Stadt (seit 1974) mit vielen alten Eseln und 12.479 EW (2002), 8.694 EW (1972)
nach Eingemeindung der Ortsteile Hochemmingen, Sunthausen, dem kleinen Biesingen,
Ober- und Unterbaldingen sowie öfingen) auf 6208 ha;
Die Ortsgründungen erfolgten in der Alemannenzeit und sind seit Mitte des
8. Jh. urkundlich verbrieft. älteste Siedlungsreste aus der Hallstattzeit
(750-450 v.d.Z) fanden sich in Hochemmingen.
889 wird erstmals "Durroheim" urkundlich genannt und von 1200-1400 war hier der Adelssitz der "Esel von Dürrheim". Und das ist kein Witz. Ab 1300 reglementierte der Johanniterorden Villingen das Dorf.
1806 wird Dürrheim badisch und sofort war der Drang zum Badebetrieb gegeben. Zwangsläufig wird 1822 ein Salzstock exzellenter Qualität erschlossen. Nach am Stammtisch (?) skizzierten Plänen eines Weinbrenner-Schülers (F. Arnold) wird eine Salinenanlage errichtet und bis 1972 betrieben. Ab 1851 wird Sole wird für den Badebetrieb genutzt und 1921 erhielt man das Prädikat "Bad", 1976 Heilklimatischer Kurort, 1985 Sole-Heilbad;
1994 gab es Landesgartenschau im Kurpark, 1997 den Bundespreis für Tourismus und Umwelt, seit 2001 ist Bad Dürrheim Solar-Kommune
Biesingen, eingemeindet 1971(?), wurde für das Projekt "Aufblühende Dörfer" im Rahmen der Lokalen Agenda ausgewählt.
Öfingen mit Feriendorf (1984) ist staatlich anerkannter Erholungsort in herrlicher Lage an einem steil abfallenden Ausläufer des Südschwarzwaldes. Der Himmelberg bietet eine gute Fernsicht über die Baar;
- sehenswerte Wehrkirche
künstlich:
Sunthauser See, 1975-1981 angelegt als Regenrückhaltebecken, mit Camping und Action
natürlich:
Naturschutzgebiet des Unterhölzer Waldes, einst der Wildpark des Fürsten
zu Fürstenberg, mit beachtlich alten Eichen- und Buchenbestand.
Städtchen, das auch mit der Großherzoglichen Staatsbahn 1887/90 Anschluss ans Bahnnetz fand. Ob die Stadt davon profitierte? Immerhin kam sie so zu ihrer Sauschwänzlebahn (Museumsbahn). Warum die Bahn so genannt wird, ist am besten mit einer Fahrt zu erkunden - schweinisch abenteuerlich.
Große Kreisstadt mit rund 20.000 EW in 680 bis 820 m ü.NN. am Ursprung der Donau
1723 Residenz der Fürsten von Fürstenberg
Schloss mit stark veräußerter Fürstlich Fürstenbergscher Gemäldesammlung altdeutscher Maler im Karlsbau (1865); 2006 Verkauf und Sanierung der Villa Dolly, des Leitzgebschen Hauses und des Museumskinos (1841 als palaisartiges Kulturhaus errichtet)- nunmehr mit zeitgenössischer Kunst der Unternehmerfamilie Biedermann.
Flugplatz und Zeltplatz
event: Musiktage im Oktober
10.000 EW auf 850 bis 1150 m ü. NN.;
entwickelte sich im 19. Jh. zu einem Zentrum des Uhrmacherhandwerks, das nicht nur Kuckucksuhren auf den Markt brachte. Nicht so bekannt sind die "Knödelesser", die jede volle Stunde Knödel verdrücken, vielleicht sogar böhmische?
uhrig: das Deutsche Uhrenmuseum mit rund 8.000 Exponaten
Berg und Tal:
Bis auf eine Höhe von 1150 m bringt es der Brend. Wer es bis nach oben schafft, kann den gesamten Schwarzwald überblicken. Keine 3 km sind es bis zur Donauquelle, weiter bis zu deren Mündung angeblich 2888 km. Könnte fast stimmen.
FH Furtwangen
Erholungsort mit rund 14.000 EW (2005) in 800 bis 1000 m ü.NN., am höchsten Punkt der Schwarzwaldbahn
Deutsches Phonomuseum
ehemalige Amtsstadt mit heute etwa 5.300 EW in 500 bis 1000 m ü.NN,
- Rathaus mit Ratssaal, der reichlich Schnizereien aufweist
- Schwarzwaldmuseum - Trachten, Schnizerei, Strohflechterei, Drehorgeln
- siebenkaskadiger Wasserfall (163 m), höchste Wasserfälle Deutschlands in Stadtmitte
- Kuckucksuhren in großer Auswahl
persönlich: E. Hemmingway war auch mal hier. Hat er dazu was geschrieben?
Kurort, als Brüdergemeinde der Herrenhuter Anfang 19. Jh. gegründet, mit schönen Alleen und dem harmonischen Zinzendorfplatz im Zentrum - eben wie im sächsischen Herrenhut.