Südbaden zwischen Schwarzwald und Rhein
an die Schweiz grenzend
Stadt und Heilbad mit ca. 16.200 EW am Hochrhein in 292 bis 600 m ü.NN.
1978 wurde der Stadt offiziell deren Zusatz "Bad" genehmigt. Der Ortsname
deudet auf eine Ansiedlung durch ein Gruppe alter Säkke hin.
? Schloss Schönau, das "Trompeterschloss".
Ohne den trinkfesten und zechfreudigen Joseph Victor von
Scheffel wäre uns die Story vom verliebten "Trompeter von Säckingen"
entgangen und Deutschland würde was fehlen. Scheffel verfasste Mitte 19.
Jh. einen Bestseller, der allerdings ein halbes Jahrhundert brauchte, um beim
Volk richtig anzukommen. Die 322. Auflage erschien erst 1921. Die Geschichte zweier
Liebender, die nur auf h?chst wundersame Weise zusammen finden können, war nach
"Kabale und Liebe" und den "Leiden des jungen Werther" nicht
so neu: Werner und die adelige Margareta lernen sich in Säckingen kennen, doch
die Standesschranken verhindern eine Ehe. Nach fünf Jahren der Trennung macht
der Papst den Trompeter zum Marchese und damit zum akzeptablen Heiratspartner
- eine erfolgsfördernd weltfremdes Happyend, das sich auszahlte. Dass Scheffel
aber auch weitsichtig das erste Gedicht vom Mauerfall ins Klaugemaul von Kater
Hiddigeigei legte, wurde bisher wohl übersehen.
Davon und sicher vom Wortlaut des Versepos kann man sich im Museum überzeugen
lassen. Da er auch ein annehmbarer Zeichner und Maler war; sind auch dieserart
Werke zu besichtigen.
- Rheinpromenade, längste überdachte Holzbrücke Europas (200m)
- Marktplatz mit Fridolinsmünster und dem kräftug bemalten Haus Fuchshöhle (Badische Küche)
Gemeinde mit rund 2.000 EW (2005) auf einer angenehm
nach Süden geöffneten Hochfläche in 900 bis 1415 m ü.NN.
personell: Hans Thoma 1839 geboren, Maler "Meister Klex", vor allem
Schwarzwaldmotive - Museum
Bauernmuseum Resenhof (1789)
weit verstreute Ortsteile:
Hof am Aussichtsberg Herzogenhorn mit Ski-Bundesleistungszentrum und Gasthaus
(1600);
Gschwend mit zahlreichen echten Schwarzwaldhäusern ohne Kuckuck;
Schwanen mit Oberlehen, Dorf
Schloss, Museum, Narrenstuben
Weshalb die Gutach zur Wutach wird, erahnt man in der Wutachschlucht beim nördlich
gelegenen Ort
Bad Boll. Hier führt ein Weg zu den ansehnlichsten Stellen
des bis zu 200 m eingegrabenen Canyons.
Dogern - ordentliche Gemeindehalle, auch für Kunstaustellungen
genutzt
Erholungsort und historisches Zentrum des Hotzenwaldes, Heimatmuseum; Hallenbad
Luftkurort 1200 m ü.NN. im dünn besiedelten Hotzenwald, nebelfreie
Herbsttage und Winterspaß mit Liftanlagen
Herrischried Hotzenmuseum im Klausenhof
heilklimatischer Kurort mit rund 2.200 EW (2006) in 1015 m ü.NN. recht
hoch gelegen, bietet ein grandioses Panoroma, zu dem bei rechtem Wetter auch die
Schweizer Alpenkette gehört. Das kann sich doch sehen lassen!
Gemeinde mit Küssaburg
Stadt mit reichlich 8.000 EW (2006) in 337 m ü.NN.. über die Rheinbrücke
gelangt man direkt in die Schweiz nach Laufenberg. Genau.
Benannt nach den inzwischen beruhigten Laufen, den Rheinschnellen, an denen sich
nahe der Burg eine Siedlung um 1207 zur Stadt beidseits des Rheins entwickelte.
Da 1805 dank Napoleon der Nordteil badisch und somit schließlich deutsch
wurde, kann man sich am schönen häuserpanorama der schweizerischen Stadt
und an einem aussagekräftigen Kriegerdenkmal in der deutschen Stadt mehr
oder weniger erbauen.
Die Gemeinde im Hotzenwald besteht aus den Ortsteilen Rickenbach, Altenschwand,
Hütten (1973), sowie Bergalingen, Hottingen, Rickenbach und Willaringen (seit
1975);
Rickenbach wurde 1257 erstmals als "Rickinbach" urkundlich erwähnt. Es entwickelte
sich zum Nabel der eint weit verstreuten Höfe und Rodungssiedlungen des südwestlichen
Hotzenwaldes.
Willaringen steht hoch über dem schroffen Murgtal neben beachtlichen Mauerresten
der vermutlich im 12. Jahrhundert erbauten Burg Wieladingen. Die um 1250 urkundlich
genannten Ritter von Wieladingen standen als Verwalter der Besitzungen des Klosters
Säckingen jahrhundertelang im Dienst desselben. Das gegen Ende des 14. Jahrhunderts
verarmte Rittergeschlecht verließ die Burg, die bald zerfiel.
Ortsteil Altenschwand ist nicht der Ort der Bestimmung für Gestriges, auch
wenn das Wappen - obwohl modern designed - das ahnen ließe. Bereits 1257
urkundlich erwähnt wurde "Glashütten". Ein herzöglicher
Leopold von Österreich verpfändete 1315 einen Teil der Einkünfte
von Altenschwand an die Ritter von Oltingen. Daher also Rot-Weiß unter der
Tanne.
renommierter Kurort mit rund 4.500 EW (2005) in 760-1300 m ü.NN; im Schwarzwald
nahe am Schluchsee;
Der klassizistische Dom (1772/83) gilt als drittgrößte Kuppelkirche
Europas. Die 35m hohen Kuppel wird nur zum Schein von 20 korintischen Säulen
getragen - mächtig raffiniert wir die 858 hier gegründete Benediktinerabtei.
1746 wurden ihre äbte zu Fürstäbten ernannt, doch mit 1806 wurde
das Kloster aufgehoben.
heilklimatischer Kurort mit etwa 2.100 EW (2005) in 760-1263 m ü.NN.
Großfürsten und ein Zar (welcher?) zog es an Ort und Stelle, vielleicht
auch zu Wallfahrtskirche, die 1770/78 unter Fürstabt Gerbert barock umgestaltet
und auch außen reichlich bemalt wurde.
Präg, rund 5km nördlich - wer ein echtes Schwarzwaldörtchen sehen
will, das unter Ensembleschutz steht, findet es unterhalb dem Hochkopf (1263 m)..
Das Wehratal ist am besten zu durchwandern, im Winter für Autofahrten besser
zu meiden. Nachts könnte die Erdmännchen kommen und Weltenbummler in
ihrer 15 km langen Erdmannshöhle festsetzen, die aber tags fast ungefährlich
ist.
Im Süden (5km) mündet die Wehra in den Rhein.
weiter im Kreis: Albbruck Dachsberg
Dettighofen Eggingen Grafenhausen
Hohentengen Ibach Jestetten
Klettgau Lauchringen Lottstetten
Murg Stühlingen Ühlingen-Birkendorf
Weilheim Wutach Wutöschingen