Hegaulandschaft südwestlich vom Bodensee

Der Hegau liegt zwischen dem Alpenvorland mit dem Bodensee im Süden und dem Jura (hier Hegau-Alb genannt) im Norden. Die Gletschermassen der Wurm-Eiszeit überzogen noch vor 15.000 Jahren, aus dem Alpenrheintal ausfließend, den Bodensee- und Hegauraum bis über diese Tank- und Rastanlage hinaus. Die Gletscher und deren Schmelzwasserströme hinterließen markante Spuren:
Moränen, Schmelzwasserrinnen, Kies- und Sandbänke, alpine Findlinge und Riede. Die Schotter stammen aus dem Einzugsgebiet des Alpenrheins: Allgäuer Alpen, Vorarlberg, Sllvretta, Rätikon, Julier, San Bernadino, Alpstein, Gotthard.

Die vulkanischen Kegelberge sind jedoch die markantesten Elemente der Hegau-Landschaft. Der Vulkanismus begann vor etwa 12 Mio. Jahren mit mächtigen Gas- und Aschen-Eruptionen, Vor 10 Mio. Jahren drang schliessllch basaltisches und vor 8 Mio. Jahren phonolithlsches Magma in den Kraterröhren empor und erkaltete in derTuff-Decke. Erst durch die Erosion des Wassers späterer Epochen wurden die Basalt- und Phonolithpfröpfe freigelegt. Bei den Bergen handelt es sich demnach um Vulkanruinen, deren Schlotfüllungen als Härtlinge stehen blieben...

Aus Molasse (Zerreibsei) bestehen die verbindenden Höhenzüge zwischen den Hegaubergen sowie der Schienerberg, der Bodanrück und der Schweizer Seerücken. Es sind Meeres- und Süßwassersedimente, die vor 20-10 Mio. Jahren in einer Absenkung zwischen Alpen und Jura abgelagertwurden. Die Obere Süßwassermolasse im nördlichen Hegau nennt man Juranagelfluh. Sie besteht vorwiegend aus verbackenen Jurageröllen.
Die ältesten Gesteine im Hegau ... gehören zum Weißen Jura oder Malm, dessen Kalkstein vor 140 Mio. Jahren als organischer Kalkschlamm im Jurameer abgelagert wurde.
(nach einer Info an der Autobahn-Raststätte Engen)

Engen

Stadt mit Krenkinger Schloss auf 531m ü.NN. am Fuße des Hohenhewen (846 m)
Vulkankegel des Hohenhewen bei Engen ind der Hegau Die bewaldete Höhe östlich der Stadt Engen ist eine Jurascholle, die gegen Südosten unter Molasse und Eiszeitgeschieben abtaucht.

Bodman-Ludwigshafen

am Überlinger See des Bodensees mit ca. 3.900 EW;
OT Bodman: ab 832 kaiserliche Pfalz nachweisbar. Die Dorfkirche geht vermutlich bis ins 11. Jh. zurück. Vom 13. Jh. an kam der Hof an die Herren von Bodman. Sie wurden namensgebend für den "Bodensee".

Radolfzell

Große Kreisstadt am Bodensee mit ca. 28.400 EW
826 gegründet
1100 Stadtrecht. Für die Entwicklung zur Stadt war die verkehrsgünstige Lage am Seehafen als Umschlagplatz von Korn, Salz und Wein förderlich. Das verlockte auch zu Adels- und Klosterniederlassungen.
1454-1805 war R. zu Vorderösterreich gehörig.

Stockach

Städtchen mit rund 16.700 EW (2008)
Aufmerksam gemacht auf die Sünde des Vergessens bzw. Unterschlagens einer der gewichtigsten Institutionen der Region wird hier das unabwendbare narrengericht.de vermerkt und um närrische Gnade gebeten.

Singen

Große Kreisstadt mit rund 45.500 EW (2008);
Der Hohentwiel ist ein Vulkankegel bei Singen im Hegau, mit Kloster- und Deutschlands (einst) größter Befestigungsanlage (914), war vom 9. - 11.Jh. schwäbischer Herzogsitz. 960 war hier der Mönch Ekkehart II. Lehrer der Herzogin Hedwig von Schwaben - diese durch Mundmedien verklärte Story schnappte Viktor von Scheffel auf, dessen Roman Ekkehard zum Bestseller wurde;
Schleifung der Burg 1800/01 nach kampfloser Übergabe an die Franzosen, Ruine

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