensaal und im Goldenen Saal feierte Graf Eberhard im Barte 1474 die Hochzeit mit Barbara Gonzaga von Mantua.
ab 16. Jh. Flachsspinnerei, Leinenweberei, Entwicklung zu Textilstandort, seit 1985 Kurbad
sehenswerte Innenstadt:
- prachtvolle Fachwerkhäuser
- historischer Marktplatz, Fachwerk-Rathaus, spätgotischer Marktbrunnen
- Basilikakirche St. Amandus (1470-1499, Peter von Koblentz) Spätgotik, mit Mönchshof
- Residenzschloss mit Innenräumen aus Gotik, Renaissance, Barock
- Kloster Güterstein
. Webervorstadt
- Festung Hohenurach - unter Herzog Ulrich zum befestigten Staatsgefängnis umgebaut, Ruine
- Festungsruine Hohenwittlingen
flüssig:
- zwei Wasserfälle
- Höhenfreibad Tiergartenberg
- Thermal-Mineralbad
Ortsteile: Wittlingen, Seeburg

Dettingen

Stadt mit 9.220 EW (2004) auf 15,82 km² im schönen Ermstal - mit eindrucksvollem Radweg nach Bad Urach und nach Metzingen

Engstingen

Gemeinde, 783 erstmals urkundlich genannt;'
Automuseum mit historischer Zapfsäule - über 60 fahrbereite Maschinen, auch Motorräder

Eningen unter Achalm

Eningen unter Achalm Stadt der Händler und Gastronomen und "größtes Dorf im Landkreis" mit fruchbaren Böden und saftigen Augen-Weiden südlich der Achalm; benannt wahrscheinlich nach den Grafen Egino, die hier eine Burg bauten.
1090 erste urkundliche Erwähnung, doch wahrscheinlich schon von Steinzeitmenschen besiedelt - Mammutfund 1967, aber kaum fossile Häuser - alles relativ modern;
Heimatmuseum; herrliches Freibad


Hayingen

Gasthof an der Friedrichshöhle im Achtal

gastliches Städtchen, im 13. Jh. planmäßig angelegt, wo Fachwerk noch dominiert; Burg Derneck
Die nahe Friedrichshöhle in karstigem Fels kann per Boot befahren werden, die daraus entspringende kleine saubere Zwiefalter Ach kaum. Dafür fühlen sich die Forellen darin gut aufgehoben, bis sie im Gasthof zu Tisch gebeten werden. Eine Wanderung bis nach Zwiefalten...

Hohenstein - Burg Hohenstein

Lichtenstein-Honau

Burg Lichtenstein - ein Märchenschloss nach W. HauffStadt, 1975 durch Zusammenschluss der Gemeinden Holzelfingen, Honau und Unterhausen gebildet und das Schloss Lichtenstein mit einschließend;

Das 1840/42 am Rande der Schwäbischen Alb auf älteren Fundamenten erbaute Märchenschloss ist der Beschreibung im Roman "Lichtenstein" von W. Hauff nachempfunden, der ins 16. Jh. führt - da war an dieses Schloss noch gar nicht zu denken!
Traumhaft:
Bauherr Graf Wilhelm sammelte viel kostbare Glasmalerei und Gemälde, unter anderem jenen werbeträchtigen Schützen, der seinen Betrachter stets anfixiert.
Wilhelm-Hauff-Museum:
Eine Ausstellung in der Echazstr. 2 zeigt das Gesamtwerk des mit 24 Jahren verstorbenen supermodernen Romantikers und Märchenerzählers.

Pfullingen

Stadt am Austritt der Echaz aus der Reutlinge Alb ins milde fruchbare Albvorland, dicht an Reutlingen grenzend; wahrscheinlich allemannische Ortsgründung um 260 durch Fürst Phulo, 937 erste urkundliche Erwähnung, 1699 als Stadt genannt;
1833 Papierfabrik Luis Laiblin, auch Textilindustrie, wenig stilecht erhaltene Bauwerke: zwei Rathäuser aus einem umfunktionierten Fachwerkensemble (1437 bzw. 1503) mit noch älteren Fachwerkresten; Klosterkirche der Klarissinnen mit Mauerresten; Mühlenmuseum;
bemerkenswert:
Schlössle und Park mit ausgeprägt alemannischem Fachwerkbau (1450), allseitig vorkragendem Oberbau auf gemauerten Feldsteinsockel;
Innenstadt verkehrsberuhigt mit Tendenz zur Gartenstadt - schöne Boulevards

Pliezhausen

Stadt nördlich über dem hier weiten Neckartal; 1092 erstmal urkundlich erwähnt als Plidolfeshusin; nach 1260 zu Württemberg, 1973 mit den Gemeinden Dörnach, Gniebel und Rübgarten vereint; berühmte Kaminbauer

Reutlingen

Große Kreisstadt mit rund 109.800 EW (2003) an der Echaz unter der Achalm,
1090 erstmals genannt, 1236 1240 von Kaiser Friedrich II. zur Stadt ausgebaut und nach Ende der Staufer zur Reichsstadt erhoben. Die Stadt stand häufig im Streit mit Württemberg, wurde mehrfach belagert, war wichtiges Mitglied im Schwäbischen Städtebund, kam 1803 an Württemberg.
traditionelle Industriestadt; weiter >>

Römerstein

dinkelhaft: Römersteiner Dinkel ist ein gesundes Naturprodukt

Sonnenbühl

Stadt am Rand der mittleren Schwäbischen Alb im kleinen Tal der Zwiefalter Ach; 540 - 760 m ü.NN.; 904 erstmals urkundlich erwähnt als Besitz des Klosters Reichenau,

Trochtelfingen - Stolch'sches Schloss

Zwiefalten

Aachtal zwischen Zwiefelden und Hayingen

Zwischen Kloster und Brauereitrift treffen sich die Achflüsschen zwiefältig zur Vereinigung. 1089 Stiftung des Klosters Zwiefalten durch die Grafen Kuno und Liutold von Achalm;
prächtig:
barocker zweitürmiger Münster (1744-1765) mit farbenprächtigen Fresken;
Wimsener Karstwasser-Höhle


weiter im Kreis:

Gomadingen Grafenberg Grabenstetten Gutsbezirk Hülben Mehrstetten Münsingen Pfronstetten Riederich Sankt Johann Walddorfhäslach Wannweil

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