Am Wasserparadies rückt die baulich reichlich barock geprägte Kulturlandschaft
zwischen Weinbau und Fischfang in natürlicher Vielfalt zusammen. Die Leichtigkeit
des Südens liegt in der Luft und in den Herzen der Menschen.
Zum Allgäu und nach Österreich ist es nicht weit. Das schweizer Land
um Sankt Gallen kann man auf der südlichen Bodenseeseite erkunden. Am besten
man nutzt dazu eine Fähre, etwa von Friedrichshafen aus.
Winzerdorf und möglicherweise schönster Fachwerkort des Linzgaus, besonders vereinnahmend um das Rathaus (1745) mit seinem zierlichen Glockenturm, auch das einstige Salemer Amtshaus
Dörfergemeinde an der Deggenhauser Aach im tatsächlich reizvollen Tal, von drei Bergrücken geschützt; wichtiger bäuerlicher Direktvermarkter
Schloss Montfort (1866), im maurischer Stil für Wilhelm I. errichtet, barocke Pfarrkirche, Kunstmuseum
Gemeinde mit ca. 10.800 EW.
Das 1134 gegründete Zisterzienserkloster Salmannsweiler mit gewaltiger Anlage
wurde 1803 aufgehoben und kam an Baden. Erhalten blieb eine eindrucksvolle Basilika
(1414), die als stilreines Zeugnis sparsam klarer Zisterzienser-Gotik gilt; Wohnsitz
des Markgrafen von Baden und seit 1920 Landerziehungsheim.
Sitz der Markgräflich Badischen Weingüter mit Probierstuben und Verkauf
Stetten - am kalten Markt mit 5.544 EW; 56,47 km²
Stadt mit ca. 17.400 EW; Zentrum eines Hopfenanbaugebietes von Weltrang.
Nur ein Drittel der Hopfenblüten bleibt in Deutschland zu Verarbeitung.
Hopfenmuseum Tettnang, Hopfengut 20, Museumsgaststätte "Bierstängel"
Große Kreisstadt am Bodensee; ca. 21.500 EW (2006),
770 erstmals erwähnt,
1180 Stadtrecht, Im 12. Jh. entstandene Handelsstadt, im 13. Jh. Erweiterung um die Fischerhäuservorstadt
1268 bis 1803 Reichsstadt
sehenswerter historischer Stadtkern:
- Befestigungssystem aus spätem Mittelalter, in großen Teilen erhalten
- Münster (1350 begonnen), Gotik, Renaissancealtar von Jörg Zürn (1618)
- Rathaus, spätgotisch
- Franziskanerkirche (1466), gotisch
steinzeitliche und bronzezeitliche Häuser, die teils auf Pfählen über das Wasser gebaut wurden, kann man sich hier ansehen. Wieso sie sich so gut erhalten haben? Sie wurden rekonstruiert und zum Museum. Durch die zwischen Sommer zu Winter stark schwankenden Wasserstände von Seen in hohen Lagen wurden auch am Bodensee Reste von Pfahlbauten zeitweilig sichtbar - speziell in Sipplingen -, sogar alte Hüte aus etwa 3.300 vor Ch. und uralter Kaugummi.
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