Kreis mit halben Kaiserstuhl
Weinstädtchen mit Lösshohlwegen, eingetrampelt vom Menschen bei Tage
und Trockenheit und hart durchgespühlt vom Regen. Einfach nachsteigen und
mithelfen.
Barockkirche St. Martin
mit historischer Altstadt voller prächtiger Renaissance- und Barockgebäude,
Patrizierhäuser, in der die österreichische Episode noch sichtbar wird.
13. Jh. Stadtrecht
Marktplatz mit Brunnen (Spätgotik), Rathaus (1527), Kornhaus (1617, Staffelgiebel),
Kirche St. Peter (1775), spätbarock mit klassizistischen Tendenzen
Erholungsort mit etwa 4.200 EW (um 2002) auf 5.300ha teils gerodetem, locker
besiedelten Schwarzwald, wo familienfreundlicher und erst recht guter Service
wiehert, auch wenn der Name recht amtlich klingt. Wie kommt eine Gemeinde zu solchem
Namen?
Die große Rodeepoche im damals schwer zugänglichem
Schwarzwald war um 11./12.Jh. Weil immer wieder Silber gefunden wurde, verdrängten
die Zähringer Herzöge den Landadel und stetzten einen Ritter von Keppenbach
ein, der eine Burg zum Schutze des Bergbaus errichtete - eine Investruine, weil
der Bergabau kaum lohnte. Verarmt veräußerten sie ihre Güter -
provisionsfrei!. Das erbarmte Zisterziensermönche aus dem Berner Kanton.
Sie kauften Land am Tennenbacher Tal, bauten dort 1161 ein Kloster (1829 Abbruch),
verliehen dann Lehen in "freier Erbleihe" und nannten die Gegend "Tal
der freien Leute". Die Landwirtschaft boomte bis zum 15. Jh. Dann verhinderten
Kriege, Brände weiteres Erblühen. Nach dem Bauernkrieg verdrängten
die markgäflichen Vögten die Klostervögte, und 1528 nannte sich
ein Simon Trutmann "Vogt im freyen Amt". Mit solchen Freiheiten war
nach einem Erlass von 1809 des neuen Großherzogtums Baden Schluss. Der Name
blieb.
Ottoschwanden und Freiamt schlossen sich 1971 freiwillig zu einer Gemeinde
zusammen. Der Ort gehörte früher zu Kenzingen. Von dort wagten sich
"Ottos Leute" um 880, neues Land zu roden und zu beackern.
Bei Gutach an der B33 an der Schwarzwaldbahn befindet sich das SchwarzWälder
Freilichtmuseum Vogtsbauernhof mit mehreren Häusern aus dem 16./17. Jh.,
auch etlichen Begleitbauten - Speicher, Kleierkotze und Kopfsägi
rund 10.000 EW auf 35,47 km² in ü. NN: 177 m
Kennern der Oberrheinischen Narrenstraße dürfte diese Stadt nicht
unbekannt sein. Alemannisch närrische Sitten und Gebräuche haben sich
bis heute erhalten und werden auch noch gepflegt. Die prächtigsten Häs
aber kann man in der Narrenschau bewundern - aber das ist kein Erotikclub!
war schon in der Steinzeit besiedelt, hat mit dem Mithrastempel auch Spuren
seiner römischen Geschichte bewahrt
einstiges Fischerdorf am Rhein, in dem man sich nach der Weinregulierung dem Rheinbau zuwandte. Auf einem wissenschaftlichen Lehrpfad wird man leicht "clean" und kann ganz nüchtern zur Ruine der Limburg auf dem Lützelberg schwingen.
weiter im Kreis:
Biederbach Denzlingen
Elzach Forchheim
Malterdingen Rheinhausen Reute
Sexau Simonswald Teningen
Vörstetten Waldkirch Weisweil
Winden Wyhl

